Unsere Wirtschaft ist klein- und mittelständisch geprägt. Das BIP pro Kopf ist zwar nicht das höchste (43.146 €), aber seit dem Jahr 2012 wächst die regionale Wertschöpfung weitgehend im Gleichlauf zum Land. Bei der Stadt Münster liegt er außerdem bei 63.300 € pro Kopf und damit über dem NRW-Durchschnitt.
Zudem wird der Standort Münsterland geschätzt. Das belegen die Ergebnisse des Kommunalrankings NRW 2025. Dort bekamen zahlreiche Kommunen im Münsterland überdurchschnittliche Platzierungen mit Blick auf die Themen Wirtschaft, Arbeiten, Wohnen und Lebensqualität. Mit in den Top 20 sind Heiden (Platz 7), Altenberge (Platz 9), Oelde (Platz 11) und Drensteinfurt (Platz 12). Den größten Sprung macht Heiden um 178 Ränge. Besonders gute Entwicklungen gibt es auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt sowie bei ausgewählten Aspekten der Lebensqualität.
Landwirtschaft und Produzierendes Gewerbe
Die Landwirtschaft spielt besonders in den Kreisen Borken, Coesfeld und Warendorf eine wichtige Rolle. Insgesamt erwirtschaftet der Sektor 1,9 Prozent der Bruttowertschöpfung – mehr als in jeder anderen NRW-Region – und steuert damit fast 30 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung in NRW bei. Auch deshalb ist der Anteil des Produzierenden Gewerbes, zu dem die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse gehört, mit 28 Prozent der Bruttowertschöpfung höher als im Landesdurchschnitt. Hier sind mit mehr als 145.000 Arbeitnehmern die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu finden. Als bedeutsame Arbeitgeber im Münsterland folgen das Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Handel.
Dienstleistungen
Die Stadt Münster ist als Verwaltungs- und Universitätsstadt ein Dienstleistungszentrum. 89,1 Prozent der Bruttowertschöpfung entfielen zuletzt auf diesen Sektor. Nur in Bonn ist der Anteil höher. Dabei spielt der Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleistungen eine besonders große Rolle und ist mit 36 Prozent so groß wie in keiner anderen Teilregion.
Schwerpunkte
Unsere Wirtschaft zeichnet sich durch eine große Branchenvielfalt aus, ist aufgrund ihrer gewachsenen Struktur aber in den folgenden Bereichen (Clustern) besonders führend: Maschinenbau, Ernährungsgewerbe, Logistik, Gesundheitswirtschaft, wissensintensive Dienstleistungen sowie innovative Werkstoffe und Ressourceneffizienz. Mit dem Ziel, den Wirtschaftsstandort auch langfristig zu stärken, attraktiv zu halten und sich im Wettbewerb der Regionen zu spezialisieren, vereinigen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke ihre Kompetenzen zudem in den Bereichen „Digital Solutions“ (Digitale Lösungen), „Life Sciences“ (Lebens- und Biowissenschaften), „Engineering Pro“ (Moderne Ingenieursleistungen), „Materials and Surfaces“ (Material- und Oberflächenkompetenz) und „Sustainable Eco“ (Nachhaltiges Wirtschaften und ökologisches Bewusstsein). Sie bilden die zentralen Handlungsfelder der Innovationsförderung im Münsterland und werden durch regionale Zusammenarbeit unterstützt.