Herr Gärtner, 2023 nahmen Sie erstmals an der RennFietsen Tour teil. Was hat Sie dazu animiert?
Seit vielen Jahren fahre ich Rennrad und wollte schon länger den Sport mit einem sozialen Gedanken verknüpfen. Nur das geeignete Feld hatte ich noch nicht gefunden. Aus unserem Verein, dem DJK Grün-Weiß Albersloh 1954 e.V., war jemand bei der RennFietsen Tour mitgefahren, auch in der Presse habe ich davon gelesen und mich weiter informiert. Im vergangenen Jahr habe ich mich dann tatsächlich angemeldet.
Was hat Sie vor dem Losfahren beschäftigt?
Morgens brachte meine Frau mich zum Flughafen, und ich fragte mich, was wohl auf mich zukommen würde. Schließlich habe ich unter Radfahrern auch schon Konkurrenzdenken, Raserei und Unvernunft erlebt. Ich wusste nur, dass der Grundgedanke der RennFietsen Tour gut zu mir passt. Vor Ort kannte ich keinen einzigen Menschen, es fühlte sich wie ein Abenteuer an.
Wie erinnern Sie sich an Ihre ersten Eindrücke?
Ich war völlig geflasht, wie diszipliniert, solidarisch und aufmerksam die Teilnehmer von der ersten Minute an miteinander umgegangen sind. Alle wurden herzlich empfangen und eingewiesen von den alten Hasen, die bereits öfter mitgefahren sind. Sofort habe ich ein bisschen Wärmestrom gespürt und war sicher, dass ich die Teilnahme bestimmt nicht bereuen würde.
Von Donnerstag bis Sonntag waren Sie gemeinsam unterwegs. Wie haben Sie das Fahren erlebt?
Die Teilnahme erfordert Fahrtechnik und Kondition. Jeder kann mal stürzen oder ein Tief haben, muss konzentriert am Hinterrad bleiben. In der Gruppe fährt niemand fröhlich pfeifend durch die Gegend. Einige könnten sicher deutlich schneller sein, andere müssen sich quälen, um durchzuhalten. Die RennFietsen Tour wird in jeder Hinsicht vorbildlich organisiert. Vor dem beispiellosen Einsatz der Guides zum Beispiel ziehe ich den Hut.