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Tech-Ticker Münsterland
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Tech-Ticker

+++ Tech-Ticker Münsterland +++

Der Tech-Ticker Münsterland hält, was der Name verspricht: Er liefert kurz und bündig Meldungen zu technologischen Entwicklungen in und aus der Region. Mit Informationen, die für die Technologieentwicklung im Münsterland relevant sind. Unsere Tech-Scouts recherchieren, bewerten und selektieren Infos aus dem Technologie-Münsterland und halten dich mit ihren Ticker-News auf dem Laufenden. Veröffentlicht werden diese in kurzen Abständen in den sozialen Medien und in gesammelter Form hier auf unserer Homepage.

Spannende News im Überblick

1
"Wir stehen am Anfang einer neuen Ära der digitalen Biologie" - DeepMind-CEO Demis Hassabis

26.09.2022: Proteine bestehen aus langen Ketten von Aminosäuren, die komplexe 3D-Strukturen bilden. Die Anzahl der möglichen Konfigurationen der Aminosäurekette ist enorm. Um die Funktion eines Proteins verstehen zu können, ist die Bestimmung der Proteinstruktur entscheidend. Bislang wurde dies experimentell mit zeit- und kostenaufwändigen Techniken wie der Röntgenkristallographie ermittelt.

Jetzt hat DeepMind das Programm AlphaFold weiterentwickelt, ein neuronales Netzwerk, das in der Lage ist, die Strukturen fast aller natürlich vorkommender Proteine auf der Grundlage von Aminosäuresequenzen zu berechnen. Die AlphaFold-Proteinstrukturdatenbank ist frei nutzbar.

Hier geht's zur Datenbank.

Die Vorhersage von Proteinstrukturen kann sehr weitreichende Auswirkungen haben. Einerseits kann sie die Entwicklung von Medikamenten dramatisch beschleunigen, was beispielsweise zu neuen Malaria-Impfstoffen führen kann. Sie wird sich aber auch stark auf die Entwicklung von Medikamenten auswirken, die auf einzelne Patienten zugeschnitten sind (Präzisionsmedizin). Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung neuer Enzyme, die Kunststoffe abbauen können.
Es wird erwartet, dass angesichts der rasanten Entwicklungen im kommenden Jahrzehnt mehrere milliardenschwere Start-ups entstehen und ungeahnte Durchbrüche erzielen werden. Der durch KI im Gesundheitswesen generierte Umsatz wird für das Jahr 2026 auf rund 45,2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Weitere Infos zur Prognose.

Eine Studie über deutsche KI-Startups aus dem Jahr 2020 ergab, dass rund 16 Prozent der deutschen KI-Startups im Gesundheits- und Pharmasektor angesiedelt sind. Das ist der größte Branchenanteil.

Weitere Infos zur Studie.

Wir können also sehr gespannt sein, wie sich unser Leben durch die rasanten Entwicklungen im Bereich der KI verändern wird.

Weitere Informationen findest du hier.

Lukas Rengbers, FH Münster, Technologiescout, Mitarbeiter des MakerSpace Steinfurt

2
Exoskelette – Roboter für jedermann!

21.09.2022: Seit Jahren versuchen wir, körperliche Arbeit durch Automatisierungslösungen zu minimieren und Arbeitsplätze ergonomisch sicher zu gestalten.
Was passiert aber, wenn die Arbeit des Menschen unersetzlich ist? Dann kommen Exoskelette zum Einsatz!
Exoskelette sind mechanische Gerüste, welche am Außenkörper angebracht werden und diesen bei der Arbeit unterstützen. Keinesfalls ist ein Exoskelett ein anziehbarer Gabelstapler, es verleiht auch keine Superkräfte. Vielmehr schützt es den Träger vor Belastungsspitzen, macht die Tätigkeit somit leichter und verlängert die Zeit bis zur körperlichen Ermüdung. 
Ich durfte das aktive Exoskelett der Firma exoIQ schon ausprobieren und war sehr begeistert, wie es die Arme bei Überkopfarbeiten entlastet! 
Willst Du mehr über Exoskelette wissen? Guck‘ mal hier!

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

3
WWU Münster erforscht Verbesserung von Anodenmaterial in siliziumbasierten Feststoffbatterien

19.09.2022: Geeignete Stromspeicher spielen im Zuge der Gewinnung erneuerbarer Energien, wie beispielsweise Strom aus PV-Anlagen eine immer größer werdende Rolle. Im Vergleich zu Li-Ionen-Batterien (=Flüssigelektrolytbatterien) sind mit Feststoffbatterien auf Basis von Silizium weniger Sicherheitsrisiken verbunden und es ist möglich andere Anodenmaterialien einzusetzen. Dies ermöglicht mehr Energie auf gleichem Platz zu speichern.
Die AG um Prof. Dr. Wolfgang Zeier erforscht im BMBF-geförderten Verbundvorhaben SilKompAs die Optimierung der Prozessierung von Anodenmaterial für solche siliziumbasierte Feststoffbatterien. Weitere Partner im Projekt sind EL-CELL GmbH, das Institut für Partikeltechnik der TU Braunschweig, das Physikalisch-Chemische Institut der Justus-Liebig-Universität Giessen, SGL Carbon, Thermo Fisher Scientific sowie die M. Braun Inertgas-Systeme GmbH.

Hier geht es zum Artikel

Und zur AG von Herrn Prof. Zeier

Dr. Wiebke Wessling, Netzwerk Oberfläche NRW e.V., Technologiescout für Materials & Surfaces

4
Neue Werkstoffe für die additive Fertigung – Material für jeden Einsatzzweck!

31.08.2022: Für manche Produktanwendungen ist es unabdingbar, dass das verwendete Material bestimmte Eigenschaften hat. So muss ein Material für die Medizintechnik beispielsweise strahlenundurchlässig sein, während ein Material für die Anwendung in der Elektrotechnik beispielsweise leitfähig sein muss.
Weltweit sind Unternehmen aus der Branche der additiven Fertigung damit beschäftigt, Materialen mit speziellen Eigenschaften zu Schaffen und diese für verschiedene Anwendungen mittels additiver Fertigung zu technologisch fortschrittlichen Produkten zu machen. 

Weitere Infos gibt’s hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

5
Training und Verwaltung neuronaler Netze für die Objekterkennung und andere Computer-Vision-Aufgaben ohne KI-Expertenwissen im webbasierten Kanban-Workflow

31.08.2022: Mit der zunehmenden Verbreitung von Computer Vision-Anwendungen wächst der Bedarf an einfachen Möglichkeiten, die im Hintergrund arbeitenden Modelle anhand weniger Bilder zu trainieren.
Viele Unternehmen sind nicht in der Lage, ihre eigenen Modelle zu trainieren, da es an KI- oder Machine Learning-Experten und Datenwissenschaftlern mangelt. Darüber hinaus sind in der Regel sehr viele annotierte Bilder erforderlich, um ein zuverlässiges Modell zu trainieren.

Das münsterländische Unternehmen "Zauberzeug" aus Havixbeck hat dieses Problem frühzeitig erkannt und eine Lösung entwickelt, die „Learning Loop“. Die "Zauberzeug Learning Loop" bietet Unternehmen die Möglichkeit, mit nur wenigen Bildern zuverlässige Computer Vision-Modelle zu trainieren. Dafür stellt „Zauberzeug“ den Unternehmen eine leistungsfähige no-code Web-Plattform zur Verfügung. Der Trainingsprozess kann ohne KI-Expertenwissen über die intuitive Kanban-Benutzeroberfläche durchlaufen werden.

Darüber hinaus können Nutzer über eine einfache API laufend neue Bilder aus ihrem eigenen Anwendungsfall hochladen. Diese werden automatisch sortiert und priorisiert. Nur Bilder, die einen echten Mehrwert für die KI liefern, müssen annotiert werden. Qualität statt Quantität, also. Die Gesamtmenge der zu verarbeitenden Daten kann so deutlich reduziert werden.

Nach dem Annotieren fließen die neuen Daten in das nächste Training ein. Das daraus resultierende KI-Modell lässt sich anschließend bequem aus der Weboberfläche auf den Produktionssystemen installieren, um anschließend neue Bilder zu verarbeiten. Alles in allem ist dieser Prozess sehr ähnlich zu Teslas Flotten-Lernen.

Mehr Infos gibt’s hier.

Lukas Rengbers, FH Münster, Technologiescout, Mitarbeiter des MakerSpace Steinfurt

6
Gemeinsame Datenökosysteme ohne Gefährdung von Geschäftsgeheimnissen oder geistigem Eigentum

22.08.2022: Jeder, der sich bereits mit Anwendungen der künstlichen Intelligenz oder des maschinellen Lernens beschäftigt oder diese einsetzt, hat sicherlich schon festgestellt, dass Daten unerlässlich sind, um zuverlässige Vorhersagen beispielsweise über die Produktionsqualität (Predictive Quality) oder ausfallende Maschinenteile (Predictive Maintenance) zu erhalten. Produktionsdaten können darüber hinaus aber auch dazu beitragen, die Gesamtanlageneffektivität zu erhöhen und vieles mehr.

All diese Daten selbst zu generieren, bis genügend Daten zur Verfügung stehen, ist häufig ein zeitraubendes Unterfangen. Einfacher wäre es, wenn Unternehmen die im Produktionsprozess generierten Daten untereinander "austauschen" würden, um KI-Modelle zu trainieren. Viele Unternehmen sehen dabei jedoch ihre Geschäftsgeheimnisse gefährdet oder befürchten eine Bedrohung des geistigen Eigentums.

Durch den Einsatz von Federated Learning steht einer vertrauensvollen Zusammenarbeit auf allen Ebenen nun nichts mehr im Wege, da nichtmehr zwangsläufig die Daten, sondern das aus ihnen generierte Wissen geteilt wird.

Der Anbieter Apheris hat eine Plattform entwickelt, auf der Daten von mehreren Unternehmen zum Trainieren von KI-Modellen genutzt werden können, ohne dass deren Geschäftsgeheimnisse, Datenschutz oder geistiges Eigentum gefährdet werden.

Daten sind nicht nur in der Fertigung wichtig. Weitere Anwendungsbereiche findest du auf der Website des Anbieters.

Die Apheris-Plattform.

Wie Federated Learning funktioniert.

Lukas Rengbers, FH Münster, Technologiescout, Mitarbeiter des MakerSpace Steinfurt

7
Predictive Maintenance-Stammtisch am 07.09. – ich bin dabei, Du auch?

19.08.2022: Die Innovationsberatungsabteilung der WFG Borken veranstaltet den PdM-Stammtisch vier mal im Jahr. Dabei können sich alle PdM-Interessierten zu dieser Thematik austauschen oder erste Erfahrungen sammeln. 

Der nächste Stammtisch findet am 07.09 von 17:30-19:00 Uhr im Bonfire in Borken statt. 
Im Fokus dieser Veranstaltung steht die Erklärung und Anwendung des PdM-Leitfadens für kleine und mittlere Unternehmen. 

Mit dabei sind Birgit Helms, Franz-Josef Peitzmann und Bernd Liesbrock. 

Weitere Infos gibt’s hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

8
Für die Energiewende brauchen wir Batteriefabriken – aber wo?

03.08.2022: Bis zum Jahr 2030 braucht Europa mindestens 20 Gigafactories zur Batterieherstellung, um der steigenden Nachfrage nach technologisch fortschrittlichen Batterien gerecht werden zu können.

Aber wo sollen diese Produktionsstätten in Hinblick auf Kosten, Kompetenzen, Know-how, der Verfügbarkeit sauberer Energie und vieler weiterer Faktoren gebaut werden? Dieser Frage sind Forscher der WWU Münster nachgegangen. 

Die Untersuchungen zeigen, dass Frankreich, Litauen und Deutschland geeignete Standorte sind. Jedoch ist kein EU-Land in allen Faktoren führend, sodass die Hersteller von Batterien die einzelnen Faktoren gegeneinander abwägen müssen, um einen geeigneten Standort zu ermitteln.

Weitere Infos gibt’s hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

9
Weg vom Fließband – helfen flexible Fertigungsinseln bei der Individualisierung der Produktion?

27.07.2022: Hohe Produktivität bei größtmöglicher Flexibilität – diese Anforderungen sind besonders in den letzten Jahren deutlich geworden und wurden besonders durch Lieferengpässe verstärkt. 
Audi untersucht nun, ob der Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen und flexiblen Fertigungsinseln neben der herkömmlichen Fließbandfertigung sinnvoll ist. Die Montage kann so flexibler und einfacher an Angebot und Nachfrage angepasst werden. 
Das Pilotprojekt betrifft die Montage von kundenspezifischen Türinnenverkleidungen. Hier werden beispielsweise Beleuchtungselemente oder Sonnenrollos eingebaut. Sobald diese Ausstattungsvariante nicht konfiguriert ist, überspringt das Fahrzeug diese Fertigungsinsel und läuft weiter am Fließband. 
Weitere Infos gibt’s hier: MaschinenMarkt
Ist es an der Zeit, unsere altbewährten Fertigungssysteme zu überdenken und sie mit Hilfe neuer Technologien fit für die Anforderungen der heutigen Zeit zu machen?

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

10
Einfach machen! – 17-jähriger Tüftler aus Telgte fliegt zur NASA!

20.07.2022: Ob Motorrad schrauben, Betonmöbel bauen oder ein ganzes Heimkino erschaffen – von Mats Schulte können wir uns alle eine Scheibe abschneiden! Für den 17-Jährigen geht nun ein Traum in Erfüllung: Der Schüler darf zur NASA nach Houston fliegen und dort innerhalb eines Planspieles eine Mars-Mission konzipieren.

Mehr über den Tüftler gibt’s hier: ARD-Mediathek

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

11
Ketchupflaschen und Roboter – wie passt das zusammen?

13.07.2022: Eine Ketchupflasche kann man auf den Kopf halten, ohne dass der Ketchup rausfließt. Mit ausreichend Druck kann der Ketchup aus der Flasche gedrückt werden. Drückt man zu feste, spritzt der Ketchup unkontrolliert heraus – was eine Sauerei!

Dieses Prinzip der Drucksteuerung über ein sogenanntes hysteretisches Ventil macht sich eine Forschergruppe aus den Niederlanden zu Nutze, um softe Roboter automatisch auf ihre Umgebung reagieren zu lassen. Durch die Steuerung per Ventiltechnik wird eine Computersteuerung überflüssig, weshalb die weichen Roboter extrem energieeffizient handeln können.

Wie cool ist das denn? Mehr Infos und ein Video gibt’s hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

12
Fit für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz?

11.07.2022: Das Thema Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist in aller Munde: nicht zuletzt wird dieser Technologie das Potential zugeschrieben, unsere Unternehmen und die Gesellschaft zu revolutionieren.

Was aber ist Künstliche Intelligenz genau? Und wo liegen ihre Grenzen? Für welche Problemstellungen lässt sich Künstliche Intelligenz in Unternehmen wertschöpfend einsetzen und welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden?
Diese und weitere Fragen beantwortet die Weiterbildungsreihe „Künstliche Intelligenz“, welche das IPD in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW e.V.) anbietet.

Vom 19. Oktober bis 30. November lernst du in vier Seminaren wichtige Grundlagen der Künstlichen Intelligenz kennen.

Nähere Informationen zur Weiterbildungsreihe erhältst du hier.

Weitere Infos zum Institut für Prozessmanagement und Digitale Transformation (IPD).

Lukas Rengbers,  FH Münster, Technologiescout, Mitarbeiter des MakerSpace Steinfurt

13
Von Pixeln zu Polygonen – Innovative Anwendungen durch Photogrammetrie und Machine Learning

20.06.2022: Ein beliebtes Werkzeug zur Erstellung von 3D-Modellen ist die Photogrammetrie. Bei diesem Verfahren wird ein Objekt aus verschiedenen Positionen und Winkeln fotografiert. Anschließend verwendet die Photogrammetrie-Software die bei der Aufnahme des Fotos aufgezeichneten Metadaten (Fokuslänge, Parameter der Kamera usw.) sowie Pixelwerte, um die Position der Kamera während der Aufnahme mithilfe von Algorithmen des maschinellen Lernens zu berechnen. Anschließend wird ein dreidimensionales Netz des Objekts berechnet. Das resultierende Netz enthält zunächst keine farbige äußere Erscheinung. Die Software versieht dann die Oberflächen des dreidimensionalen vernetzten Objekts mittels so genanntem "Texture Mapping" mit 2D-Bildern (den so genannten Texturen). Bisher benötigte die Photogrammetrie-Software viele Minuten oder sogar Stunden, um 3D-Modelle aus Fotos zu berechnen. Darüber hinaus war eine große Anzahl von Fotos mit überlappendem Inhalt erforderlich, damit die Software das Objekt zufriedenstellend rekonstruieren konnte.

Nvidea hat nun das Produkt "Instant NeRF" entwickelt. Dieses verspricht die Rekonstruktion von 3D-Modellen durch eine geringe Anzahl von Bildern in wenigen Minuten und reduziert damit die Renderingzeit drastisch. Dabei wird das Licht aus einem Foto dekonstruiert (Reverse Ray Tracing - neuronale Strahlungsfelder). Die KI-Methoden versuchen also, die Funktionsweise des Lichts zu verstehen, um so die Position von Objekten aus Fotos zu bestimmen.

Google verfügt bereits über eine große Auswahl an Bildern aus Satellitendaten, Streetview 360°-Fotos und Nutzerfotos und will diese nun für seine neue Google Maps-Funktion "Immersive View" nutzen, um 3D-Modelle ganzer Städte zu erstellen. Damit können Nutzerinnen und Nutzer in Zukunft neue Orte auf immersive Art und Weise entdecken. Dies wird sicherlich auch einen großen Mehrwert für das Metaverse bieten.

Auch die Stadt Münster ist in diesem Bereich aktiv und hat gemeinsam mit der Fachhochschule Münster eine smarte Stadterkundungs-App für Android und IOS entwickelt, die mittels Augmented Reality (AR) virtuelle Objekte an ausgewählten Orten erlebbar macht. Die App heißt "Explore Münster - dein Stadtrundgang" und ist nicht nur für Gäste eine tolle Möglichkeit, die Stadt aus einer völlig neuen Perspektive zu erleben.

NVIDIA Instant NeRF: developer.nvidia.com

Google Immersive View: www.googlewatchblog.de

Explore Münster – dein Stadtrundgang: www.xn--mnster-inside-wob.de

Lukas Rengbers, TAFH Münster, Technologiescout für Digital Solutions

14
Neuromorphe Computerchips - Computer nach dem Vorbild des Gehirns

13.06.2022: Schon immer hat sich der Mensch von der Natur zu neuen technischen Innovationen inspirieren lassen. So hat die BASF Coatings in Münster eine Oberflächenbeschichtung für Flugzeuge entwickelt, die eine Haifischhaut nachahmt, um den Treibstoffverbrauch zu senken.

Diese Übernahme aus der Natur findet sich auch in der neuen Generation von Computern wieder. Sogenannte neuromorphe Computer basieren nicht auf der Von-Neumann-Architektur, die eine klare Trennung zwischen Speicher und Prozessor vorsieht und bisher vor allem in Smartphones, Computern etc. zu finden ist, sondern sind den neuronalen Netzen des Menschen nachempfunden. Das Problem der begrenzten Übertragungsgeschwindigkeit von Daten zwischen dem Speicher und dem Prozessor besteht im Gegensatz zur Von-Neumann-Architektur nicht (Von-Neumann-Flaschenhals).

Es muss also eine völlig neue Technologie eingesetzt werden, um die technische Leistungsgrenze heutiger Computer zu überschreiten. Neben den Quantencomputern sind neuromorphe Computerchips in der Lage, Informationen gleichzeitig zu verarbeiten und zu speichern. Sie sind damit nicht nur schneller, sondern auch wesentlich energieeffizienter.

Insbesondere das Training großer ML-Modelle erfordert mit herkömmlichen Computern extrem große Mengen an Energie. Da diese Energie bislang nicht notwendigerweise aus erneuerbaren Quellen stammt, steigt mit zunehmender Datenverarbeitung auch der Kohlendioxidausstoß.

Funktionsweise am Beispiel des Intel Loihi 2 Chips

Lukas Rengbers, FH Münster, Technologiescout, Mitarbeiter des MakerSpace Steinfurt

15
Kerith GbR aus Münster gewinnt StartUp-Wettbewerb – Energiemanagement wichtiger denn je!

03.06.2022: Eine Energieberatung ist eine Momentaufnahme – danach steigt der Gaspreis, es gibt kein Öl mehr und Krisen erfordern ein Umdenken. Was nun?
Die Kerith GbR aus Münster hat einen Energiestrategie-Monitor entwickelt, welcher Unternehmen bei der Planung von Energieressourcen und Entwicklung von Energiesparmaßnahmen hilft. Dabei werden dynamische Faktoren berücksichtigt, um die Bewertung einzelner Maßnahmen möglichst situationsgerecht durchführen zu können. 
Der Digital Summit Euregio prämierte diese Idee mit einem StartUp-Award. Herzlichen Glückwunsch an das Team von Kerith GbR!

Mehr Infos gibt’s hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

16
Fotorealistische Bilder aus deiner Vorstellung durch eine einfache Textbeschreibung erhalten

03.06.2022: Auf der Suche nach Bildern für unseren TechKompass habe ich mehrere Stockfotografiesammlungen durchforstet, um ein geeignetes Bild zu finden, das meinen Vorstellungen entsprach. Am Ende entsprachen einige der ausgewählten Bilder nicht exakt meinen Vorstellungen. Die Erstellung des Bildmaterials durch einen externen Dienstleister wäre mit viel Absprache und hohen Kosten verbunden gewesen.

Geht das nicht auch einfacher und schneller?

Die Antworten liefern Google mit dem Produkt "Imagen" und OpenAI mit "DALL-E 2". Bei den Produkten handelt es sich um sogenannte Text-zu-Bild-Diffusionsmodelle mit tiefem Sprachverständnis. Durch eine einfache Beschreibung des vorgestellten Bildes, wird dieses von der KI in Sekundenschnelle erstellt. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Um den Text zu verstehen, greifen die Produkte auf die Leistungsfähigkeit großer Transformer-Sprachmodelle wie GPT-3 zurück. Weitere Anwendungsfälle sind auf den unten aufgeführten Herstellerseiten zu finden. Die Funktionalitäten der Modelle werden in den unten aufgeführten Blogbeiträgen beschrieben.

Google Imagen: imagen.research.google
Google AI Blog: ai.googleblog.com

Dall-E 2: openai.com/dall-e-2/
Dall-E 2 Blog: assemblyai.com/blog/how-dall-e-2-actually-works/

Wenn das Metaverse die Masse erreicht, werden sicherlich viele 3D-Modelle benötigt werden. Werden diese in Zukunft ebenfalls durch Diffusionsmodelle erstellt werden können?

Lukas Rengbers, FH Münster, Technologiescout, Mitarbeiter des MakerSpace Steinfurt

17
Verhinderung von Produktrückrufen durch digitale Fremdkörpererkennung aus dem Münsterland!

19.05.2022: Wir alle kennen die Produktrückrufaktionen von Lebensmittelherstellern aus den Medien. Ein Grund für den Rückruf sind oft Fremdkörper, die bei der Produktion oder Abfüllung nicht erkannt wurden. Die CLK GmbH hat sich des Problems angenommen und gemeinsam mit Prof. Jürgen te Vrugt von der FH Münster die Systemlösung "MultiCheck" entwickelt. Die Lösung wurde nun mit dem technologietransfer-Preis seifriz 2022 ausgezeichnet.

Das optische System kann Fremdkörper bei der Abfüllung von Gutströmen mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit erkennen, sofern sie sich farblich von dem abzufüllenden Gut unterscheiden und eine Größe von mindestens 2 mm x 2 mm haben. Damit lassen sich auch Fremdkörper aus Kunststoff erkennen, für die elektromagnetische Verfahren ungeeignet sind.

Der Gutstrom wird im freien Fall von vier Kameras verfolgt. Es werden mehrere Bilder einer Fallsequenz ausgewertet, so dass auch Fremdkörper, die sich in der Mitte des Gutstroms befinden, erkannt werden können. Unterstützt wird die sichere Detektion durch den Einsatz einer leistungsstarken LED-Beleuchtungseinheit. Das System kann bis zu 100 Abwürfe pro Minute zuverlässig auf Fremdkörper untersuchen.

Durch die Anpassungsfähigkeit an nahezu jede Mehrkopfwaage ist die Systemlösung sicherlich für viele Anwender interessant.

Die Produktbroschüre gibt’s hier.

Lukas Rengbers, FH Münster, Technologiescout, Mitarbeiter des MakerSpace Steinfurt

18
Intelligente Schraubverbindungen – Drehmoment adé?

11.05.2022: Hinter Schraubverbindungen steckt viel mehr als nur eine Schraube und eine Mutter. Durch das Drehen eines Innengewindes in ein Außengewinde entsteht eine Vorspannkraft, welche für das „Halten“ einer Schraubverbindung sorgt. Die Vorspannkraft ist allerdings nur schwer zu ermitteln, weshalb man sich an Hilfsgrößen – meist dem Drehmoment – orientiert. Diese Hilfsgrößen sind aber stark abhängig von Störgrößen wie zum Beispiel dem Reibwert.

Forscher vom Fraunhofer CCIT haben daher eine intelligente Schraube entwickelt, die die erzeugte Vorspannkraft messen kann. Dies geschieht durch eine druckempfindliche Sensorik. Neben der genauen Erreichung der richtigen Vorspannkraft beim Schraubvorgang zeigt die intelligente Schraube auch Vorteile hinsichtlich der Instandhaltung von Maschinen.

Mehr Infos ...

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

19
Wirtschaftsschau in Ahaus – am 08.05.2022!

04.05.2022: Auf einer Fläche von ca. 392 Fußballfeldern zeigen über 160 Ahauser Unternehmen, was sie können und was es Neues aus den Branchen gibt. Das Ganze ist unterteilt in die 4 Themenparks:

- Mobilität
- Genuss
- Nachhaltigkeit & Ökologie
- Handwerk

Auch die Westfälische Hochschule hat einen Stand und informiert über Studiengänge – aber nicht auf Papier, sondern mit coolen Techniken zum Anfassen!

Weitere Infos gibt’s hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

20
Optimierung von Prozessparametern durch Methoden der künstlichen Intelligenz

02.05.2022: In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Süddeutschen Kunststoffzentrum (SKZ) hat Frauenhofer Spinn-off Plus 10 das Programm "Darwin" entwickelt, das die Prozessparameter von Spritzgießmaschinen im Hinblick auf kürzere Zykluszeiten optimiert. Außerdem soll die Optimierung die Maschinen in die Lage versetzen, ausschussfrei zu produzieren.

Ermöglicht wird das Projekt durch den Einsatz von KI und maschinellem Lernen. Dabei geht es um das Lernen von Verhaltensmodellen auf der Grundlage hochfrequenter Maschinendaten. Auf Basis des Verhaltensmodells schlägt das System optimierte Prozessparameter vor, die für die nächsten Maschinenzyklen verwendet werden können. Dass aus der Analyse der Maschinendaten gewonnene Wissen kann dann anschließend mit geringerem Aufwand für andere spezifische Maschinen genutzt werden.

Optimierte Prozesse spielen gerade in der nachhaltigen Kunststoffverarbeitung eine wichtige Rolle, weshalb das Forschungsprojekt auch für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft von Bedeutung sein wird.

Hier gibt es weitere Informationen.

Lukas Rengbers, FH Münster, Technologiescout, Mitarbeiter des MakerSpace Steinfurt

21
Technik Expo 2022 Münsterland – angehende Techniker präsentieren spannende Projekte!

27.04.2022: Das Pictorius-Berufskolleg aus Coesfeld veranstaltet am kommenden Wochenende die Technik Expo 2022. Die Techniker-Gruppen aus den Bereichen Elektrotechnik und Maschinenbautechnik präsentieren spannende Projekte und zeigen, welche Innovationskraft im Münsterland steckt! 

Folgende Unternehmen sind vertreten:
-    Trapo AG
-    Elanko Elektro Kock GmbH & Co. KG
-    Heimann Fahrzeugbau GmbH & Co. KG
-    Farmermobil GmbH
-    Krampe Fahrzeugbau GmbH
-    Maschinenfabrik dücker – Gerhard Dücker GmbH & Co. KG
-    WiRoPa GmbH
-    GEA TDS GmbH
-    Wenker GmbH & Co.KG
-    WiPa Werkzeug- und Maschinenbau GmbH
-    J.W. Ostendorf GmbH & Co. KG
-    Klinikum Westmünsterland GmbH
-    Theisen GmbH & Co. KG

Des Weiteren bietet das Pictorius-Berufskolleg allen Interessierten einen Tag der offenen Tür am Samstag (30.04. von 11 bis 14 Uhr).

Mehr Infos...

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

22
Auswertung von Kommerzialisierungspotentialen von wissenschaftlichen Arbeiten mittels KI!

26.04.2022: Technologie- und Wissenstransfer beschreibt den Übergang von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in kommerziell genutzte Produkte oder Dienstleistungen. Sehr viele der heute verwendeten Technologien sind aus jahrelanger Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen, Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen oder Unternehmen hervorgegangen.

Doch welche wissenschaftliche Arbeit hat die besten Chancen, in der Industrie verwertet zu werden? Die große Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen macht dies zu einer großen Herausforderung für die Mitarbeiter der Transferstellen. Bislang lassen sich Gründungs- und Ausgründungspotenziale nur durch manuelles Durchforsten der wissenschaftlichen Arbeiten identifizieren.

Einfacher geht es mit der Lösung von ScoutinScience. Gemeinsam mit der Universität Twente und weiteren Partnern wurde eine Lösung entwickelt, die mit Hilfe von Big Data und Methoden der künstlichen Intelligenz das Kommerzialisierungspotenzial von wissenschaftlichen Arbeiten identifiziert.

Hier geht’s zum Anbieter.

Lukas Rengbers, FH Münster, Technologiescout, Mitarbeiter des MakerSpace Steinfurt

23
Cybersecurity Industrie 4.0 – Vernetzte Produktionssysteme schützen

21.04.2022: So viele Vorteile wie eine vernetzte Produktion bietet, so anfällig ist sie auch gegenüber Cyberattacken. Aber wie schützt man sensible Unternehmensdaten vor solchen Angriffen?
Die IHK Nord Westfalen bietet eine kostenlose Sprechstunde mit Experten auf diesem Gebiet am Dienstag, 26.04 von 15:00-16:30 Uhr an.

Hier geht’s zur Anmeldung.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

24
Maschinelles Lernen in der Produktion – ML4P

13.04.2022: ML4P – Machine Learning for Production ist ein Projekt des Fraunhofer Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung. Das Projekt zielt darauf ab, dass Unternehmen ihre Produktion mit Hilfe von ML-Technologien optimieren können.
Die Grundlage der Prozessoptimierung ist ein wissenschaftlich fundiertes Vorgehensmodell. Nach einer Ist-Analyse identifizieren die Experten Optimierungspotenziale und definieren Ziele für eine effizientere Produktion. Im Anschluss wird ein Konzept für die Implementierung von ML erarbeitet.
Somit soll die Produktion ressourcenschonender, schneller und energieeffizienter gestaltet werden können. Dafür Analysieren ML-basierte Softwaretools Maschinendaten, voraus sich bis dato unbekannte Zusammenhänge erkennen lassen.

Mehr Infos ...

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

25
Roboter, Landwirtschaft und Unkraut – passt das zusammen?

06.04.2022: Laut Rodja Trappe schon! Er konstruiert und baut mit seinem Unternehmen Zauberzeug unter anderem Roboter, die in der Landwirtschaft bei der Unkrautbekämpfung unterstützen sollen. 

Wie die Industrie bemüht sich auch die Landwirtschaft, manuelle Prozesse von Robotern durchführen zu lassen, um den Menschen so von monotonen Tätigkeiten zu entlasten. Dafür kommen modernste Technologien aus Robotik und AI zum Einsatz. 

Und sowas kommt nicht aus dem Silicon-Valley? Nee, Zauberzeug kommt aus Havixbeck im schönen Münsterland! Interesse geweckt?

Weiter Informationen über die Projekte von Zauberzeug gibt’s hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Mehr erfahren
Enabling Networks Münsterland

Als regionale Verbundinitiative unterstützt Enabling Networks Münsterland Unternehmen und Hochschulen im Münsterland dabei, Innovationen zu entwickeln, sie umzusetzen und die richtigen Partner für das Vorhaben zu finden. Dazu gehört auch das Technologiescouting. Dabei entstehen fünf Technologiescouts, die Unternehmen bei der Entwicklung neuer Innovationen unterstützen. Und an dieser Stelle tickern sie regelmäßig über News aus der Technologie-Branche.

Das Projekt Enabling Networks wird im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium NRW gefördert.

Archiv: Vergangene Tech-Ticker-Meldungen

Pushcon Ahaus – für alle, die in ZUKUNFT denken!

30.03.2022: Welche Geschäftsmodelle entstehen im Rahmen großer technologischer Veränderungen? Wie sieht Bildung abseits von Schulen und Lehrbüchern aus? Was ist SmartCity und wie sieht das im Münsterland aus?
Diese und viele weitere Fragen werden von verschiedensten Referenten aus der Region oder von großen Tech-Konzernen beantwortet. Vom 31.03. bis zum 02.04.2022 dreht sich am Tobit Campus in Ahaus alles um unsere Zukunft in der digitalisierten Welt. Für den Einlass gilt die 2G+ Regel, Karten werden ausschließlich online verkauft.
Lust auf Zukunftsmusik?

Weitere Informationen gibt’s hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Bocholt 4.0 – Die Gewerbeschau am 03.04.2022

23.03.2022: Am 03.04.2022 findet die diesjährige Gewerbeschau in Bocholt statt. Über 100 Unternehmen präsentieren sich und ihre spannenden Projekte aus den Bereichen Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung. 
Auch die Westfälische Hochschule wird mit einem Stand vertreten sein und darstellen, wie praxisnahe Lehre im Jahr 2022 aussieht. Welche Unternehmen sind noch dabei?

Eine Auflistung gibt’s hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Rezyklat-Produktion und Weiterverarbeitung aus bedruckten Folien

21.03.2022: Ziel der EU-Kunststoffstrategie ist es, Rezyklatanteile in Kunststoffprodukten und -verpackungen zu erhöhen.
Die Produktion von sog. Post-industrial-Rezyklat (PiR) wurde in der PrintCYC-Inititative (Brückner Maschinenbau, Kiefel, Packsys Global, Profol, Hubergroup Print Solutions, Constantia Flexibles, Erema Annett Kaeding-Koppers) aus bedruckten Folien getestet (BOPP- und LDPE-Folien mit Druckfarbe auf PU-Basis im Flexodruck). Eingesetzt wurde ein mechanischer Recyclingprozess zur Herstellung des hochwertigen Rezyklats mit farbstabilen Eigenschaften. Ebenso ergab die „Bewertung der Umweltauswirkung geringere Treibhausgasemissionen und einen geringeren Energieverbrauch beim werkstofflichen Recycling von LDPE-Folien im Vergleich zur Herstellung von Neuware“ (Kunststoff Magazin).
Mit den Rezyklaten wurden im Anschluss Verpackungsformate wie Beutel, Schalen, Joghurtbecher und Tuben hergestellt. Die Anforderungen in Bezug auf Siegelverhalten, Tiefzug und Kompressionsverformung standen der Neuware in nichts nach.

Hier geht es zum PiR.

Dr. Wiebke Wessling, Netzwerk Oberfläche NRW e.V., Technologiescout für Materials & Surfaces

Unchained Robotics – Start-Up für Automatisierungstechnik aus Paderborn

16.03.2022: Wiederkehrende und einfache Abläufe, die heutzutage nicht mit Robotern ausgeführt werden? Das Paderborner Start-Up Unchained Robotics hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Automatisierungstechniken auch für KMU greifbar und vor allem anwendbar zu machen. 

Das Kerngeschäft des Unternehmens ist ein Marktplatz, auf dem Interessierte Kameras, Greifer und ganze Roboter finden können, um die Automatisierung voranzutreiben. Des Weiteren ist ein Online-Konfigurator Teil des Portfolios von Unchained Robotics. Dieser soll individuelle Automatisierungslösungen aufzeigen.  

Lust auf neue Möglichkeiten der Automatisierung?

Mehr Infos...

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Wie viel Mensch braucht die Maschine? – Spannende Diskussionsrunde im Industriemuseum Textilwerk Bocholt

09.03.2022: Die Zukunft der Arbeit ist vielversprechend – Produktionsstätten fertigen überwiegend autonom und Prozesse sind durch Methoden der Digitalisierung transparent und automatisiert. Wie viel „Mensch“ wird dann noch benötigt?

Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Diskussionsrunde, welche am 10.03.2022 um 19:00 Uhr im Industriemuseum Textilwerk Bocholt stattfindet. Der Eintritt ist kostenfrei, für den Besuch gilt die 3G-Regel.

Weitere Informationen gibt’s hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Schwankungen der erneuerbaren Energieerzeugung mit KI steuern

07.03.2022: Wie wichtig die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und deren Exportlieferanten ist, zeigt sich im Russland-Konflikt. Der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbare Energien wird demzufolge in Zukunft noch deutlich stärker ausgebaut. Die Stromerzeugung unterliegt dabei allerdings großen Schwankungen.

Das internationale Forschungsprojekt „Artificial Intelligence on the edge for a secure and autonomous distribution grid control with a high share of renewable energies (AI4DG)“ soll die zuvor genannten Herausforderung lösen. Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt rund einer Millionen Euro.
Mit dabei ist die FH Bielefeld, welche sich dem dezentral verteilten Einsatz der KI (Edge Computing) beschäftigt. Ziel ist es, den Verbrauch einzelner Haushalter vorherzusagen und die von PV-Anlagen erzeugte Leistung zu prognostizieren.

Hier geht’s zur Pressemitteilung.

Lukas Rengbers, TAFH Münster, Technologiescout für Digital Solutions

KI-Hardware: Veranstaltung am 17. März 2022

04.03.2022: Um Künstliche Intelligenz, kurz KI, in einem Unternehmen etablieren zu können ist die korrekte Auswahl der Hardwarw essenziell. Das Fachseminar des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Lingen am 17. März 2022 gibt Interessierten einen tiefen Einblick in die Möglichkeiten für eine effektive Nutzung von KI.
Neben technischen Inhalten, um die richtige Hardwareauswahl für KI treffen zu können, zeigen die Referenten Christopher Metz (Data Science Center | Universität Bremen) und Dr. Christoph Budelmann (Hochschule Rhein-Waal, Budelmann Elektronik GmbH) in diversen Praxisbeispielen Einsatzmöglichkeiten verschiedener KI-Lösungen auf.

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Lukas Rengbers, TAFH Münster, Technologiescout für Digital Solutions

Best of Industry Award 2022: Jetzt bewerben

02.03.2022: Industrielle Innovationen sind in der heutigen Zeit wichtiger denn je – daher findet auch in diesem Jahr der Best of Industry Award statt. In 31 Kategorien können Unternehmen alle Innovationen der vergangenen zwölf Monate einreichen.

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Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Product Lifecycle Management: Trends für 2022

23.02.2022: Das Product Lifecycle Management hilft bei der Dokumentation des gesamten Produktlebenszyklus. Warum ist das zurzeit so wichtig? Stärkere Vernetzung von PLM und ERP; In Systemen denken; PLM und Kreislaufwirtschaft; Mehr Rechtssicherheit; Schnelle Innovationen.

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Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund

21.02.2022: Was ist Künstliche Intelligenz (KI) eigentlich? Wer gestaltet eine KI und wie wird sich unser Leben durch KI verändern? Fragen wie diese könnt ihr nach dem Besuch der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund beantworten! Aufgeteilt wird die Ausstellung in fünf große Themenbereiche: KI in der Stadt, KI in der Arbeitswelt, KI und Kontrolle, KI Zuhause, Warum KI. Jeder Themenbereich wird in räumlich unterschiedlich gestalteten Miniwelten behandelt. Besonders ist, dass die Besucher KI durch viele interaktiv gestaltete Stationen erleben können.

Hier geht’s zur Ausstellung.

Lukas Rengbers, TAFH Münster, Technologiescout für Digital Solutions

Biobasierte und biokompostierbare Materialien

18.02.2022: Das Unternehmen traceless materials GmbH (aus Hamburg) und das Team um Re:ganic (aus Münster) entwickeln Materialien auf Basis organischer Materialien. Traceless produziert drei unterschiedliche Materialtypen aus Rückständen der Agrarindustrie: flexible Folien, einen formbaren Kunststoff und eine sprühbare Lösung für Beschichtungen. Re:ganic kombiniert organische Fasern bzw. Nebenprodukte mit organischen Bindemitteln zu kurz- oder langlebigen Produkten. Beide Unternehmen tragen somit einen Teil zur Plastikvermeidung in der Umwelt teil.

Zu den Produkten von Traceless ...

Dr. Wiebke Wessling, Netzwerk Oberfläche NRW e.V., Technologiescout für Materials & Surfaces

Flender plant Übernahme von Moventas Gears

16.02.2022: Mit der Übernahme von Moventas Gears holt sich das Bocholter Traditionsunternehmen Flender zusätzliches Know-how aus dem Bereich der Windkraft-Getriebe ins Haus. Geballte Kompetenz, Produkt- und Service-Know-How sowie die Möglichkeiten für Multi-Brand-Service sollen die erfolgreiche Produktmarke Winergy weiter vorantreiben.

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Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Webinare über 5G der DIHK

09.02.2022: Die DIHK bietet im Februar und März 2022 die siebte Staffel der Webinarreihe zu 5G-Campusnetzwerken an.
Im Fokus dieser Staffel stehen Anwendungsbereiche sowie Kooperations- und Erprobungsmöglichkeiten von 5G-Netzwerken. Ein Zukunftsausblick rundet das Programm ab.

Die Veranstaltungen:
15.02.2022: Private 5G – From Lockdown to Freedom
24.02.2022: Potenzielle Anwendungen der Mobilfunktechnologie 6G – Ein Ausblick
03.03.2022: 5G Campusnetzwerke: RAN-Architekturen und Live-Demo
15.03.2022: Einblicke in die anwendungsorientierte 5G und 6G Forschung im Fraunhofer Heinrich-Herz-Institut in Berlin

Weitere Infos hier ...

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Industrie-Trends 2022 – wo geht die Reise hin?

02.02.2022: Flexibel, nachhaltig, individuell. Das sind die Schlagworte, die die Industrie 2022 bestimmen. WeAre, ein Hersteller für Virtual Reality Konferenzsysteme, hat vier wichtige Industrie-Trends für 2022 beschrieben. So sehr uns die Corona-Pandemie zu schaffen macht, so hat sie auch neue Sichten und Denkweisen für die Arbeitswelt mit sich gebracht. Das sind die Industrie-Trends: Remote Work, Digitale Verlaufsräume, Virtuelles Prototyping und Digitales Know-how.

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Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

3G, 2G, 2G+ – und was ist mit 5G?

26.01.2022: Der Mobilfunkstandard 5G ist eine Schlüsseltechnologie für die Industrie 4.0. Vor allem die Vernetzung der Maschinen untereinander und die damit verbundene Möglichkeit der Echtzeit-Analyse der industriellen Produktion beherbergen enormes Potential. Trotzdem zögern besonders KMU mit der Implementierung dieser Technologie, wie eine Projektgruppe des Karlsruher Institut für Technologie feststellt.  
Ein großes Hemmnis ist die bis jetzt nicht vollständig untersuchte Zuverlässigkeit von 5G. Zu Recht äußern viele Unternehmen diesbezüglich Bedenken, da bereits kleine Störungen in der ganzheitlichen Kommunikation zu teuren Produktionsausfällen führen können.

Weitere Infos gibt es in dem Acatech Impuls „5G in der Industrie“. Hier geht’s zum Impuls.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Potenziale für Batterierecycling

21.01.2022: Detaillierte Ergebnisse zu den Entwicklungen des Batterierecyclings haben kürzlich Dr. Sascha Nowak, Bereichsleiter Analytik und Umwelt am MEET Batterieforschungszentrum der WWU Münster, und Kollegen veröffentlicht. Teile des Konzeptentwurfs für die Entwicklung künftiger Recycling-Infrastrukturen zielen beispielsweise darauf ab, Verschraubungen und Verbindungen für eine automatisierte Demontage zu standardisieren. Außerdem sollen wasserbasierte Bindersysteme für Elektrodenmaterialien entwickelt werden, um beim Recycling auf den Einsatz teurer und potenziell toxischer Lösungsmittel verzichten zu können.
Auch das direkte Recycling ist ein Ansatz im Konzeptentwurf. So könnte das Material direkt nach der Reaktivierung durch Relithiierung in neuen Zellen verbaut werden, ohne den Umweg über die vollständige Resynthese der Materialien zu gehen.

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Dr. Wiebke Wessling, Netzwerk Oberfläche NRW e.V., Technologiescout für Materials & Surfaces

VR, AR, XR – alles teuer?

19.01.2022: Das Potenzial in der Nutzung von VR (Virtual Reality), AR (Augmented Reality) oder XR (Extended Reality) ist ungemein groß. Eine Hemmschwelle bei der Implementierung dieser Technologien ist aber oftmals der vermeintlich immense Kostenblock. Stimmt das?

Viele Anbieter stellen ganzheitliche Soft- und Hardwarelösungen bereit, um Prozesse mittels VR zu optimieren, Maschinenfernwartung per AR zu ermöglichen oder Mitarbeiter per XR an Maschinen zu schulen. Eine andere Möglichkeit liegt in der Nutzung von Smartphones und zugehörigen Apps. Das Smartphone als Hardwarekomponente ist seit Jahren fester Bestandteil unseres Alltags, warum nutzen wir es also nicht für die Anwendung neuer Technologien?

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Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

SARS-CoV-2-Frühwarnsystem durch Kombination von KI und Immunologie

17.01.2022: Wie alle Viren mutiert auch das Coronavirus SARS-CoV-2, das heißt, das genetische Material des Virus verändert sich. Derzeit tauchen jede Woche etwa 12.000 neue Sequenzvarianten auf, Tendenz stark steigend. Biontech und InstaDeep haben nun gemeinsam ein Frühwarnsystem entwickelt, das die Modellierung der Struktur viraler Spike-Proteine mit KI-Algorithmen kombiniert, so dass potenzielle Hochrisiko-Varianten in weniger als einem Tag als solche identifiziert werden können, was für die Eindämmung einer Pandemie entscheidend ist.

Während des Versuchszeitraums war das System in der Lage, mehr als 90 % der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) identifizierten Virusvarianten durchschnittlich zwei Monate im Voraus zu erkennen. Darüber hinaus kann das System das Risiko des Virus in Echtzeit überwachen. Biontech und InstaDeep haben damit ein unglaublich wichtiges Instrument zur Bekämpfung dieser Pandemie entwickelt, denn durch die frühzeitige Erkennung von Hochrisikovarianten ist es möglich, nicht nur zu reagieren, sondern im Voraus zu handeln.

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Kathleen Spring, Bioanalytik Münster, Technologiescout für Life Sciences

Eine vollständig grüne Prozesskette

14.01.2022: Das Projekt PHAtex entwickelt eine vollständig grüne Prozesskette, um Textilfäden auf PHA-Basis auf einer wettbewerbsfähigen Basis aus erneuerbaren Rohstoffen herzustellen. Bei PHA (Polyhydroxyalkanoaten) handelt es sich um natürliche Biopolymere, die von Bakterien als Reservestoffe produziert werden. Dabei wird die PHA-Produktion mittels Bakterien an der TU Berlin optimiert, die RWTH Aachen entwickelt ein geeignetes Schmelzspinnverfahren und entsprechende Textildemonstratoren im Strickverfahren werden von der WarmX GmbH hergestellt. Das Projekt läuft bis zum 31.1.2023 und wird vom BMBF gefördert.

Hier geht's zum Projekt PHAtex.

Dr. Wiebke Wessling, Netzwerk Oberfläche NRW e.V., Technologiescout für Materials & Surfaces

Lust auf Batterieforschung?  – Die FFB in Münster sucht spannende Industrieprojekte!

12.01.2022: Die Energiewende ist ein großes Schlagwort unserer Zeit, weshalb sich auch die Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle mit der Forschung über die effiziente Batteriezellproduktion beschäftigt. Um den Spagat zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung zu meistern, sucht die FFB in Münster spannende Industrieprojekte, damit neuste Forschungsergebnisse anwendungsorientiert in die Industrie implementiert werden können.
Dabei liegt der Fokus auf Stromspeichertechnologien, welche unter anderem den Lastspitzenausgleich unterstützen sollen und somit zur Erreichung der ambitionierten Ziele der Klimaschutzpolitik beitragen.

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Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Chemisches Recycling gemischter Kunststoffabfälle

03.01.2022: KIT-Forscher haben ein thermochemisches Pyrolyseverfahren entwickelt, um noch bessere Recyclingquoten für Kunststoffabfälle aus dem gelben Sack zu erreichen. Im Vergleich zum werkstofflichen Recycling, bei dem lediglich sortenreine Kunststoffe wiederverwertet werden, werden beim chemischen Recycling (z.T. verunreinigte) Kunststoffmischungen im Kreislauf geführt. In einem patentierten Trogschneckenreaktor werden Mischkunststoffe (Korngröße < 25 mm) durch Pyrolyse in feste, flüssige und gasförmige Bestandteile zerlegt. Aktuell baut die ARCUS Greencycling Technologies GmbH eine erste Demonstrationsanlage.

Hier geht´s zum Pyrolyseverfahren für gemischte Kunststoffabfälle: Chemisches Kunststoffrecycling salonfähig machen - KIT Research to Business.

Dr. Wiebke Wessling, Netzwerk Oberfläche NRW e.V., Technologiescout für Materials & Surfaces

Mit Licht in den vierdimensionalen Raum blicken

16.12.2021: Ein internationales Forscherteam der WWU Münster und der Universität Birmingham entwickelte erstmals ein Lichtfeld, welches die Struktur des vierdimensionalen Raums widerspiegelt. Derartig strukturiertes Licht kann die Datenübertragung schneller machen. Basierend auf diesen Ergebnissen können zukünftig neue Arten von Laserstrahlen entwickelt werden, die die Datenübertragung schneller und sicherer machen könnte.
Im Life-Sciences-Bereich und in der Gesundheitsversorgung wird die Nutzung von großen Datenmengen immer bedeutender. Auch für sogenannte „Remote-Anwendungen“ beispielsweise in der dezentralen Gesundheitsversorgung von Patienten wie im Homecare-Bereich spielt die Schnelligkeit der Datenübertragung eine enorme Rolle. Somit eröffnen die Forschungsergebnisse eine neue Perspektive, die vielleicht auch im Life Sciences und Gesundheitsbereich Anwendung finden könnten.

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Kathleen Spring, Bioanalytik Münster, Technologiescout für Life Sciences

Digitalisierung fängt bei den Auszubildenden an – bald nur noch das Prüfungszeugnis auf Papier!

15.12.2021: Die IHK Nord Westfalen geht mit gutem Beispiel voran und nutzt die Digitalisierung als Chance! In dem Online-Bildungsportal www.ihk-ausbildungsportal.de sind mehr als 90 Prozent der neuen Aus- und Weiterbildungsverträge digital erfasst. Zudem ist auch das „Berichtsheft“, also der Ausbildungsnachweis digitalisiert. So kann die IHK die darin enthaltenen Informationen schneller zur Qualitätssicherung der Ausbildung nutzen, während auch die Auszubildenen von einer Erinnerungsfunktion bei längerer Nicht-Bearbeitung profitieren. 

Zusammenfassend bietet die Digitalisierung in diesem Beispiel einen erhöhten Service und eine Verkürzung der Bearbeitungszeiten. Welche Bereiche können wir uns noch zur Brust nehmen, um die Digitalisierung voranzutreiben und Papierkram zu vermeiden?

Weitere Informationen gibt es hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Das smarte Labor: Labor 4.0

09.12.2021: Hochkomplexe sowie Routineaufgaben entlang des Probenhandlings und der Analyse der Daten, zusätzlich angetrieben durch die Pandemie, stellen vielfältige Anforderungen an ein smartes „Labor 4.0.“ Die Automatisierung von Prozessen unterstützt durch Roboter und smarte Transportboxen für die Nachverfolgbarkeit von Proben ist ein wichtiger Schritt hin zur Digitalisierung von Laboren. Riesige Datenmengen, die täglich in einem Labor entstehen und viele Informationen enthalten können mittels KI und Maschinellem Lernen bewältigt werden. Diese automatisierten Ansätze bieten großes Potential, diese Aufgabe zu lösen und den digitalen Wandel in Laboren voranzubringen.
Die Entwicklung und Produktion von Laborgeräten sollten zukünftig auf die Vernetzung von Geräten und Daten setzen: Die Usability für den Anwender wird zentral für den Erfolg neuer Laborgeräte sein.

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Kathleen Spring, Bioanalytik Münster, Technologiescout für Life Sciences

Digitaler Zwilling hilft bei Schwingungsminimierung in der Zerspanungstechnik

08.12.2021: Ein digitaler Zwilling ist das virtuelle Abbild eines realen Objektes – mit allen Parametern, die das nachzustellende Objekt liefert. Forschern am Fraunhofer IPT ist es nun gelungen, die Bauteilschwingungen bei der Fräsbearbeitung auf ein Minimum zu reduzieren. Der digitale Zwilling eines Werkstückes hilft bei der Prozessplanung und der Einstellung der optimalen Prozessparameter, um die durch den Prozess ausgelösten Schwingungen möglichst zu vermeiden.

Weitere Informationen gibt es hier.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Nachweis von Antibiotika-Konzentration per Atemprobe

02.12.2021: Erstmals konnte mittels eines Mikrofluidik-Biosensor, der über den Atem die Konzentration von Antibiotika messen kann, die Antibiotikakonzentration im Körper bestimmt werden. Der Mikrofluidik-Biosensor trägt auf einem Polymerfilm befestigte Proteine, die so genannte Beta-Laktam-Antibiotika wie etwa Penicillin erkennen. Der Multiplex-Chip soll zukünftig Antibiotikapegel bei schweren Infektionen stabil halten, die personalisierte Dosierung der Medikamente gegen Infektionskrankheiten vor Ort ermöglichen und helfen, Entwicklungen resistenter Bakterienstämme zu verringern.

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Kathleen Spring, Bioanalytik Münster, Technologiescout für Life Sciences

Standardisierung der Automation

01.12.2021: Die Non-Profit-Organisation Universalautomation.org will die Automatisierung für Unternehmen zugänglicher machen. Daraus resultieren: Die Beschleunigung des technischen Fortschritts und die Erleichterung des Zugangs zur Industrie 4.0.

Wie soll das funktionieren? Mit Hilfe einer gemeinsamen Runtime-Umgebung, die in mechatronische Komponenten integriert werden kann, ist es für die Konzipierung automatisierter Systeme unerheblich, welche (Hersteller-)Hard- und Software verwendet wird.

Wer sich neben zahlreichen Industrieunternehmen, Start-Ups, OEM und Universitäten zu den Revolutionären der Automatisierung zählen möchte, findet hier weitere Informationen.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Makerspace in Bocholt

26.11.2021: Egal ob Hobbybastler, Handwerker oder Startups – hier kann sich jeder kreativ mit Hilfe neuer Technologien entfalten. Das Makerspace in Bocholt bietet: Eine Vielzahl moderner Maschinen, angefangen vom Akkuschrauber bis hin zum 3D-Drucker. Unterstützung bei Hard- und Softwareprojekten. Räumlichkeiten zur kreativen Entfaltung. Kurse in allen Bereichen für jung und alt.

Hier geht’s zu allen weiteren Informationen.

Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

Recyceltes PET für den 3D-Druck

26.11.2021: Auch vor der additiven Fertigung machen recycelte Materialien keinen Stopp. Damit wird Nachhaltigkeit mehr und mehr zum Mainstream. Für das Verfahren der Fused Filament Fabrication entwickelte die Lehmann & Voss Co. KG aus Hamburg jetzt das Filament Luvcom 3F eco PET. Das Material besteht aus 90 Prozent recyceltem PET und ist bis zu 125 Grad Celsius temperaturbeständig. Ideal also für den Einsatz in verschiedenen Industrien von Maschinenbau, über Automobilbau bis hin zur Medizintechnik.

Hier geht's zum Eco-Filament.

Dr. Wiebke Wessling, Netzwerk Oberfläche NRW e.V., Technologiescout für Materials & Surfaces

Nächste Generation an Polymeren für 3D-Druck

25.11.2021: Evonik erweitert global die Palette von bioresorbierbaren Polymeren für den 3D-Druck von personalisierten Implantaten. Die neuen Polymere zeichnen sich durch anpassbare, mechanische Eigenschaften und Abbaugeschwindigkeiten aus, die für maßgeschneiderte und personalisierte Medizinprodukte, wie z. B. orthopädische, zahnmedizinische oder Weichgewebeanwendungen verwendet werden können. Der 3D-Druck ist eine vielseitige und präzise Methode zur Herstellung medizinischer Implantate. Zusätzliche Materialien für den 3D-Druck ermöglichen, dass Gesundheitsdienstleistern und Medizinprodukteherstellern Patienten neue Behandlungsmöglichkeiten bieten können.

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Kathleen Spring, Bioanalytik Münster, Technologiescout für Life Sciences

KI zur Optimierung von Antibiotikatherapie

22.11.2021: Die in Deutschland dritthäufigste Todesursache ist die Sepsis (umgangssprachlich Blutvergiftung). Der Körper des Patienten reagiert dabei übersteigert auf eine Entzündungsreaktion des Körpers. Die körpereigenen Abwehrreaktionen fangen an das eigene Gewebe zu schädigen. Dabei kann die Sepsis nicht nur durch Bakterien, sondern auch durch Viren und Pilze ausgelöst werden. In der aktuellen COVID-19 Pandemie ist die im Krankheitsverlauf häufig auftretende Sepsis die Haupttodesursache.

Entscheidend für das Überleben der Patienten ist eine effektive Therapie mit Antibiotika. Das Forschungsprojekt „DigiSept“ hat dafür nun vom Land NRW eine Förderung  in Höhe von 855.000 Euro erhalten. Durch den Einsatz von Machine-Learning-Modellen in Kombination mit einem Massenspektrometer soll die Behandlung optimiert werden. Ziel ist es, auf Basis von Referenzmessungen der Antibiotika-Konzentration individuelle Dosierungsempfehlungen von Antibiotika zu geben. Das entwickelte KI-Modell kann anschließend problemlos in die Patientendatenmanagementsysteme aller Intensivstationen implementiert werden.

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Lukas Rengbers, TAFH Münster, Technologiescout für Digital Solutions

Recyclingprozess für HDPE

19.11.2021: Die FDA hat für HDPE-Regranulat aus Post-Consumer-Abfällen, welches mit dem Starlinger Recyclingprozess hergestellt und im HDPE-Bottle-to-Bottle- und HDPE-Cap-to-Cap eingesetzt wird, Unbedenklichkeitserklärungen ausgestellt. Dem Recyclingprozess ist auch eine Geruchsentfernungstechnologie nachgeschaltet, die fremde Substanzen entfernt, statt diese mittels Additiven zu binden. Denn in den Kunststoff migrierte Lebensmittelreste verursachen in weiteren Produktionsschritten störende Gerüche. Durch die Kreislaufführung der Verpackungen können demnächst Millionen Tonnen an HDPE-Neuware eingespart werden.

Hier geht's zum Recyclingprozess für HDPE.

Dr. Wiebke Wessling, Netzwerk Oberfläche NRW e.V., Technologiescout für Materials & Surfaces

Hochwirksame und stabile Nanobodies stoppen SARS-CoV-2

18.11.2021: Nanobodies, auch Mini-Antikörper genannt, zeigen erstmals extreme Stabilität und höchste Wirksamkeit gegen das Coronavirus SARS-CoV2 und dessen Varianten. Die Nanobodies, deren Baupläne aus dem Blut von Alpakas gewonnen werden, heften sich an die Bindedomäne, blockieren sie und neutralisieren das Virus. Sie halten Temperaturen bis 95°C aus und lassen sich somit einfacher herstellen, verarbeiten und lagern.
Zwei gekoppelte Nanobodies, welche unterschiedliche Bereiche auf der Rezeptor-Bindedomäne erkennen und dann das Spikeprotein gemeinsam binden, sind sehr resistent gegen die gegenwärtigen Mutationen. Geringste Mengen reichen bei allen Nanobody-Varianten aus, um den Erreger zu stoppen. Nanobodies haben großes Potential für weitere zahlreichen Anwendungen in der Medizin. Mehr Infos ...

Kathleen Spring, Bioanalytik Münster, Technologiescout für Life Sciences

Rezyklate als Ersatz für Primärkunststoffe

05.11.2021: Über eine Datenbank wird es KMU vereinfacht, die passenden Rezyklate für ihre Anwendung zu finden. Dieses Ziel haben sich das Kunststoffzentrum SKZ und Plastship im Projekt SmaKuRez bis Ende Mai 2022 auf die Fahne geschrieben. Kunststoffverarbeitende Unternehmen erhalten somit niederschwellig die Möglichkeit, Mischungen mit einem definierten Rezyklatgehalt anstelle der Primärkunststoffe einzusetzen.

Hier geht's zu SmaKuRez.

Dr. Wiebke Wessling, Netzwerk Oberfläche NRW e.V., Technologiescout für Materials & Surfaces

Projekt Datenfabrik.NRW

05.11.2021: Wie sieht die Produktion der Zukunft aus? Und was muss getan werden, damit das produzierende Gewerbe auch in Zukunft den Anschluss nicht verliert? Diesen Fragen geht nun das Projekt „Datenfabrik.NRW“ nach, das mit fast 9,2 Millionen Euro gefördert wird.
Ziel ist es einen Handlungsrahmen für das Veränderungsmanagement und die IT-Infrastruktur im produzierenden Gewerbe zu erarbeiten, damit dieser wesentliche Wirtschaftstreiber der Region für die digitale Transformation gerüstet ist.

Hier geht’s zur Pressemitteilung.

Lukas Rengbers, TAFH Münster, Technologiescout für Digital Solutions

Startschuss für Smart Factory

03.11.2021: IT und Industrie rücken im Rahmen der Industrie 4.0 immer weiter zusammen. Um aus der Vision „Smart Factory“ eine zukunftsweisende Realität zu machen, hat der Smart Factory Day in der IHK Nord Westfalen einen Grundbaustein gelegt.
An diesem Tag fiel der Startschuss für ein Expertennetzwerk, bei dem rund 100 Unternehmen einen Einblick in die Industrie der Zukunft gewinnen konnten. Dabei ist das regionale Netzwerk „Smart Factory XChange“ entstanden.

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Christopher Langner, Westfälische Hochschule, Technologiescout Engineering Pro

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