Familie Marks ist aus München zurück nach Warendorf ins Münsterland gekommen.
© Nora Marks

Familie Marks: Von München zurück ins Münsterland

Direkt nach dem Abi ist Thorben Marks aufgebrochen, vom Kinderzimmer in Warendorf ging es als Zeitsoldat quer durch Deutschland. 2016 schließlich kam er zurück ins Münsterland, begleitet von Frau Nora und Sohn Pepe. Die junge Familie hatte München den Rücken gekehrt, wollte in der alten Heimat sesshaft werden. Und zog dafür kurzerhand mit Sack und Pack zurück in Thorbens altes Kinderzimmer.

Raus aus Warendorf, um mehr von Deutschland zu sehen

Angefangen hatte zwischen Thorben und Nora alles mit einer Sandkastenfreundschaft. Ihre Eltern sind seit jeher befreundet, das schweißte auch die Kinder zusammen. Irgendwann wurden die beiden ein Paar, spielten beide in Warendorf Handball, machten dort ihr Abitur. Nur wenige Tage und Wochen später ließen sie bewusst ihre gebürtige Heimat hinter sich. Thorben, selbst Soldatenkind, verpflichtete sich für zwölf Jahre bei der Bundeswehr. „Das war die Chance für mich, mehr von Deutschland zu sehen“, erzählt er. Nora startete in Nürnberg ihre Ausbildung zur Marketingkauffrau. Wenige Jahre später zogen sie in München zusammen, Nora studierte BWL, Thorben an der Universität der Bundeswehr Wirtschaftswissenschaften. Beide fanden gute Jobs in Bayerns Hauptstadt, „München war für uns eine Traumstadt“, erzählen sie. Sie bauten sich dort einen Freundeskreis auf, genossen die Ausflüge in die Berge und lernten die Biergarten-Kultur zu schätzen.

Das Homecoming nach Warendorf

2015 dann kam ihr Sohn Pepe zur Welt. Und mit ihm setzte sich ein neuer Gedanke bei Thorben und Nora fest. Wie wäre es, zurück nach Warendorf zu gehen? „Wir waren ja in München eine junge Familie ohne familiäre Unterstützung, hinzu kam der angespannte Wohnungsmarkt“, erinnern sie sich. Also starteten sie aus der Ferne mit der Job- und Wohnungssuche in Warendorf.

Die Distanz hat die Rückkehr zunächst erschwert

Doch das war alles andere als einfach. „Wohnungen und Häuser gehen in kleineren Städten ja oft unter der Hand weg, meist über Kontakte. Deshalb hatten wir mit unserer klassischen Suche über Portale wie Immoscout keine Chance“, erzählt Nora. Und auch die Job-Bewerbungen, die sie aus München verschickten, stießen auf wenig Resonanz. Kurz vor Weihnachten dann, im Dezember 2016, wagten sie den Schritt trotzdem. Sie packten alles zusammen, ließen München hinter sich, zogen zu dritt in Thorbens Kinderzimmer. „Und ab dann ging alles recht fix“, sagt Nora. Sie fanden in Warendorf eine Wohnung, wenig später auch Jobs, und in einer Kita wurde sogar ein Nachrückerplatz für den kleinen Pepe frei.

Hoher Freizeitwert im Münsterland

Vor einem Jahr dann kam ihr zweites Kind Minna zur Welt, und die Marks waren glücklich, nun in der Nähe ihrer Familien zu sein. „Wir würden nichts anders machen und den Schritt immer wieder gehen“, sagen sie. Zudem sind mittlerweile auch viele ihrer alten Schulfreunde wieder zurückgekehrt – und dem Handball sind sie auch treu geblieben. „In der gleichen Mannschaft, mit den gleichen Leuten. Es ist, als ob man nie weggewesen wäre“, meint Thorben. Ihr Hobby Wandern haben sie ebenfalls aus München mit in die Region gebracht – „das nennen wir dann hier aber Spazierengehen“, sagen sie und lachen. Dafür macht das Radfahren ihnen im Münsterland wieder mehr Spaß. Denn das ist nicht nur um einiges sicherer als in München, sondern dank der fehlenden Berge auch nicht ganz so anstrengend …

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