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52 km auf dem WerseRadweg, mindestens 3 Kugeln Eis und zahlreiche Reisen in die Vergangenheit – in 48 Stunden

48h
Rad & River

Reist auf dem 52 Kilometer langen Teil des WerseRadwegs von Münster bis nach Rinkerode in die Vergangenheit und lasst euch von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten beeindrucken. Entspannt inmitten der Natur und lasst es euch bei einem leckeren Eis so richtig gut gehen.

Tag 1 - tagsüber

Auf den Spuren des WerseRadwegs – 27 km

Packt eure Sachen und macht eure Räder startklar. Von Münster aus geht es auf dem WerseRadweg zu einer entspannten Radtour ins schöne Albersloh immer entlang der Werse. Die Tour beginnt in der Nähe von Gelmer am Dortmund-Ems-Kanal und führt euch auf rund 27 Kilometern auf gut ausgebauten Wegen entlang der Werse duch die schöne Auenlandschaft. Zunächst überquert ihr dabei den Dortmund-Ems-Kanal entweder bei der Neuen Fahrt oder der Alten Fahrt und setzt eure Tour in Richtung Albersloh fort. Im Auwald Stapelskotten, einem Naturschutzgebiet auf einer Fläche von neun Hektar entlang der Werse, könnt ihr die typische Pflanzenwelt der Region bestaunen und mit etwas Glück einen der hier heimischen und seltenen Eisvögel beobachten.

Sehenswert: Immer wieder werdet ihr unterwegs auf imposante Mühlen treffen. Damals war die Verteilung von Mühlen streng geregelt, daher finden sich diese immer wieder entlang des Weges. Eine besonders schöne Wersemühle ist die Pleistermühle bei Münster. Diese ist heute ein beliebtes Ausflugsziel samt Minigolf-Anlage, Kanuverleih und einem Landgasthof. Wer eine kleine Stärkung braucht, kann sich im Biergarten mit Leckereien vom Grill versorgen.

Weiter entlang der Route findet ihr am Infoblock 24 einen tollen Aussichtsturm, der euch einen herrlichen Blick über die gesamte Landschaft ermöglicht. Weil die Lehmböden einen hohen Nährstoffgehalt aufweisen, findet ihr hier ausgedehnte Waldgebiete. Nach dieser kurzen Pause mit herrlichem Ausblick wird wieder in die Pedale getreten. Euer Ziel des heutigen Tages ist nun nicht mehr weit.

In Albersloh angekommen habt ihr euch erst einmal eine Belohnung verdient und könnt in Ruhe ankommen. Macht direkt einen Abstecher ins Eiscafé Etna, das in Albersloh ein beliebter Treffpunkt ist, um auf der schönen Terrasse ein Eis und den netten Blick auf die Werse zu genießen.

Nicht weit von hier ist auch der Werse-Strand. Hier könnt ihr über die Trittsteine im Wasser auf die Insel gehen: der ideale Ort, um zu entspannen. Im Laufe der Zeit ist hier ein Lebensraum für Fische und Kleinstlebewesen entstanden, der Mensch und Natur wieder in Harmonie bringt.

Tag 1 - abends

Chillen & Grillen in Albersloh

Nach einer ereignisreichen Tour könnt ihr eure Gaumen mit Spezialitäten vom Grill verwöhnen. Lasst den Abend im Biergarten vom Hotel Zur Post ausklingen und bucht gleich eure Übernachtung in dem einladenden Gasthof. Der Grillabend findet jeden Samstag bis zum 29. August ab 18 Uhr statt. Denkt an eine rechtzeitige Reservierung. Aber auch an anderen Tagen werdet ihr in dem urigen Restaurant auf der Speisekarte garantiert nichts missen. Wenn ihr es lieber echt „westfälisch“ mögt, ist das Hotel Restaurant Geschermann eine tolle Alternative.

Gut zu wissen: Erstmalig wurde Albersloh im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammt auch die Hallenkirche, denn schon im 13. Jahrhundert wurde die heutige Pfarrkirche St. Ludgerus errichtet. Die Werse prägte das Leben der Menschen zu dieser Zeit stark. Erst mit dem Bau einer Brücke erblühten Handel und Gewerbe in dem kleinen Ort. Montags war immer Waschtag und so trafen sich die Albersloher Frauen an dem Fluss und wuschen gemeinsam ihre Wäsche.

Tag 2 - tagsüber

Das Leben von damals in Drensteinfurt & Rinkerode entdecken - 25 km

Nach einer erholsamen Nachtruhe und einem energiereichen Frühstück geht es heute 25 Kilometer auf dem WerseRadweg nach Drensteinfurt und nach Rinkerode, dem Tagesziel. Doch auch das erste Etappenziel nach 13 Kilometern – der Ort Drensteinfurt – hat einiges zu bieten. Plant daher ausreichend Zeit für eine Erkundungstour ein.

Angekommen stellt ihr eure Fahrräder ab und schlendert über den neu gestalteten Marktplatz zum Haus Steinfurt, das sich in unmittelbarer Nähe zur Altstadt befindet. Auf der Schlossanlage präsentieren sich ein Herrenhaus, zwei Nebengebäude, zwei Torhäuser, eine Wassermühle und die Remise. Der gegenüberliegende Schlosspark lädt zu einem Spaziergang und zum Verweilen ein. Das Haus ist privat bewohnt und kann deswegen nicht besichtigt werden. Neben der Alten Post als das bedeutendste Fachwerkbürgerhaus des Stadtkerns sind auch die Pfarrkirche St. Regina, die ehemalige Synagoge, der jüdische Friedhof und die Loretokapelle einen Besuch wert.

An sommerlichen Tagen verschafft ihr euch Abkühlung mit einer Spezialität aus dem Eishaus. Die Eisdiele findet sich in unmittelbarer Nähe zum Schloss und ist bekannt für die köstlichen Eiskreationen. Ist euch das noch nicht Erfrischung genug, wird euch sicher der Sprung ins kühle Nass bei einem Besuch im Freibad Erlbad Abhilfe schaffen. Das großzügige Freibad mit großer Liegewiese hält zudem viele sportliche Möglichkeiten wie Beach-Volleyball, Basketball und Tischtennis bereit.

Nachdem ihr Drensteinfurt ausgiebig erkundet habt, geht es nun ins zwölf Kilometer entfernte Rinkerode. Ein weiteres Highlight erwartet euch mit dem Mühlen- und Gerätemuseum, das ihr unbedingt besichtigen solltet. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein oder sich zumindest etwas langsamer zu bewegen – und das ist wortwörtlich gemeint. Ausgestellt werden technische Maschinen des Landlebens um das Jahr 1935, die alle in Zeitlupentempo funktionieren. Landwirtschaftliche Geräte aus dem vorherigen Jahrhundert lassen sich in dem Museum erleben, anfassen und begreifen. Bitte kündigt euch rechtzeitig an, denn eine Besichtigung des Museums ist nur nach Vereinbarung möglich.

Tag 2 - abends

Abendausklang bei westfälischen Spezialitäten mit Pfiff im Hotel-Restaurant Lohmann

Den Abend lasst ihr mit einem Abendessen und einer Übernachtung im Hotel-Restaurant Lohmann ausklingen. Genießt eine tolle Kombination aus westfälischer und mediterraner Küche sowie saisonalen Spezialitäten. Anschließend könnt ihr es euch bei einem Wein oder einem frisch gezapften Bier im Kaminzimmer gemütlich machen, bevor ihr zufrieden und glücklich in die Federn sinkt.

Tag 3 - vormittags

Wanderung mit Naturwundern in Rinkerode

Aufgewacht zum letzten Tag der Reise. Stärkt euch erst einmal so richtig am Frühstücksbüfett und startet voller Energie in den Morgen. Bevor ihr die Heimreise antretet, wartet noch eine Entdeckungstour durch Rinkerode und dem Süden Münsters auf euch. Eine schöne Rundwanderung führt auf 17,4 Kilometern an zahlreichen landschaftlichen Höhepunkten vorbei. Es geht durch die imposanten Wälder der Hohen Ward, vorbei an der Pfarrkirche St. Pankratius, dem Wasserwerk der Stadt bis zum Hiltruper See. Hier wird der Wanderweg von einer mittelalterlichen Landwehr gekreuzt, der im 13. und 14. Jahrhundert als Schutzwall diente.

Danach heißt euch die Davert als eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete mit bis zu 150 Jahre alten Eichen und Buchen des Münsterlands willkommen. Wahre Sagen und Mythen von Hexen und Zauberern ranken sich um das traumhafte Stück Natur. Auf den nächsten Kilometern wird euer Weg von Wildapfelbäumen begleitet. Entlang von Feldern geht es vorbei an Ackerflächen, die liebevoll von den Einheimischen „Barons Schafwiesen“ genannt werden, bis zum Haus Borg. Die wunderschöne Wasserburg ist als sogenannte Zweiinselanlage angelegt, die sich in Privatbesitz befindet. Den Abschluss des Rundwegs bildet das Herrenhaus Bisping, ein zum Teil erhaltenes Wasserschloss, welches sich schon in unmittelbarer Nähe befindet.

Jetzt heißt es Abschied nehmen von Rinkerode und die schönen Erinnerungen mit nach Hause nehmen – auf Wiedersehen im Münsterland!

Überblick

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