Beruflich hat der Umzug für die Eltern neue Herausforderungen mit sich gebracht, auch wegen der Coronakrise. „Bis die Pandemie einsetzte, hatte ich nicht unbedingt geplant, ganz anders zu arbeiten. Ich wollte eigentlich nur etwas weniger reisen als vorher“, erklärt Michael. Doch dann kam Corona, und der Terminkalender wurde immer dünner: Aufträge wurden verschoben oder ganz abgesagt, Veranstaltungen mit vielen Gästen waren lange gar nicht möglich.
Der Lichtdesigner musste sich neu orientieren. „Einen leeren Terminkalender kannte ich bis dahin nicht, sodass ich mich nach vielen Jahren erstmals wieder um neue Projekte bemühen musste“, sagt er. Mit Erfolg: Michael Kantrowitsch hat sich inzwischen in der Region einen Namen als Lichtplaner gemacht und gestaltet die Beleuchtung für Wohnhäuser, Gärten und Gewerbeflächen. Und er hat sich ein neues Standbein erschlossen, denn er verkauft jetzt auch die Leuchten für die Projekte. In seinem Showroom WarendorfLeuchten können dekorative und funktionale Leuchten erlebt werden. Auch individuelle Beratungen finden dort statt.
Im ersten Corona-Winter hat er seine neue, alte Heimat nicht nur im Kleinen, sondern bei einer großen Veranstaltung mitgestaltet: bei den Warendorfer Weihnachtslichtern. „Die Stadt hatte mich gebeten, mir etwas auszudenken, um den ausgefallenen Weihnachtsmarkt zu kompensieren“, erzählt Michael. Und so erstrahlten in der Adventszeit Gebäude und prägnante Orte in der Altstadt in leuchtenden Farben.