Kulturcamp Münsterland 2021
© Münsterland e.V.

Das Morgen selbstbewusst gestalten: Beim Kulturcamp Münsterland diskutierten über 100 kreative Köpfe am digitalen Lagerfeuer

Vernetzung de luxe: Das Kulturcamp Münsterland 2021 brachte gestern einen ganzen Tag lang weit über 100 Kunst- und Kulturschaffende aus dem ganzen Münsterland zusammen. Auf Einladung des Kulturbüros des Münsterland e.V. diskutierten und vernetzten sie sich in über zwölf digitalen Sessions, bei Workshops, interaktiven Vorträgen oder Ideenbörsen. Leitthema: Heute über morgen reden. 

„Es war uns wichtig, nicht zu sehr zurückzuschauen auf das letzte Jahr, das die Kultur unfreiwillig in den Fokus gerückt hat, sondern darüber zu sprechen, was wir daraus für die Zukunft ableiten“, sagte Andre Sebastian, Leiter des Kulturbüros. „In den Diskussionen wurde nicht nur über die Relevanz kultureller Themen gesprochen, sondern auch über die spezifischen Bedarfen und Herausforderungen an unterschiedlichen Orten, von unterschiedlichen Akteuren und Einrichtungen. Diese Heterogenität muss nicht nur heute, sondern auch morgen eine große Rolle spielen.“

Dazu passte auch das Format der Veranstaltung. „Campen steht für Unabhängigkeit, Freiheit und frische Luft. Kultur braucht all das, wie uns die Pandemie noch einmal deutlich vor Augen geführt hat. Das Kulturcamp gibt Impulse, diese Erkenntnis in neue Formate, Ideen und Konzepte umzusetzen und sie proaktiv und selbstbewusst zu vertreten“, betonte Sebastian, der in einem zentralen Studio in Münster am rauchenden Lagerfeuer saß, gemeinsam mit Moderatorin Nathalie Nehues.

Die Teilnehmenden nahmen die Einladung gerne an und „campten“ in immer neuer Zusammensetzung im digitalen Raum. Unter dem Titel „Wir sind die Zukunft?!“ griffen einige FSJlerinnen und FSJler aus der Region das Zukunftsthema direkt auf und sprachen über die Partizipationsmöglichkeiten von jungen Erwachsenen in der Kultur. Eine kurze Befragung von Jugendlichen im Vorfeld hatte eine spannende Diskussionsgrundlage ergeben: 60 Prozent gaben an, nicht genug Partizipationsmöglichkeiten für junge Menschen in der eigenen Kulturszene vorzufinden oder die Möglichkeiten nicht zu bemerken. Am Ende der Session bekräftigten viele Teilnehmende, dass ein regelmäßiger und offener Austausch zwischen Kulturinstitutionen und jungen Erwachsenen wichtig sei, um Hemmschwellen zu überwinden, neue Ansätze gemeinsam zu erarbeiten und beidseitig davon zu profitieren. Junge Erwachsene müssten dafür dort ‚abgeholt‘ werden, wo sie leben und sich wohl fühlen. 
  
Auch andere Programmteile zu Begegnungsorten im ländlichen Raum, kulturellen Veranstaltungen oder Tauschbörsen „Suche Bühne, biete Kunst“ wurden gut angenommen. Neben den digitalen Angeboten trafen sich Schauspielerinnen und Schauspieler vom Münsteraner Stadtensemble mit Akteuren aus dem Münsterland zu insgesamt zwölf „Systemrelevanziergängen“ in Präsenz.

„Neben den konkreten Tipps und Impulsen für die Teilnehmenden ist das Kulturcamp auch für uns ein Wegweiser“, resümierte Sebastian am Ende der Veranstaltung. „Wir werden einige Aspekte mit in unsere Arbeit einfließen lassen, Impulse aufnehmen und weiterverfolgen und auch mit in den Kulturrat Münsterland nehmen.“ Auch über eine Fortführung des Kulturcamps in den kommenden Jahren werde nachgedacht. 

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