Die Burg Hohes Haus in Heek-Nienborg.
© Münsterland e.V./Philipp Foelting

Johannes Hericks: Aus dem Oberbergischen zurück ins Münsterland

Heimat, das sind für Johannes Hericks vor allem seine Freunde und seine Familie. Nach fünf Jahren im oberbergischen Nümbrecht zog es den 31-Jährigen deshalb wieder zurück nach Heek, wo er aufgewachsen ist. Als Klimaschutzmanager will er seinen Heimatort fit machen für eine klimafreundliche Zukunft. Der neue Job bei der Gemeindeverwaltung ist für ihn beruflich und privat ein echter Glückstreffer.

Erster Job in einer neuen Region, aber immer Draht zur Heimat

Der gebürtige Nienborger studierte an der Fachhochschule in Steinfurt Energietechnik. Das Berufsziel war für ihn klar: Er wollte im Klimaschutzmanagement arbeiten und spezialisierte sich während seiner letzten Studiensemester auf diese Fachrichtung. Die Jobangebote waren zu diesem Zeitpunkt allerdings noch recht rar gesät. Das Berufsbild „Klimaschutzmanager“ entstand gerade erst und es gab noch nicht viele Kommunen, die eine entsprechende Position zu besetzen hatten.

Johannes Hericks suchte nach seinem Abschluss deshalb in ganz Deutschland und bekam eine Stelle in Nümbrecht südlich von Gummersbach im Oberbergischen Kreis. Eine neue Region – aber auch eine grüne, ländliche, in der sich für ihn vieles vertraut anfühlte. „Die Landschaft ist im Oberbergischen zwar anders als im Münsterland, aber man trifft dort auf einen ähnlichen Menschenschlag“, fasst er seine Erfahrungen zusammen. Er knüpfte Kontakte an seinem neuen Wohnort, besuchte an den Wochenenden aber auch regelmäßig seine Freunde zuhause.

Im Einsatz für das Klimaland Münsterland

Als sein Vertrag in Nümbrecht auslief, suchte seine Heimatgemeinde gerade einen Klimaschutzmanager. Er ergriff die Chance und kehrte im Frühjahr 2021 ins Münsterland zurück. Seitdem setzt er sich dafür ein, Heek klimafreundlich zu machen, etwa durch eine energetische Sanierung der gemeindeeigenen Gebäude. Und er möchte die Bürgerinnen und Bürger für den Klimaschutz begeistern, dazu organisiert er Info- und Diskussionsveranstaltungen und entwirft Flyer. Als gebürtiger Nienborger hat Johannes Hericks in puncto Öffentlichkeitsarbeit einen großen Startvorteil: Er kennt sich aus, und die Menschen kennen ihn. „Es ist einfacher, wenn man schon vernetzt ist“, erzählt er einige Wochen nach seiner Rückkehr. „Ich werde anders aufgenommen als früher in Nümbrecht, die Leute sind offener und sprechen mich auch mal beim Einkaufen auf meinen Job an, weil sie mich über eine Ecke kennen.“

Auch mit vielen Akteuren in seiner Gemeinde und in der Region ist er schon vernetzt, zu anderen baut er nach und nach den Kontakt auf. Zum Beispiel zu den Klimaschutzmanagern in anderen Kommunen, etwa über die Kampagne „Das Münsterland ist Klimaland“: Die Klimaexperten tauschen untereinander Infomaterial und Tipps für den Arbeitsalltag aus.

Ein Lieblingsplatz: Die alte Wassermühle in Nienborg

Nicht nur im Job, auch in seiner Freizeit genießt Johannes Hericks es, wieder zuhause zu sein. Was ihm während seiner Zeit in Nümbrecht gefehlt hat? Seine Freunde, die er jetzt wieder jede Woche sehen kann. Und die vielen vertrauten Ecken in der Gemeinde und in der Umgebung. „Ich laufe oder radle ein Stück und bin schnell in der Natur, die ich kenne“, sagt er. „Wenn ich unterwegs bin, erinnere ich mich immer wieder an Erlebnisse von früher. Im Oberbergischen habe ich zwar viel Neues entdeckt und gerne Ausflüge nach Köln gemacht. Aber dieses vertraute Gefühl hat man an einem neuen Ort eben erst einmal nicht.“

Zu seinen Lieblingsplätzen gehören die alte Wassermühle in Nienborg, die Spazierwege am Ufer der Dinkel und der Aasee in Münster, wo er sich während seiner Studienzeit oft mit Freunden getroffen hat. „Und mein Garten, hier sitze ich gerne zum Abschalten und schaue einfach ins Grüne“, erzählt er. „In einer größeren Stadt zu leben, wäre nicht das Richtige für mich. Ich fahre gerne mal hin, aber dann bin ich auch froh, wieder aus dem Trubel rauszukommen.“

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