Warst du auch mal überfordert oder ist etwas schiefgegangen?
Ja klar. Wegen der Corona-Pandemie musste mein Podcast-Start gefühlt tausend Mal verschoben werden, da war ich am Ende wirklich verzweifelt. Ich habe immer erst einmal versucht, im Stillen einen klaren Kopf zu behalten und mir einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Wenn das nichts gebracht hat, habe ich Simone, Andre oder Lars um Rat gefragt. Das hat meistens schon geholfen. Und wenn gaaaar nichts geholfen hat, ich geb’s zu, habe ich vielleicht ein oder zweimal ein paar Tränchen verdrückt. Das kam aber Gott sei Dank wirklich in den seltensten Fällen vor.
Schief gegangen ist mein kläglicher Versuch, wie alle Kolleginnen und Kollegen eine Abwesenheitsnotiz während meines Urlaubs zu erstellen. Anscheinend habe ich da etwas falsch angeklickt. Nachdem ich dann eine Test-Email verschickt hatte und nichts passiert ist, habe ich es wieder ausgestellt und dachte, damit sei es gegessen. Kurze Zeit später zeigte mir mein Handy an, dass ich mehrere (!) neue Mails mit dem Probetext für die Abwesenheitsnachricht hatte. Tja ... Ich habe wohl mehreren Leuten die Abwesenheitsnotiz ohne Kontext geschickt. Wirklich beunruhigt hat mich allerdings die Zahl hinter der E-Mail. Da stand nämlich #584. Ich hoffe immer noch sehr, dass die Mail nicht über 584 Mal rausgegangen ist. Das war im ersten Moment wirklich riiiichtig unangenehm, mittlerweile kann ich drüber lachen.
Wem würdest du ein FSJ im Kulturbüro Münsterland empfehlen?
Ich kann es wirklich jeder Person empfehlen, die Spaß am Planen und Umsetzen von Veranstaltungen hat und die gerne mit Menschen in Kontakt tritt. Natürlich wäre es auch nicht schlecht, wenn sie oder er an kulturellen Themen interessiert ist.
Was machst du heute?
Heute studiere ich Kommunikationswissenschaft und Germanistik und produziere zurzeit immer noch den Kultur-Podcast „Mission Weißer Flamingo“. Die Arbeit im Kulturbüro hat mich in meinem Studienwunsch bestärkt und mir beim Selbstmanagement geholfen. Außerdem habe ich sehr viel Spaß daran, das Münsterland durch den Podcast weiter kennenzulernen und neue Menschen zu treffen. Dazu kommt, dass ich viele neue Kontakte knüpfen konnte, die mir heute bei den ein oder anderen Dingen weiterhelfen können.
Möchtest du noch etwas ergänzen?
Ich bin ja eher per Zufall zum Kulturbüro gekommen. Eigentlich wollte ich ein FSJ im Theater machen. Allerdings hat mir das Vorstellungsgespräch und die Fürsorglichkeit von Andre und Lars (Simone war da noch nicht dabei) direkt gut gefallen und deswegen habe ich mich letztendlich gegen das Theater und für ein Büro, in dem ich eigentlich niiiiie arbeiten wollte, entschieden. Und das war goldrichtig. Es war ein Jahr, das ich niemals vergessen möchte und werde. Unter anderem habe ich auch deswegen gelernt, einfach mal das zu machen, was vielleicht nicht an erster Stelle steht und neuen Dingen immer wieder eine Chance zu geben.