© Kreis Coesfeld / ZVM
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kommit ins Projekt. NEU LAND ERFAHREN

Neue Mobilität braucht das Land:

Der Kreis Coesfeld ergreift mit einem Zukunftsprojekt die Initiative

Für viele Bürgerinnen und Bürger in ländlichen Regionen ist das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) keine wirklich attraktive Alternative zum Auto, das ist auch im Münsterland nicht anders Gleichzeitig ist das Pendleraufkommen in unserer Region hoch, was zu vielen Problemen führt: Staus auf Autobahnen, verstopfte Einfallstraßen, Parkplatznot, Belastungen für Klima und Umwelt. Nachhaltige Lösungen sind erforderlich, wir müssen Mobilität neu denken.

Verkehrswende im ländlichen Raum bedeutet:
Nähe und Entfernung zusammen zu denken

Vielfach setzen Kommunen den Fokus auf einzelne, lokale Lösungen oder auf nicht besonders flexible „Mobilitätsergänzungsmittel“ wie etwa die Reaktivierung alter Bahnstrecken.

kommit, das Projekt im Kreis Coesfeld, geht neue Wege.

Zusammen mit vielen Projektpartnern, dem Zweckverband Mobilität Münsterland (ZVM) und wissenschaftlich begleitet, setzt der Kreis auf ein umfassendes, integrierendes Mobilitätskonzept – in der Fläche und vor Ort. Die Vision ist ein abgestimmtes Gesamtsystem. Es umfasst die „starke Achse“ - damit ist die Schnellbuslinie und nun auch die ExpressBuslinie X90 gemeint - die Fläche rund um diese Achse wird feingliedrig mit weiteren Mobilitätsangeboten erschlossen und somit kundenfreundliche Verknüpfungen aufgebaut: Bürgerinnen und Bürger werden an der Entwicklung solcher Konzepte beteiligt. Diese Spannweite in den Blick zu nehmen, das macht kommit zu einem besonderen Projekt. Es hat damit die Chance, zu einem Leuchtturm für Mobilitätskonzepte in ländlichen Regionen zu werden – bundesweit.

Design-Thinking im kommit Bürgerlabor Mobiles Münsterland

© Kreis Coesfeld / ZVM

Die Vorgehensweise im Projekt

1. Bestehende Angebote verbessern

Mit dem Projekt kommit möchte der Kreis Coesfeld zeigen: Ein Bus-basiertes System kann auch in Zukunft eine attraktive Alternative zum Auto sein und die angesprochenen Probleme verringern. Dafür fährt seit dem 17. August 2020 der ExpressBus X90 die Achse Olfen-Lüdinghausen-Senden-Münster. Dank reduzierter Haltestellen und eines begradigten Linienwegs kann der X90 deutlich zügiger unterwegs sein als die Schnellbusse. Dazu soll zu einem späteren Zeitpunkt auch die geplante intelligente Verkehrssteuerung auf der Autobahn A43 beitragen.


2. Neue, innovative Mobilitätskonzepte ergänzen

Ein verbessertes Nahverkehrsangebot im ländlichen Raum sollte in der Fläche gut funktionieren – aber nicht nur. Hier kommen neue Formen des individualisierten Nahverkehrs ins Spiel und damit eine kleinräumigere Anbindung. Diese Angebote kennt man bislang nur aus Metropolen. LOOPmünster ist ein gutes Beispiel: Der Nahverkehr auf Bestellung fährt in Münster seit 2020 sehr erfolgreich. Doch auch im ländlichen Nahverkehr sind solche „On-Demand-Services“ attraktiv. Deshalb ist in Senden ab August 2021 ein Hybrid-Fahrzeug – der kommit-Shuttle – mit acht Plätzen als Mitnahme-Service unterwegs. Dieser wird per App gerufen. Unterwegs können weitere Fahrgäste zusteigen. Dieses innovative Angebot hat gleich zwei Vorteile: Es ist klimafreundlicher und die Menschen sind dabei fast genauso individuell mobil wie mit dem eigenen Pkw. Der kommit-Shuttle bringt Sie zum Beispiel auch zur nächsten Mobilstation. Auch diese ist für Senden vorgesehen. Von hier aus sind Weiterfahrten mit dem Bus oder per Car- oder Bike-Sharing möglich.


3. Verhaltensänderung anregen

Im Bürgerlabor sollen Lösungen für einen ganzheitlichen, flächendeckenden Verkehr entstehen. Dabei stehen die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund. Deshalb werden Bürgerinnen und Bürger intensiv an dem Projekt beteiligt. „Welche Anforderungen stellen Sie an Ihre Mobilität vor Ort?“ Diese und viele weitere Fragen etwa zu einzelnen Angeboten sollen im Rahmen von Bürgerbefragungen Antwort finden.

Wir bewegen Mobilität - kommit!

Projektträger, Partner und Förderer

Verantwortliche Projektträger sind

Kreis Coesfeld und
Zweckverband Mobilität Münsterland (ZVM)

Den Laborraum stellt

die Gemeinde Senden

Das Projekt wird gefördert durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Ministerium für Verkehr des Landes NRW
Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)

Mobilitätsdienstleister im Projekt ist

Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM)

Die Bürgerbefragung und wissenschaftliche Begleitung unterstützen

RWTH Aachen, ika – Institut für Kraftfahrzeuge
ISAC – Institut für Straßenwesen
WZL – Lehrstuhl für Produktionssystematik, Werkzeugmaschinenlabor
e.Mobility.Hub GmbH
Dialego AG

Weitere Partner und Dienstleister sind

Münsterland e.V.
Zukunftsnetz Mobilität NRW
TEAM WANDRES Werbeagentur GmbH

Kommit!

PARTNERNETZWERK

Hier finden Sie alle Projektpartner im kommit-Projektteam

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