Sanierung mit Herz
Anja und Philip Geißler

Anja und Philip: Sanierung in Senden

Anja und Philip Geißler haben im Jahr 2019 ihr Haus in Senden gekauft, das sie im November 2020 bezogen haben. Die Vorbesitzerin des Hauses hatte den Wunsch, ihren 90. Geburtstag noch dort zu verbringen, daher starteten die Sanierungsarbeiten erst einige Monate nach dem Kauf.

Das Haus stammt aus dem Jahr 1971 eine Sanierung war somit aus verschiedenen Gründen sinnvoll. Anja und Philip war es dabei wichtig, dem Wunsch der Vorbesitzerin nachzukommen und es grundsätzlich zu erhalten. Außerdem war die Grundsubstanz des Hauses noch gut und der Baukörper in Ordnung. Ein Vorteil war auch die attraktive Förderkulisse für Erneuerungen im Bestand.

Tipp von Anja und Philip: Frühzeitig kümmern, vorausschauend denken und mit Vorlaufzeit bei Auftragnehmern rechnen!

Wichtig: Beratung

Im Rahmen der Klimaschutzwochen im Kreis Coesfeld organisierte die Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Senden, Petra Volmerg, eine Informationsveranstaltung zum Thema Sanierung. Hier informierten sich Anja und Philip und kamen mit dem Referenten Sven Kersten von der EnergieAgentur.NRW ins Gespräch, der ihnen wichtige Tipps für die anstehende Sanierung mitgeben konnte. Bei der Umsetzung unterstützte außerdem ein unabhängiger Energieberater, der durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) anteilig gefördert wird. Die KfW ist eine der größten Förderbanken weltweit. Im Auftrag des Bundes und der Länder setzt sie sich dafür ein, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen zu verbessern und stellt dabei auch für Privathaushalte interessante Kredite und Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Was passierte am Haus?

Das Haus wurde komplett kernsaniert. Der Dachstuhl wurde ausgebaut und ein neues Dach gedeckt. Außerdem wurden zusätzliche Dämmmaßnahmen an den Außenseiten durchgeführt und die Kellerdecke gedämmt. Um Ressourcen zu sparen, konnten Anja und Philip hierzu Styroporplatten verwenden, die sie im Dachboden gefunden hatten. 

Die alten Nachtspeicheröfen wurden ausgebaut und durch eine neue Heizungsanlage ersetzt. Anja und Philip entschieden sich für eine Erdwärmepumpe. Bei dieser Technik, die sich auch Geothermie nennt, wird die Wärme des Erdreichs genutzt. Die Energie, die mithilfe der Geothermie gewonnen wird, hat viele Vorteile: Sie ist weder von klimatischen Bedingungen noch von den tages- und jahreszeitlichen Schwankungen abhängig und damit grundlastfähig. Sie ist zuverlässig und verfügbar, wenn eine entsprechende Energienachfrage gegeben ist. Mehr Informationen gibt es bei derEnergieAgentur.NRW.

Außerdem wurde das Haus mit neuen Bädern ausgestattet und eine neue Elektrik eingebaut, die über ein Smart-Home-System funktioniert. Auch die Fenster sowie die Haustür wurden ausgetauscht.

Förderung

Förderungen nutzen lohnt sich! Im Bereich der Gebäudesanierung gibt es interessante Förderungen von Land und Bund. Auch Philip und Anja haben bei ihrer Sanierung von diesen Förderungen profitiert. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) haben sie die Förderung Energieeffizientes Sanieren genutzt. Ein wichtiger Bestandteil ist hier die Begleitung durch eine Energieberaterin oder einen Energieberater, der sicherstellt, dass die Baumaßnahmen zu dem gewünschten Ergebnis führen. Die KfW übernimmt 50 Prozent der Kosten der Baubegleitung durch Expertinnen und Experten. Zugelassen sind alle Sachverständigen, die in der Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) für Förderprogramme des Bundes geführt sind.

Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude ist eine Förderung von Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, Anlagentechnik sowie Heizungstechnik und Optimierung förderfähig. Über progres.NRW lassen sich außerdem Geothermie-Bohrungen fördern. 

Tipp von Anja und Philipp: Bei Fördermitteln ist zu beachten, dass die Auftragserteilung erst nach dem Zuwendungsbescheid erfolgen kann!

Tipp: Förder-Navi

Weitere Förderungen findest du über das Förder.Navi der EnergieAgentur.NRW.

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© Münsterland e.V./Philipp Fölting
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