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Münsterland ist Klimaland

Klimaschutz im Kreis Warendorf

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Der Kreis Warendorf bildet die östliche Grenze des Münsterlandes und grenzt im Westen an die Kreise Steinfurt und Coesfeld sowie die Stadt Münster. Die 13 Städte und Gemeinden sind das Zuhause von circa 277.000 Menschen. Über 70 Prozent des Kreisgebietes ist landwirtschaftlich genutzt und prägt die typische Münsterländer Parklandschaft.

37 Prozent des jährlich benötigten Stroms wurden 2018 aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Dank der ländlichen Strukturen und der dadurch gegebenen Flächenverfügbarkeit, die eine dicht besiedelte Stadt nicht hat, tragen über 200 Windkraftanlagen und fast 70 Biogasanlagen zu diesem Ergebnis bei. Außerdem produzieren mehr als 10.000 PV-Anlagen auf vielen Dächern Strom aus der Kraft der Sonne. Bis 2030 will der Kreis Warendorf 100 Prozent des Jahresstrombedarfs aus Erneuerbaren Energien produzieren können.

Während beim Strom bereits ein guter Anfang gemacht ist, sind Wärmeversorgung und Mobilität noch große Herausforderungen. Beides sind jedoch auch Themen derer sich die Kreisverwaltung annimmt.

www.kreis-warendorf.de/klimaschutz

Besondere Projekte im Kreis Warendorf

Der Kreis Warendorf setzt sich auch vielfältiger Ebene für mehr Klimaschutz in der Region ein. Dabei befasst er sich nicht nur mit der Stromerzeugung oder der klimaneutralen Mobilität seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern unterstützt zum Beispiel auch die Altbausanierung seiner Bürgerinnen und Bürger.

Eigene Gebäude und Fahrzeuge der Kreisverwaltung

Bei ihren eigenen Gebäuden will die Kreisverwaltung mit gutem Beispiel vorangehen. So wird bei der Beheizung an vielen Standorten auf Holzpellets, Holzhackschnitzel und Solarthermie gesetzt, Gebäude werden mit Wärmenetzen verbunden und Abwärme von Servern wird zum Heizen genutzt. Gleichzeitig wurden Dächer und Fenster erneuert um Heizenergie einzusparen.

Ihren Strom erzeugt die Kreisverwaltung zum Teil selber, zum Beispiel durch eine PV-Anlage auf dem Dach des Kreishauses und einiger Schulgebäude, die verbleibenden Mengen werden als qualitativ hochwertiger Ökostrom zugekauft.

Für kurze Dienstfahrten stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fünf Dienstfahrräder zur Verfügung. Für längere Dienstfahrten ist ein elektrischer Smart seit 2014 Teil der Dienstwagenflotte. Im Jahr 2020 werden weitere vier der insgesamt zehn Dienstwagen gegen elektrische Modelle getauscht, sodass dann 50 Prozent der PKW-Flotte klimaneutral unterwegs ist. Durch das Ermöglichen von Homeoffice-Lösungen werden weitere Fahrten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermieden.

Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf engagiert sich auf vielfältige Weise für den Einsatz erneuerbarer Energien. Sie betreibt zahlreiche PV-Anlagen auf den Gebäuden an ihrem Standort in Ennigerloh, eine große PV-Anlage auf der abgedeckten Deponie kommt ggf. zukünftig hinzu.

Bioabfälle werden teilweise in einer Biogasanlage zur Energiegewinnung genutzt. Das Deponiegas, welches bei Verrottungsprozessen in der Mülldeponie entsteht, wird aufgefangen und in Gas-Blockheizkraftwerken (BHKWs) zu Strom und Wärme. Die Wärme wird zur Beheizung von Gebäuden am Standort Ennigerloh genutzt. Überschüsse werden in Form von heißem Wasser zu einer benachbarten Firma und zur Erwärmung der Ennigerloher Schwimmbäder eingesetzt.

Auch bei der AWG gibt es einen elektrischen Dienstwagen und Energieeinsparungen beim Maschinenpark werden vorangetrieben.

Kompliment Altes Haus! Aktion Altbau

Da die Wärmewende weiterer Unterstützung bedarf und der Kreis Warendorf im Gebäudebestand bei Privatleuten und Wohnungswirtschaft große Effizienzpotenziale sieht, wurde von 2015 bis 2017 gemeinsam mit Partnern aus Handwerk, Energieversorgung und Finanzierung die Sanierungskampagne „Kompliment Altes Haus! Aktion Altbau“ durchgeführt. Am Ende des Projektes standen 22 öffentliche Aktionen, 21 individuelle Sanierungskonzepte, dutzende Presseberichte und Blogbeiträge sowie rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmerder Veranstaltungen.

Des Weiteren bietet der Kreis Warendorf dauerhaft über die Verbraucherzentrale Energieberatungen an und stellt über das landesweite Projekt ALTBAUNEU Informationen und Handwerkerlisten zur Verfügung.

Mit einem Solardachkataster, welches gemeinsam mit den Städten und Gemeinden auf einer Internetseite konzentriert wurde, soll durch unabhängige Information die Nutzung der Sonnenenergie weiter vorangetrieben werden.

Ansprechperson

Marcel Richter, Klimaschutzmanager

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