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Fachtag holt kulturelle Bildung münsterlandweit an die Oberfläche 

„Das Thema kulturelle Bildung muss sichtbar werden und weiter an die Oberfläche kommen“, sagte Andre Sebastian, Leiter des Kulturbüros Münsterland, gestern auf dem regionsweiten Fachtag „Kulturelle Bildung im Münsterland“ in Greven. Selbst aus dem Ruhrgebiet und Rheinland waren Teilnehmer angereist, um sich Input zu holen und sich mit anderen Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen, Kultur-, Bildungs- und Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Künstlerinnen und Künstlern auszutauschen.

Denn kulturelle Bildung sei wichtiger denn je, waren sich die Veranstalter vom Kulturbüro Münsterland, der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung, der Bezirksregierung Münster und der Stadt Greven einig. „Musik, Tanz, Kunst, Theater, Akrobatik – all das stärkt insbesondere junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Alle Akteure müssen an einem Strang ziehen, damit wir diese Chance möglichst vielen Kindern und Jugendlichen bieten können“, appellierte Sebastian vor rund 80 Teilnehmern. „Es gibt bereits zahlreiche Angebote, die jedoch präsenter und auch besser miteinander verzahnt werden müssen. Dazu trägt unser Fachtag bei.“

Wissenschaftliche Rückendeckung kam von Professor Max Fuchs von der Universität Duisburg-Essen. Unter dem Titel „Wozu kulturelle Bildung?“ bezeichnete er Kulturelle Bildung als Grundrecht. Kultur hebe den Menschen von anderen Lebewesen ab und mache ihn vollständig.

Konkret wurde es dann in mehreren Workshops und an Thementischen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Kulturakteure aus dem Münsterland und den anderen Regionen NRWs berichteten von ihren Erfahrungen und kamen so mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch. Mit dabei waren unter anderem das Kunstmuseum Pablo Picasso, DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, die Jugendkunstschule Pink Pop e.V. und create music. Alle Fachtag-Teilnehmer nutzten intensiv die vielen Möglichkeiten zum Austausch und Netzwerken an Thementischen, in Speed-Datings oder kurzen Pausen.

Als Ansprechpartner standen darüber hinaus Peter Vennemeyer, Bürgermeister der Stadt Greven, Georg Veit von der Bezirksregierung Münster und Brigitte Schorn von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW zur Verfügung.

Die Teilnehmenden formulierten schließlich den gemeinsamen Wunsch, kulturelle Bildung im Bewusstsein kommunaler Entscheidungsträger stärker verankert zu sehen. Es dürfe nicht nur um kurzzeitig geförderte Einzelprojekte gehen. Auch die personellen Strukturen müssten langfristig gesichert werden.

Andre Sebastian zog eine positive Bilanz: „Der Fachtag hat uns gezeigt, wie groß der Bedarf nach Kultur ist und hat viele Akteure motiviert, kulturelle Bildung perspektivisch stärker in ihrer Arbeit zu verankern. Wir konnten die Teilnehmer auf den aktuellen Stand bringen, neue Programme und Erkenntnisse vorstellen, und können jetzt von da aus weitermachen.“

Ihr Ansprechpartner

Andre Sebastian Andre Sebastian
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Andre Sebastian
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