Klare Impulse für Kohäsionspolitik und regionale Entwicklung: Verbund regionen.NRW im Austausch mit Bundestagsabgeordneten aus NRW in Berlin

In den aktuellen Reformdebatten auf Bundes- und EU-Ebene spielen auch die Perspektiven der einzelnen Regionen eine große Rolle. Diese mit einzubringen, war Ziel eines Treffens zwischen dem Verbund regionen.NRW und dem Bundestags-abgeordneten Markus Töns jetzt in Berlin.

In dem Verbund haben sich die neun regionalen Entwicklungsorganisationen in Nordrhein-Westfalen sowie die Zukunftsagentur Rheinisches Revier zusammengeschlossen. Für das Münsterland ist Andreas Grotendorst, Vorstand des Münsterland e.V., mit nach Berlin gefahren. Er erklärte: „Gerade in ländlich geprägten Regionen wie dem Münsterland zeigt sich, wie wichtig flexible, aber gleichzeitig auch verlässliche Förderinstrumente für die anstehenden Transformationsprozesse sind. Ob Fachkräftesicherung, nachhaltige Mobilität oder die Stärkung regionaler Wertschöpfung: Wir brauchen Programme, die einfach zugänglich sind und konkrete Projekte vor Ort ermöglichen. Entscheidend ist, dass gute Ideen schnell in die Umsetzung kommen.“

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Zukunft der EU-Förderpolitik nach 2027 sowie die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).
Der Verbund machte deutlich: Förderpolitik muss sich stärker an den konkreten Bedürfnissen vor Ort orientieren. Gleichzeitig braucht es ein besseres Zusammenspiel verschiedener Ministerien und ihrer Förderbereiche, wie Förderungen von Innovationen und Förderungen von Weiterbildungen für Mitarbeitende sowie eine enge Einbindung der Regionen in Entscheidungen.

In der anschließenden Diskussion brachten die Vertreterinnen und Vertreter konkrete Erfahrungen aus ihrer Arbeit vor Ort ein und gaben Hinweise, wie Förderprogramme künftig einfacher und wirksamer gestaltet werden können. Markus Töns, MdB, dankte für die Perspektive aus der Praxis: „Die Kompetenzen für eine wirksame regionale Strukturpoli-tik liegen vor Ort in den Regionen. Der Bund kann die spezifischen Herausforderungen einzelner Räume nicht im Detail kennen. Deshalb braucht es ein starkes Zusammenspiel und gegenseitiges Vertrauen zwischen Regionen, Ländern und Bund. Nur so gelingt es, Förderpolitik zielgerichtet, effizient und nah an den tatsächlichen Bedarfen auszurichten.“

Bereits zuvor präsentierte sich der Verbund im Rahmen des NRW-Sommerfests der Landesvertretung in Berlin (10. Juni) mit einem gemeinsamen Stand und regionalen Spezialitäten. Rund 1500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien nahmen teil. Ministerpräsident Hendrik Wüst betonte: „Wir leben in einer Zeit großer Herausforderungen. Umso wichtiger ist ein neues Selbstbewusstsein der politischen Mitte. Die politische Mitte hat immer wieder bewiesen, dass sie trotz aller Unterschiede gemeinsam gestalten und tragfähige Lösungen finden kann. Wenn wir diese Stärke nutzen und über parteipolitische Schatten springen, werden wir die anstehenden Aufgaben bewältigen, zum Wohl unseres Landes und unserer Republik.“

Der gemeinsame Auftritt unter dem Dach des Verbunds regionen.NRW verdeutlicht den Anspruch, die Interessen der Regionen Nordrhein-Westfalens gegenüber Land, Bund und EU-Institutionen geschlossen zu vertreten und ihre Stärken gebündelt sichtbar zu machen. Der Zusammenschluss besteht seit 2013 und vereint folgende Partner: Zukunftsagentur Rheinisches Revier sowie die neun regionalen Management-organisationen Region Aachen – Zweckverband, Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Regionalmanagement Düsseldorf/Kreis Mettmann, Region Köln/Bonn e.V., Münsterland e.V., Standort Niederrhein GmbH, OstWestfalenLippe GmbH, Regionalverband Ruhr und die Südwestfalen Agentur GmbH.


www.regionen.nrw

Bildunterschrift: Trafen sich zum traditionellen Sommerfest der regionen.NRW in Berlin: (v.l.n.r. stehend) Hubertus Winterberg (Südwestfalen Agentur GmbH), Dr. Stephanie Arens (Südwestfalen Agentur GmbH), Prof. Dr. Peter Gust (Bergische Universität Wuppertal), Wolfgang Marquardt (OstWestfalenLippe GmbH), Carsten Weis (Region Köln/Bonn e.V.), Bertram Gaiser (Standort Niederrhein GmbH), Bodo Middeldorf (Zukunftsagentur Rheinisches Revier). (v.l.n.r. sitzend) Andreas Grotendorst (Münsterland e.V.), Ulla Thönnissen (Region Aachen Zweckverband), Hendrik Wüst (Ministerpräsident Land Nordrhein-Westfalen), Bele Wolligandt (Regionalmanagement Düsseldorf/Kreis Mettmann), Andrea Scharf (Standort Niederrhein GmbH).

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