Worüber berichten Sie zum Beispiel?
Oft erwähne ich Kleinigkeiten: ob wir einen Platten hatten, wir etwas Besonderes oder Lustiges gesehen haben und wie das Wetter war. Auch darüber, wo das erfahrene Geld eingesetzt wird, informiere ich. Denn bei der Tour fahren Vertreter der beiden Stiftungen mit, die 100 Prozent der Spenden erhalten. Auf dem Rad hat man viel Zeit zum Reden und so erhalten wir detailliertere Informationen zum Einsatz der Spendengelder. Das motiviert umso mehr. Der Spannungsbogen zieht sich bis zur Bekanntgabe der Spendensumme. Die danach folgende Danksagung ist zugleich eine Einstimmung aufs nächste Jahr.
Spenden die Menschen gerne für die RennFietsen Tour?
Ja, zumal es sich nicht um eine anonyme Spende handelt. Dahinter steht eine Person, in diesem Falle ich, die ihnen zeigt, dass sie eine gute Variante für ihre Spende wählen.
Auch hinter den Kulissen der RennFietsen Tour engagieren Sie sich, diesmal als Organisator des Etappenorts Rheine.
Ich wohne in Greven und bin gebürtiger Rheinenser, nach wie vor bestehen sehr gute Verbindungen in meine Heimatstadt. Ein enger Freund von mir ist Hausmeister des Berufskollegs in Rheine, und als es darum ging, die Dreifachsporthalle für die Übernachtung zu reservieren, reichte ein Anruf. 2023, am Etappenort Greven, steuerten Frauen aus unserem Freundeskreis und der Nachbarschaft einige Salate zum Abendessen bei und zwei Kumpels organisierten die Sitzgarnituren. Große Unterstützung erfahre ich von meiner Frau Dani und meinen Kindern Lina und Jana. Ich freue mich sehr über jede Hilfe und nehme sie gerne in Anspruch. Wenn man die Organisation auf mehrere Schultern verteilt, geht alles leichter.
Mehr als 40 Fahrerinnen und Fahrer nehmen an der RennFietsen Tour teil. Was zeichnet die gemeinsam verbrachte Zeit aus?
Mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Stammfahrer. Interessant ist: Wir sehen uns nur einmal im Jahr und sind dann für vier Tage rund um die Uhr zusammen. Das Miteinander ist total angenehm. Was dazuzählt und viele zunächst nicht bedenken: Wir sind sehr einfach untergebracht, es gibt keinen Komfort. Bis zu 60 Leute übernachten zum Teil in einer Einfachsporthalle, mit wenigen Toiletten und Duschräumen. Drei Nächte auf einer Luftmatratze zu schlafen, kann anspruchsvoll sein.
Welcher Gedanke steht am Ende einer jeden Tour?
Uns ist wichtig, ein Bewusstsein für Kinder in Not zu schaffen, selbst Gutes zu tun und andere zum Mitmachen zu animieren. Und nicht zuletzt ist es ein sehr schönes Gefühl, Gelder für diese Kinder generiert zu haben. Das Ziel der Geschichte steht immer im Mittelpunkt der RennFietsen Tour.