Katharina und Clemens Stemmer: Das Münsterland als neue und alte Heimat
Manchmal muss man erst fortgehen, um seine Heimat lieben zu lernen. Bei Clemens Stemmer aus Havixbeck war es so. Der 30-Jährige ist im Münsterland aufgewachsen, zur Schule gegangen, hat hier studiert und, jahrelang im Verein Fußball gespielt. Trotzdem entschied er sich, mit dem Bachelorabschluss in der Tasche nochmal aufzubrechen. „Ich musste einfach mal raus“, sagt er. Andere Orte sehen, neue Menschen kennenlernen. Nun ist der Wirtschaftsingenieur zurückgekehrt – gemeinsam mit seiner Frau Katharina. Gebürtige Thüringerin, ohne Wurzeln in der Region, die meiste Zeit ihres Lebens noch nie einen Fuß ins Münsterland gesetzt. Jetzt tut sie es jeden Tag. Und der Service Onboarding@Münsterland hat sie beim Ankommen in der Region unterstützt.
Wie im Feriendorf
„Als ich das erste Mal in Havixbeck war, kam es mir vor wie in einem Feriendorf“, erzählt Katharina Stemmer. Die 28-Jährige denkt an die heimeligen Bauernhöfe, den schönen Klinker, die vielen Rad- und Reitrouten. „Wo ich herkomme, gibt es das in der Form nicht.“ Aufgewachsen ist Katharina fast 400 Kilometer entfernt in Sülzenbrücken, ein Ort mit knapp 600 Einwohnerinnen und Einwohnern. Für ein Praktikum verließ sie schließlich Thüringen – und lernte in Stuttgart Clemens kennen.