2015 dann kam ihr Sohn Pepe zur Welt. Und mit ihm setzte sich ein neuer Gedanke bei Thorben und Nora fest. Wie wäre es, zurück nach Warendorf zu gehen? „Wir waren ja in München eine junge Familie ohne familiäre Unterstützung, hinzu kam der angespannte Wohnungsmarkt“, erinnern sie sich. Also starteten sie aus der Ferne mit der Job- und Wohnungssuche in Warendorf.
Die Distanz hat die Rückkehr zunächst erschwert
Doch das war alles andere als einfach. „Wohnungen und Häuser gehen in kleineren Städten ja oft unter der Hand weg, meist über Kontakte. Deshalb hatten wir mit unserer klassischen Suche über Portale wie Immoscout keine Chance“, erzählt Nora. Und auch die Job-Bewerbungen, die sie aus München verschickten, stießen auf wenig Resonanz. Kurz vor Weihnachten dann, im Dezember 2016, wagten sie den Schritt trotzdem. Sie packten alles zusammen, ließen München hinter sich, zogen zu dritt in Thorbens Kinderzimmer. „Und ab dann ging alles recht fix“, sagt Nora. Sie fanden in Warendorf eine Wohnung, wenig später auch Jobs, und in einer Kita wurde sogar ein Nachrückerplatz für den kleinen Pepe frei.
Hoher Freizeitwert im Münsterland
Vor einem Jahr dann kam ihr zweites Kind Minna zur Welt, und die Marks waren glücklich, nun in der Nähe ihrer Familien zu sein. „Wir würden nichts anders machen und den Schritt immer wieder gehen“, sagen sie. Zudem sind mittlerweile auch viele ihrer alten Schulfreunde wieder zurückgekehrt – und dem Handball sind sie auch treu geblieben. „In der gleichen Mannschaft, mit den gleichen Leuten. Es ist, als ob man nie weggewesen wäre“, meint Thorben. Ihr Hobby Wandern haben sie ebenfalls aus München mit in die Region gebracht – „das nennen wir dann hier aber Spazierengehen“, sagen sie und lachen. Dafür macht das Radfahren ihnen im Münsterland wieder mehr Spaß. Denn das ist nicht nur um einiges sicherer als in München, sondern dank der fehlenden Berge auch nicht ganz so anstrengend …