Jedes Fahrrad zählt: Regionsweite Radverkehrsuntersuchung gestartet
Meilenstein für den Radtourismus im Münsterland
Es ist die größte, jemals in der Region durchgeführte Evaluation des touristischen Radverkehrs: Im Auftrag des Münsterland e.V. wird seit November 2021 ein ganzes Jahr lang mit 22 Zählstationen und ab Frühsommer 2022 mit Befragungen im ganzen Münsterland erfasst, wie viele der gezählten Radfahrerinnen und Radfahrer touristisch auf der 100-Schlösser-Route unterwegs sind. Ziel sind zuverlässige und aktuelle Daten als Basis und Entscheidungsgrundlage, wenn es um zukunftssichere, zielgruppengerechte oder neue Angebote geht.
„Wir wissen es längst: Das Münsterland ist Fahrradland. Aber wie viele Touristinnen und Touristen für Tagesausflüge oder Radwandertouren wirklich auf der ‚Königin der Radrouten‘ unterwegs sind, wissen wir nicht. Deswegen ist eine flächendeckende und repräsentative Zählung längst überfällig“, fasst Michael Kösters, Generalbevollmächtigter und Bereichsleiter Tourismus beim Münsterland e.V., die Ausgangslage zusammen. „Die 100-Schlösser-Route ist da als Referenz ideal, denn sie führt über mehr als 1.100 Kilometer durch alle Münsterland-Kreise und die Stadt Münster. Zahlreiche weitere Themenrouten der Region verlaufen teils viele Kilometer auf dieser Premium-Route.“
Zur Messung des Radverkehrsaufkommens auf der 100-Schlösser-Route sind 20 automatisierte, mobile Radzählstationen seit November 2021 für die Dauer von einem Jahr im Einsatz. Sie werden ergänzt um zwei bereits bestehende permanente Zählstationen. „Die Verteilung der Zählstellen orientiert sich an den durchschnittlichen Etappenlängen auf der 100-Schlösser-Route von 50 bis 60 Kilometern, die von Radreisenden im Schnitt zurückgelegt werden“, erklärt Hans-Joachim Gerdemann, Projektmanager für Qualität in der Radregion beim Münsterland e.V. „Auch die Lage zu den besucherstarken Schlössern und Burgen und zu vielbefahrenen Wegabschnitten zwischen den Schlössern war für die Platzierung der Zählstellen mitentscheidend.“