Christoph Engl präsentiert im August 2018 die Marke Münsterland.
© Münsterland e.V./Arne Pöhnert

Das Münsterland kommt in Bewegung: erste Projekte im Markenbildungsprozess gestartet

MÜNSTERLAND/MÜNSTER. Mit den drei Projekten onboarding@münsterland, Picknick³ und münster.land.leben gab der Münsterland e.V. heute den Startschuss für die Umsetzungsphase des Markenbildungsprozesses. Gemeinsam mit Akteuren der Region stellte er sie im Speicher 10 in Münster rund 250 Gästen aus Politik und Gesellschaft vor.

Unsere Identität auf den Punkt zu bringen – das war das Ziel des 2016 gestarteten Markenbildungsprozesses. Heute hat der Münsterland e.V. gemeinsam mit Akteuren der Region den etwa 250 Gästen im Speicher 10 in Münster erste Projekte vorgestellt, die die Marke Münsterland erlebbar machen sollen.

„onboarding@münsterland, Picknick³ und münster.land.leben, das sind die drei Projekte, mit denen wir den Startschuss für die Umsetzungsphase des Markenbildungsprozesses geben“, so Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V. „Sie sollen helfen, das münsterländische Lebensgefühl nach innen und außen zu vermitteln, damit Fachkräfte, Touristen und Bürger in unserer Region ankommen, sich wohlfühlen und natürlich auch bleiben.“
Das Projekt „onboarding@münsterland“ soll Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften unterstützen, die Bewerber mit der Region vertraut machen und intensiv über die gute Lebensqualität im Münsterland informieren. „Denn die Wahl des Arbeitsplatzes ist auch eine Entscheidung für den zukünftigen Lebensraum“, erklärt Judith Schäpers, Referentin für Markenentwicklung beim Münsterland e.V. „Es geht darum, die Mitarbeiter nicht nur von Unternehmensseite, sondern auch aus der Region heraus wertschätzend willkommen zu heißen.“ In einer sechsmonatigen Pilotphase soll das Projekt ab Frühjahr 2019 in der Praxis getestet werden. Entwickelt wird es von Unternehmen und Wirtschaftsakteuren der Region gemeinsam mit dem Münsterland e.V.

Picknick³“ greift die Lebensqualität und Identität des Münsterlandes auf. „Regionalmarketing braucht Emotionen und Bilder, die sich leicht transportieren lassen. Das Bild des Picknicks ist Ausdruck für die Lebensart und Landlust in Münster und im Münsterland. Der Zusatz ‚hoch drei‘ formuliert die Idee, dieses Lebensgefühl über Veranstaltungen und Kommunikationsformate auch an ungewöhnlichen Orten, in Unternehmen, in Vereinen oder durch Kunst und Kultur sichtbar zu machen und zu etablieren“, erklärt Dr. André Wolf, der künftig die Regionalentwicklung beim Münsterland e.V. koordinieren wird. Konkret starten wird das Kommunikationsprojekt mit einem Fotowettbewerb, mit dessen Hilfe das besondere Picknickgefühl und besondere Picknickorte im Münsterland eingefangen werden sollen.

Mit dem Projekt „münster.land.leben“, das von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert wird, entwickelt die FH Münster zukunftsfähige Lösungsideen für den Gesundheits- und Versorgungssektor, die das Leben im Münsterland noch attraktiver machen. Carsten Schröder, Vizepräsident für Forschungsmanagement und Transfer an der FH Münster, informierte: „In insgesamt 13 Teilvorhaben soll münster.land.leben den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern, neue Konzepte entwickeln und Maßnahmen langfristig verankern. Dazu gehören beispielsweise ein sektorenübergreifendes und partizipatives Gesundheitsnetzwerk im Kreis Borken und neue, digitale Interaktionsformen zur Förderung der Gesundheitskompetenz von Bürgern im Kreis Warendorf.“

Regierungspräsidentin Dorothee Feller unterstrich: „Im regionalen Wettbewerb müssen Regionen sich positionieren, um wahrgenommen zu werden und um ein eigenes Gesicht zu bekommen. Mit dem Markenbildungsprozess hat das Münsterland einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Jetzt müssen wir alle gemeinsam in der Region unsere Positionierung mit Leben füllen.“

„Die drei Projekte sind ein guter Anfang für alles, was in den kommenden Jahren und Jahrzehnten entwickelt werden muss, damit die Stärken des Münsterlands wahrnehmbarer werden“, betonte auch Oberbürgermeister Markus Lewe bei der Veranstaltung. „Die Themen, die durch die Projekte aufgegriffen werden, betreffen sowohl Stadt als auch Land und bieten genügend Raum, um sich individuell mit den eigenen Bedürfnissen darin wiederzufinden.“

„Wir möchten das Münsterland durch den Markenbildungsprozess zukunftsfähig machen“, sagte Dr. Olaf Gericke, Sprecher der Landräte. „Der ländliche Raum kann von diesen Projekten stark profitieren. Wir wollen zeigen, dass man bei uns gut leben und arbeiten kann – das ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit dem härter werdenden Kampf um Fachkräfte sehr wichtig.“

Für die weiteren Schritte kommt es nun auf die Mitarbeit und die Ideen aller Akteure im Münsterland an. „In den kommenden Wochen werden regionale Veranstaltungen in der Stadt Münster und den Münsterland-Kreisen stattfinden“, gab Heinrich-Georg Krumme, Aufsichtsratsvorsitzender des Münsterland e.V., einen kurzen Ausblick. „Wir freuen uns, wenn in der ganzen Region Menschen unsere Projekte aufgreifen, weiterentwickeln oder auch ganz neue Ideen einbringen.“

Bei den regionalen Veranstaltungen soll insbesondere diskutiert werden, welche Rolle die Marke Münsterland auf lokaler Ebene spielen kann. Möglichst viele Akteure und Multiplikatoren sollen vor Ort informiert und mitgenommen werden. Am 4. September geht die Marke „on Tour“ im Kreis Steinfurt, am 11. September im Kreis Borken und am 24. September im Kreis Coesfeld. Die Termine für den Kreis Warendorf und die Stadt Münster befinden sich noch in Abstimmung.

Auch Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der IHK Nord Westfalen, und Hans Hund, Präsident der HWK Münster, sehen das Potenzial der drei Projekte, insbesondere bei onboarding@muensterland: „Investoren, Fach- und Führungskräfte kommen aktuell nicht nur für den Job – sie kommen, weil sie das perfekte Gesamtpaket für sich und ihre Familien suchen. onboarding@münsterland geht auf dieses Bedürfnis ein und kommuniziert das Münsterland nicht nur als starken Wirtschaftsstandort, sondern auch als qualitativ hochwertigen Lebensraum.“

Weitere Informationen

Der Markenbildungsprozess ist ein Gemeinschaftsprojekt des Münsterland e.V., der IHK Nord Westfalen und der HWK Münster. Er wird durch einen Markensteuerungskreis und einen Arbeitskreis koordiniert und begleitet, in denen Unternehmen, Kommunen und Institutionen des Münsterlandes vertreten sind. Unterstützt wird der Münsterland e.V. bei der Entwicklung und Implementierung durch die auf Markenbildung spezialisierte Managementberatung BrandTrust. Ziel der Anfang 2017 gestarteten ersten Phase war es, eine Markenidentität zu definieren. In der aktuell laufenden Implementierungsphase geht es um die Entwicklung von ersten Projekten.

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