Wie Nachhaltigkeit zum Wettbewerbsvorteil werden kann

Unternehmen müssen sich nachhaltiger aufstellen, um erfolgreich für die Zukunft zu sein. Dass das keine leere Floskel ist, sondern der Realität entspricht, bewies das Expertenforum „Zukunft Wirtschaft“ im TaT Themenpark Rheine am Mittwoch. Unternehmerinnen, Unternehmer und Gründungsinteressierte waren vom Verbundprojekt „Grünes Gründen Münsterland“, der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH und der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH eingeladen. Insgesamt waren rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort.

„Zwischen Wirtschaft und Klimaschutz steht kein Oder, sondern ein klares Und. Nachhaltigkeit ist kein Auslaufmodell, sondern die Grundlage wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit. Sie reduziert Risiken, stärkt Resilienz und wird damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen“, sagte Prof. Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft (BNW e.V.) in ihrer Keynote. Steigende Kosten fossiler Energien und sinkende Preise für erneuerbare Technologien zeigten klar: Der Wandel sei ökonomisch unausweichlich. Außerdem veranschaulichte sie, mit welchen Strategien Unternehmen Klimaschutz nicht als Pflicht, sondern als Differenzierungsmerkmal nutzen können – gegenüber der Konkurrenz, bei der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften und der Erschließung neuer Märkte.

Anschließend präsentierten verschiedene Best-Practice-Beispiele aus dem Münsterland, wie nachhaltiges Wirtschaften in Zeiten von politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen funktionieren kann. Eine begleitende Ausstellung regionaler Unternehmen sowie ein Get-together boten ideale Möglichkeiten zur Vernetzung zwischen Wirtschaft, Gründerinnen und Gründern sowie regionalen Akteurinnen und Akteuren.

Das Verbundprojekt „Grünes Gründen Münsterland“ wird im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium NRW gefördert. Der Münsterland e.V. setzt es als Leadpartner gemeinsam mit folgenden Partnern um: Handwerkskammer Münster, IHK Nord Westfalen, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf, Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld, Fachhochschule Münster, Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, Technologieförderung Münster und Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt. Laufzeit des Projekts ist bis Februar 2027.

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