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Ausbildung 2022 im Kreis Warendorf noch möglich: Ausbildungsprogramm NRW fördert zusätzliche Plätze

Regionalagentur Münsterland informiert: SBH West bietet Jugendlichen und Betrieben mit Fördergeldern Chance auf Ausbildung noch in diesem Jahr

Jugendliche und Unternehmen zusammenbringen: Das ist das Ziel des Ausbildungsprogramms NRW, das jährlich rund 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze fördert. Denn obwohl in manchen Regionen zum Ausbildungsstart 2022 noch Ausbildungsplätze zu vergeben sind, gibt es insbesondere ländliche Regionen, in denen die Nachfrage höher ist, als das Angebot – so auch im Kreis Warendorf. Die SBH West, die sich als regionale Gesellschaft der Stiftung Bildung & Handwerk für Chancengleichheit in Nordrhein-Westfalen einsetzt, informiert Unternehmen in der Region über die Förderung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen. Gleichzeitig unterstützt sie Jugendliche, die jetzt noch auf der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle sind. Die Unternehmen erhalten für die Ausbildungsplätze 24 Monate lang einen Zuschuss von monatlich 325 Euro. 

Alexandra Poppenborg von der Regionalagentur Münsterland beim Münsterland e.V. weiß: „Mit dem Programm haben Jugendliche und Betriebe eine gute Chance, noch in die Ausbildung einzusteigen.“ Und so richtet sie einen Appell an die Unternehmen: „Schaffen Sie zusätzliche Plätze, so können Sie eigenen Nachwuchs und neue Fachkräfte sichern.“ Die Regionalagentur Münsterland ist Teil des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) und fungiert als Schnittstelle zwischen dem Ministerium und der Region, um die Akteure und Unternehmen vor Ort zu unterstützen.

„Wir sind froh, dass wir das Ausbildungsprogramm NRW anbieten können, um Jugendliche und Betriebe passgenau zusammenzubringen“, sagt Michael Willems, Ausbildungsberater bei der SBH West. Ein Garant für das gute Gelingen des Ausbildungsprogramms sei auch die enge Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. „Das Ausbildungsprogramm ist ein guter Weg, um beruflich zu starten. Nach Kontaktaufnahme mit dem Betrieb können Jugendliche ihre Stärken während eines Praktikums unter Beweis stellen. So auch im Betrieb Liekenbröcker in Beckum, in welchem Justin nun zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger ausgebildet wird. Er startet ab dem 01.09.2022 in seinem Traumberuf“, berichtet Willems. Er glaubt, dass auch nach den Sommerferien noch einige Jugendliche ohne Ausbildungsstelle dastehen. „Es ist wichtig, sie anzusprechen und ihnen zu signalisieren, dass sie sich an uns wenden können“, sagt der Experte. „Wir wollen auch Schulen beziehungsweise Berufskollegs ansprechen, um den Jugendlichen, die gerne in einer Ausbildung wären, zu zeigen, dass da für dieses Jahr noch was geht.“

Auch den Betrieben wird im Rahmen des Programms weiterführende Hilfe angeboten, sei es bei der administrativen Abwicklung oder auch bei konkreten betrieblichen Problemen rund um die Ausbildung. Gefördert werden sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitausbildungen, das Verfahren ist für die Betriebe einfach gehalten. Wichtig ist, dass der angebotene Ausbildungsplatz zusätzlich ist, beispielsweise wenn der Betrieb noch nicht oder seit mindestens vier Jahren nicht ausgebildet hat, oder wenn der Betrieb mit der Teilnahme am Programm mehr Ausbildungsverträge als im Durchschnitt der letzten vier Jahre abgeschlossen hat. Finanziert wird das Förderprogramm aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Und es gibt noch weitere Förderprogramme, die bei der Ausbildung helfen: „Mit dem Programm ‚Assistierte Ausbildung‘ gibt es für die Jugendlichen zusätzlich die Möglichkeit, Nachhilfe und Unterstützung zu erhalten, wenn beispielsweise die Noten in der Berufsschule eher durchwachsen sind“, so Alexandra Poppenborg. 

Interessierte Betriebe wie auch Jugendliche können sich bei der SBH West melden: Michael Willems, 02382 88999-18, michael.willems@sbh-west.de. Ebenso stehen die Agentur für Arbeit sowie das Jobcenter für Beratungen bereit.

Weitere Informationen zum Ausbildungsprogramm NRW: 

In NRW ist der Ausbildungsmarkt von großen regionalen Unterschieden gekennzeichnet. Oftmals gibt es in Städten ein Überangebot an Ausbildungsplätzen, in ländlichen Regionen hingegen liegt nicht selten das Angebot deutlich unter der Nachfrage. Für Jugendliche mit eingeschränkten Ausbildungsmarktchancen ist es in diesen Regionen umso schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Zum Ausgleich der regionalen Unterschiede hat die Landesregierung das „Ausbildungsprogramm NRW“ in den Regionen aufgelegt, in denen eine ungünstige Bewerber-Stellen-Relation vorliegt. Hierzu gehört auch der Kreis Warendorf.

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