Innovationsforum Münsterland © Münsterland e.V./Arne Pöhnert
Innovationsforum Münsterland

Innovationsforum Münsterland

Im Jahr 2013 wurde mit allen Beteiligten des Innovationspreis Münsterland entschieden, ein Veranstaltungsformat in den wettbewerbsfreien Jahren zu etablieren. Dieses Format sollte ein aktuelles "Trend"-Thema bedienen und Mitarbeitern von Unternehmen, Hochschulen und Institutionen aus dem Münsterland eine Plattform bieten, um sich zu informieren und zu vernetzen. 

Im Jahr 2014 kamen Akteure aus der Region zu dem Thema "Klima und Energie" zusammen. Zwei Jahre später fand im Terminal des Flughafen Münster/Osnabrück das Innovationsforum mit dem Titel "Digital take-off" statt.

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Das Innovationsforum wird wie der Innovationspreis von den Sponsoren - den Sparkassen im Münsterland, der Westfälischen Provinzial Versicherung AG und inngoy SE unterstützt. 

Wo wächst die Innovationskultur? Innovationsforum 2018

Innovationen und das Münsterland – das passt zusammen. „In unserer Region gibt es unglaublich viele Unternehmen, die ihre Innovationskultur pflegen, ohne Angst vorangehen und ihren Mitarbeitern Freiräume geben, um Ideen zu entwickeln“, sagte Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V., beim letzten Innovationsforum Münsterland zum Thema „Innovation auf der grünen Wiese – Wo wächst die Innovationskultur?“ am Flughafen Münster/Osnabrück.

Das Innovationsforum wurde am 6. Dezember 2018 vom Münsterland e.V. mit Unterstützung des Projekts Enabling Innovation Münsterland veranstaltet. Das Forum findet alle zwei Jahre in Kooperation mit den Sponsoren, den Sparkassen im Münsterland, der Westfälischen Provinzial Versicherung AG und der innogy SE statt.

Eine Münsterländerin, die ganz besonders für Innovationen steht, ist Christiane Grün. Die Rekenerin ist Managing Director der 3M Deutschland GmbH. 3M hat als das drittinnovativste Unternehmen der Welt nach Apple und Google mehr als 25.000 Patente angemeldet. „Wir sehen jeden Mitarbeiter als Forscher“, sagte Grün in ihrer Keynote. Jeder solle schauen, was er für die Menschen nebenan, aber auch weltweit verbessern kann. Die Geschäftsführung müsse dafür natürlich bereit sein, Freiräume zu schaffen, Verantwortung abzugeben und dürfe nicht überkritisch auf Fehler reagieren, denn die gehörten im Innovationsprozess selbstverständlich dazu. „Das Innovationsziel von 3M ist, 40 Prozent der Umsätze mit Produkten zu machen, die in den letzten fünf Jahren entwickelt wurden. Das haben wir erreicht“, so Grün. Unter anderem auch, weil jeder Mitarbeiter die Möglichkeit habe, 15 Prozent seiner Arbeitszeit für die Entwicklung seiner Ideen einzusetzen.

Selbst kreativ wurden die Teilnehmer des Innovationsforums beim Lego Serious Play und der MarshmallowChallenge in den Grünzonen. Mit (ungekochten) Spaghetti, Klebeband, Schnur und einem Marshmallow galt es, ein möglichst hohes, aber stabil stehendes Konstrukt zu bauen. Die Vorgehensweise dabei gab relativ schnell Aufschluss über Teamstrukturen und Teamverhalten: Baute man erst einmal ein stabiles Fundament oder klebte man möglichst viele Spaghetti aneinander? 18 Minuten hatten die Teams Zeit – und am Ende wurde es spannend, als Workshop-Moderator Dr. Markus Könning, Leiter der Innovationsberatung bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) für den Kreis Borken, mit dem Zollstock anrückte. Wer hatte den höchsten Turm?

Im Talk mit Moderator Tobias Häusler (WDR) gaben auch die Sponsoren Einblick in die Innovationskultur ihrer Unternehmen. „Unser Hauptaugenmerk liegt aktuell auf der Unterstützung mehrerer Initiativen zur Förderung unserer Innovationskultur sowie der Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen. Vertrauen, Kreativität und der richtige Umgang mit Rückschlägen spielen dabei eine große Rolle. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wir setzen auf unser eigenes Potenzial, den Austausch in Netzwerken und kooperieren in der Entwicklung auch mit neuen Marktteilnehmern", sagte Christian Gottschalk, Innovationsmanager der Westfälischen Provinzial Versicherung AG.

Für die innogy SE erklärte Thomas Birr, SVP Innovation & Business Transformation innogy SE und CEO des innogy Innovation Hub, wie das Energieunternehmen die digitale Transformation vorantreibt: „Die Zukunft der Energie wird sich deutlich vom heutigen Energiesystem unterscheiden und Energie als Industriebranche wird grundlegend neu definiert werden. Wir haben bei innogy ein klares Zukunftsbild entwickelt: Die Energiewelt von morgen wird dezentraler und vollständig digitalisiert sein. Für dieses Zukunftssystem entwickeln wir mit Start-ups weltweit neue Geschäftsmodelle und digitale Lösungen für unsere Kunden. Dabei nutzen wir auch Schlüsseltechnologien wie die Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Augmented Reality, die die Energiewirtschaft in den kommenden Jahren massiv verändern werden.“

Für die Sparkassen im Münsterland blickte Dr. Jörn Stöppel auf die Gesamtstrategie der Bank: „Wachstum zu begleiten, ist für die Sparkassen seit jeher ein wichtiges Thema: Wir begleiten jeden Tag Gründer und bereits etablierte Unternehmen von der ersten Idee bis hin zur konkreten Umsetzung, so dass wir auf diesem Weg einen Beitrag zur Innovationskultur leisten. Darüber hinaus entwickeln die Sparkassen selbst zahlreiche Neuerungen, um den ganz unterschiedlichen und sich wandelnden Kundenbedürfnissen und damit verbundenen Kommunikationswegen gerecht zu werden. Deshalb fördern wir das Innovationsforum aus echter Überzeugung.“

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