Design Thinking hat zum Ziel, komplexe Probleme zu lösen, neue Ideen zu entwickeln und dabei den Kunden bzw. Nutzer ins Zentrum aller Überlegungen zu stellen. Design Thinking ist damit eher ein Ansatz zum Lösen von komplexen Problemen und zum Entwickeln von neuen Ideen als eine Innovationsmethode.
Voraussetzungen für effizientes Problemlösen mit Design Thinking sind:
- multidisziplinäre Teams (Disziplinen, Alter, Erfahrung etc.)
- die Arbeit in Kreativität fördernden Räumen
- die gemeinsame Entwicklung einer Fragestellung
- die Kenntnis der Bedürfnisse und Motivation von Kunden und
- der Entwurf von Konzepten, die mehrfach geprüft, angepasst und verändert werden.
Design Thinking lässt sich am besten mit „Denken wie ein Erfinder“ übersetzen. Im Design Thinking gibt es sechs Schritte, die im Prozess immer wiederholt werden:
- Verstehen: Verständnis des Problems, Wahl einer geeigneten Fragestellung im Hinblick auf die Bedürfnisse und Herausforderungen des Projekts
- Beobachtung: intensive Recherche und Feldbeobachtung des Nutzers, Gewinnung wesentlicher Erkenntnisse, Abgrenzung der Rahmenbedingungen
- Synthese/Standpunkt bestimmen: Herunterbrechen der gemachten Beobachtungen auf einen einzelnen, prototypischen Nutzer, Definition der Bedürfnisse des Nutzers
- Ideenfindung: Entwicklung und Visualisierung von Ideen
- Prototyping: Erstellung einfacher Prototypen zum Veranschaulichen der Ideen, Test an der Zielgruppe
- Verfeinerung: Lernen auf Basis des Tests an der Zielgruppe, Verfeinerung des Prototyps solange bis ein optimales, nutzerzentriertes Produkt entstanden ist (dieser Schritt kann alle bisherigen Schritte betreffen)
Innerhalb dieser sechs Schritte können die unterschiedlichsten Methoden angewendet werden, wie z.B. die Nutzung von verschiedenen Kreativitätstechniken zur Ideenfindung oder Lego Steinen zum Bau einfacher Prototypen.