FAQ - Fragen und Antworten zum Thema "Kulturförderung"

Du hast Fragen rund um finanzielle Förderung für dein Projekt? Kein Problem – niemand weiß alles! Deshalb hat das Kulturbüro hier schon einmal Antworten zu den häufigsten Fragen zusammengetragen.

Wenn du darüber hinaus Beratungsbedarf hast, ruf gerne an oder schicke uns eine E-Mail.

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Häufige Fragen

Welche Förderprogramme gibt es?

Kulturschaffende aus dem Münsterland können sich in erster Linie um finanzielle Unterstützung aus dem Landes-Förderprogramm Regionale Kulturpolitik bewerben, oder um Mittel aus der Stiftung Kunst und Kultur Münsterland. Weitere Förderprogramme, zum Beispiel vom Land NRW, dem Bund oder der EU, finden Sie im Förderkompass. Das Kulturbüro berät dich gerne bei der Suche nach dem passenden Förderprogramm für dein Vorhaben.

Was muss ich für eine Förderung tun?

Bei allen Förderprogrammen musst du einen Antrag stellen. Das klingt oft bürokratischer, als es ist, und das Kulturbüro unterstützt dich dabei. Und vielen Antragstellern hilft dieser Prozess dabei, sich zu fokussieren und sich über die Ziele des Projekts klar zu werden. Das hilft zum Beispiel auch für eine spätere Öffentlichkeitsarbeit. Also: die Mühe ist auf keinen Fall umsonst!
Darüber hinaus musst du im Laufe des Projekts und auch zum Ende hin immer wieder über dein Projekt berichten. Natürlich musst du auch Nachweise erbringen, dass du die Gelder für die im Antrag vorgesehenen Dinge verwendet hast. Das musst du aber auch, wenn du Sponsoren hast.

Wieviel Geld kann ich bekommen?

Das hängt stark vom Förderprogramm ab. Die meisten Programme fördern mit einem sogenannten „Fördersatz“ von bis zu 50 Prozent. Das heißt: Wenn du in deinem Antrag die Gesamtkosten (100 Prozent) für dein Projekt auf 10.000 Euro schätzt, dann kann das Förderprogramm dir einen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro gewähren (50 Prozent). Den Rest musst du dann in Eigenleistung aufbringen, zum Beispiel durch Sponsorengelder, Spenden, Eintrittserlöse etc. (Das nennt man den sogenannten „Eigenanteil“.)

Was ist ein „Eigenanteil“?

Eigenanteil nennt man die Summe, die du für dein Projekt neben dem Zuschuss durch ein Förderprogramm aufbringen musst. Wenn der maximale Fördersatz eines Förderprogramms 50 Prozent beträgt, dann musst du die anderen 50 Prozent der Projektkosten selbst finanzieren. „Selbst“ heißt in diesem Fall nicht, dass du dein privates Konto plündern musst, sondern dass du dich um andere Möglichkeiten bemühst, wie Sponsorengelder, Crowdfunding, Spenden, Eintrittserlöse usw. Wichtig ist, im Vorfeld die Kosten realistisch einzuschätzen, so dass am Ende nicht das Geld für ein außergewöhnliches Projekt fehlt.

Wie lange dauert es, bis ich nach einer Antragstellung Geld bekomme?

Auch das hängt vom jeweiligen Förderprogramm ab. In meisten Fälle gibt es einen Beirat oder eine Jury, die über die vorgelegten Anträge entscheidet. Die Anträge werden zuvor aufbereitet und der Jury zur Durchsicht vorgelegt. Zwischen Antragsfrist und Jurysitzung vergehen oftmals ein paar Wochen, manchmal auch Monate. Im Falle einer positiven Rückmeldung kann es zudem auch noch ein paar Wochen dauern, bis man die Fördergelder abrufen kann. Am besten erkundigst du dich bei den Ansprechpartnern nach den Erfahrungswerten im jeweiligen Förderprogramm.

Was mache ich, wenn mein Antrag abgelehnt wird?

Eine Ablehnung kann verschiedene Gründe haben, die dir auch nicht immer genannt werden können. Oft ist der Grund, dass das Thema oder die Ausrichtung deines Projekts nicht den Förderkriterien des Programms entspricht. Lass dich nicht entmutigen. Es gibt verschiedene Fördertöpfe, aus denen eine Unterstützung möglich ist. Klopf' diese Möglichkeiten ab und stelle gegebenenfalls einen weiteren Antrag. Wichtig ist, dass du nicht versuchst, dein Projekt einem Förderprogramm „anzupassen“, sondern das passende Programm für dein Projekt zu finden. Bleib' dir und deiner Idee treu!

Kann ich mich mit demselben Projekt für verschiedene Förderungen bewerben?

Ja – und nein. Auch das hängt vom jeweiligen Förderprogramm ab. Oftmals schließen sich Förderungen aus, wenn sie sich an den gleichen Förderer richten. Richten sich deine Anträge jedoch an verschiedene Förderebenen, zum Beispiel die Kommune, das Land NRW und den Bund, sollte das eigentlich kein Problem sein. Bei der Suche nach dem richtigen Fördertopf unterstützt dich das Kulturbüro.

Wie weit muss ich mit meinem Projekt sein, um mich um eine Förderung zu bewerben?

Das hängt davon ab, welches Förderprogramm du nutzen willst. Allerdings liegt es in der Natur der Sache, dass das Projekt noch nicht in der Umsetzungsphase sein sollte. Denn eine Bearbeitung und Bewilligung des Antrags nimmt einige Zeit in Anspruch. Zu beachten sind auch die Antragsfristen, die für viele Programme nur einmal im Jahr sind. Von daher ist es sinnvoll, den Gedanken an einen Förderantrag möglichst früh in deine Überlegungen einzubeziehen – und sich rechtzeitig beraten zu lassen.

Welche Aspekte bei einem Projekt werden am meisten gefördert?

Das hängt stark vom Förderprogramm ab. Das Programm Regionale Kulturpolitik bewertet es zum Beispiel positiv, wenn du für ein Projekt möglichst viele Kooperationspartner gewinnen kannst. Denn gemeinsam und im Verbund entstehen häufig noch viel kreativere Ideen, als allein im stillen Kämmerlein. Informiere dich gut über die Förderkriterien des jeweiligen Programms und versuche möglichst objektiv die Chancen deines Projektes einzuschätzen. Aber Vorsicht: Du solltest dein Projekt oder deine Idee nicht völlig abändern, nur um den Kriterien zu entsprechen. Denn dann geht vielleicht deine ursprüngliche Idee verloren.