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Ausmessen einer Eingangstür
© Münsterland e.V./Philipp Fölting
Pressemitteilung

Mehr Barrierefreiheit im Münsterland: Acht Schlösser und Burgen im Münsterland mit „Reisen für Alle“ zertifiziert

Mit kleinen Schritten geht es für die Schlösser und Burgen im Münsterland Richtung Barrierefreiheit. Im Rahmen des EFRE-Förderprojekts „Schlösser- und Burgenregion Münsterland“ haben sich acht von ihnen durch die bundesweit gültige Kennzeichnung „Reisen für Alle“ zertifiziert und bieten ab sofort mehr Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung. Gleichzeitig ermöglichen sie aber auch mehr Qualität, Sicherheit und Komfort für alle Reisenden, wie zum Beispiel Familien mit Kinderwagen, kleinen Kindern oder älteren Menschen.

„Auf dem Weg zu Barrierefreiheit ist das Zertifikat ‚Reisen für Alle‘ ein wichtiger Schritt“, sagt Michael Kösters, Bereichsleiter Tourismus beim Förderprojekt-Träger Münsterland e.V. Er erklärt: „Bei der Zertifizierung geht es nicht darum, wie gut oder schlecht ein Haus in Sachen Barrierefreiheit aufgestellt ist, sondern darum, über die Barrierefreiheit des Hauses zu informieren. So können potenzielle Besucherinnen und Besucher von zu Hause aus entscheiden, ob die Gegebenheiten vor Ort ausreichend komfortabel für sie sind. Dieser Anspruch wird im Tourismus der Zukunft eine große Rolle spielen.“

Zertifiziert wurden Burg Vischering in Lüdinghausen, Haus Siekmann in Sendenhorst, Kloster Bentlage in Rheine, Kolvenburg in Billerbeck, Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde, DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel, Schloss Raesfeld in Raesfeld und Stift Asbeck in Legden.

Der Weg zum Zertifikat startete 2021 mit einem sogenannten „NC QuickCheck Barrierefreiheit“: Ausgebildete Erheberinnen des beauftragten Büros NeumannConsult aus Münster erfassten vor Ort die Gegebenheiten nach klaren Qualitätskriterien und schlugen Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit vor. 

Die Häuser setzten anhand dieser Vorschläge in einem ersten Schritt kleinere und vergleichsweise kostengünstige Maßnahmen um, wie Sicherheitsmarkierungen an großen Glasflächen und -türen, Handläufe an Treppen, mobile Rampen oder eine verbesserte Beschilderung zur Orientierung. Auch intern beschäftigten sich die Akteure der Schlösser und Burgen mit dem Thema: Mindestens ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin nahm an einer Schulung zum Thema „Barrierefreiheit als Qualitäts- und Komfortmerkmal“ teil. Nach der anschließenden offiziellen Erhebung durch das Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ erhielten die Häuser dann das Zertifikat sowie die Berechtigung, damit zu werben. 

Auf www.reisen-fuer-alle.de können sich Gäste nun über die Nutz- und Erlebbarkeit informieren, die für ihren Ausflug oder Urlaub relevant ist, wie zum Beispiel die Breite von Türen und Durchgängen, Anforderungen an sanitäre Anlagen, stufenlose Zugänglichkeit oder ob eine Höranlage vorhanden ist oder Informationen in leichter Sprache zur Verfügung stehen.

Betriebe und Einrichtungen, die sich für das Thema Barrierefreiheit interessieren, können sich den „Leitfaden Barrierefreiheit“ auf www.touristiker-muensterland.de/inhalte/service/downloads herunterladen oder per E-Mail (tim@muensterland.com) als Broschüre bestellen. 

Weitere Informationen: 

„Reisen für Alle“ ist ein bundesweites Zertifizierungs- und Kennzeichnungssystem. Es wird seit 2011 mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums entwickelt und eingeführt. Projektträger und Betreiber des Systems ist das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e. V.

Die Zertifizierung wurde finanziert im Rahmen des EFRE-Förderprojektes „Schlösser- und Burgenregion Münsterland“, das durch den Münsterland e.V. und die vier Kreise sowie die Stadt Münster im Rahmen der Regionale 2016 initiiert wurde und umgesetzt wird. 

Weitere Informationen bietet die Website www.nrw-tourismus.de/reisen-fuer-alle-in-nrw des Tourismus NRW e.V.

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