Sophie und Sebastian haben sich für Photovoltaik auf dem Hausdach entschieden.
© Münsterland e.V./Philipp Fölting
Münsterland ist Klimaland
Sonnenenergie nutzen

Sonnenenergie nutzen lohnt sich!

Die Energieerzeugung aus regenerativen Quellen, wie zum Beispiel aus Sonnen- und Windenergie, gewinnt immer mehr an Bedeutung – auch im Münsterland. Nicht nur wegen des Klimawandels, sondern auch aufgrund der Endlichkeit der fossilen Ressourcen, setzt das Münsterland verstärkt auf den Ausbau von erneuerbaren Energien und wird so zum Klimaland.

Und die Chancen stehen gut: Im Bundesland Nordrhein-Westfalen ist das Münsterland klarer Vorreiter im Ausbau von erneuerbaren Energien. Im Jahr 2019 wurden 44 Prozent der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Energien erzeugt. 

Auch du kannst die Sonne nutzen! Als Energiequelle geht es bei der Nutzung um Wärmegewinnung (Solarthermie) und Stromgewinnung (Photovoltaik). Private Solaranlagen spielen eine zunehmend wichtige Rolle. Denn sie sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern lohnen sich auch für die Betreiber. 

Hilf mit und mach das Münsterland zum Klimaland!

Solarenergie für Dein Eigenheim

Ob Süd, Ost oder West, ob flach oder spitz: Dein Dach kann ebenfalls zum Kraftwerk werden. Optimal bleibt die Südrichtung, hier ist der Ertrag am höchsten. Doch mit den modernen leistungsstarken Photovoltaik(PV)-Modulen lohnen sich auch Anlagen auf kleineren Dächern oder Dächern mit Ost-/West Ausrichtung.

Meistens wird der gewonnene Strom in das Netz des lokalen Stromversorgers eingespeist. Dafür erzielst du 20 Jahre lang eine festgelegte Mindestvergütung. Möglich ist allerdings auch der Eigenverbrauch. Tipp: Individuell berechnen lassen!

Mit der Installation einer Photovoltaik-Anlage leistest du nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende im Münsterland, sondern erzielst auch noch eine Wertsteigerung deines Hauses.

Solarenergie für Miet- oder Eigentumswohnungen

Auch in einer Miet- und Eigentumswohnung kannst du die Sonne für dich arbeiten lassen – oder dich für die Energiewende vor Ort einsetzen. Wir zeigen dir ein paar Möglichkeiten:

Mieterstrom

Sonnenstrom vom Dach direkt in die Steckdose. Mieterinnen und Mieter können Stromkunde bei ihrem Vermieter werden, wenn dieser in Photovoltaik investiert. Bei voller Versorgungssicherheit! Anders als beim Strombezug aus dem Netz entfallen einige Kostenbestandteile wie Netzentgelte, netzseitige Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgaben. Auch Wohnungseigentümergemeinschaften können investieren.

Balkonanlagen

Steckerfertige PV-Anlagen bieten auch kleinen Stromverbrauchern die Chance, die Sonne anzuzapfen. Der Strom wird dort erzeugt, wo er auch direkt wieder verbraucht wird. Entsprechend sinkt die Strommenge aus dem Netz. Der Anschluss der Anlagen muss lediglich über eine spezielle Energiesteckvorrichtung erfolgen. Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale.

Bürgerenergiegenossenschaften

Hier kann jeder mitmachen! Die Mitgliedschaft in einer Bürgerenergiegesellschaft ist eine gute Möglichkeit für eine nachhaltige Geldanlage. Im Münsterland gibt es mehrere Bürgerenergiegenossenschaften. Die regionale Verwurzelung und möglichst viel Wertschöpfung vor Ort sind große Pluspunkte. Einige gibt es schon in der Region:

Sonnenenergie | Tipps für Mehr nutzen

Mit der Photovoltaik-Anlage Geld sparen Mit der Photovoltaik-Anlage Geld sparen
© Unsplash/Markus Spiske
Geld sparen

Bei den hohen Strompreisen wird der Eigenverbrauch immer lukrativer: Jede Kilowattstunde (kWh) Sonnenstrom, die du im Haushalt selbst verbrauchst, spart eine Kilowattstunde Netzstrom aus der Steckdose. Mit einer durchschnittlichen PV-Anlage deckt ein Drei-Personen-Haushalt selbst ohne Speicher schon etwa ein Drittel seines Stromverbrauchs und spart bis zu 350 Euro pro Jahr. Hinzu kommen Erlöse durch die Einspeisevergütung. So eine Anlage ist mittlerweile gut bezahlbar – inklusive Montage. Die Anschaffung unterstützt der Staat über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Wer mehr Dachfläche hat, kann eine größere PV-Anlage installieren lassen und damit genug Strom produzieren, zum Beispiel für den Betrieb einer Wärmepumpe.

Tipp: Gute fachliche Beratung und Planung und mehrere Angebote einholen.

Solarstrom speichern Solarstrom speichern
© Unsplash/Mika Baumeister
Strom speichern

Eine hundertprozentige Deckung deines Strombedarfs durch Sonne wird kaum möglich sein. Typisch ist ein Anteil von 20 bis 30 Prozent. Der Grund: Der Strom wird tagsüber erzeugt, aber gebraucht wird er meistens in den Morgen- und Abendstunden. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenstromanteil deutlich erhöhen. Die Speichertechnik und der Markt für Speichersysteme entwickeln sich rasant.

Tipp: Leistung der Batterie auf Leistung der PV-Anlage abstimmen.

Mehr Informationen auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale NRW.

Norbert Gesing tankt Sonnenenergie Norbert Gesing tankt Sonnenenergie
© Münsterland e.V./Philipp Fölting
Und ohne Speicher?

Durch die clevere Nutzung der Programmierfunktionen moderner Haushaltsgeräte kann man auch ohne Batteriespeicher den Eigenverbrauch wirksam erhöhen.

Tipp: Stromfresser wie Wasch- oder Spülmaschine tagsüber laufen lassen und auch Elektrofahrzeuge tagsüber aufladen.

Solarthermie: Wärme durch Sonneneinstrahlung Solarthermie: Wärme durch Sonneneinstrahlung
© Unsplash/Julian Hochgesang
Solarthermie

Bei der Solarthermie wird die Sonneneinstrahlung in Wärme umgewandelt. Das Prinzip: Wie in einem dunklen Gartenschlauch wird das Wasser von der Sonne sehr schnell aufgeheizt. Die „Ernte“ in modernen Solarkollektoren erfolgt durch eine Wärmeträgerflüssigkeit und wird auf das gewünschte Warmwasser übertragen. So kann man Duschwasser „ernten“ oder die Heizung unterstützen.

Heizen geht am besten mit den richtigen Brennstoffen Heizen geht am besten mit den richtigen Brennstoffen
© Unsplash/Bernard Hermant
Heizen

Die Kosten für fossile Brennstoffe liegen weit über denen der erneuerbaren. Steigenden Energiepreisen kannst du mit einem modernen Heizsystem entgehen. Von der Pelletheizung bis zur Wärmepumpe profitieren Hausbesitzer von den vielseitigen Möglichkeiten und den guten Förderbedingungen. Für den Ersatz einer Ölheizung kann man mit bis zu 10.000 Euro rechnen. Auch die Kombi mit einem Pufferspeicher und Solarthermie lohnt sich.
Hier gibt es eine Übersicht über Bundesförderung, hier über die Landesförderung durch progres.nrw.

Die Klimaschutzmanager der EnergieAgentur.NRW beraten gerne Die Klimaschutzmanager der EnergieAgentur.NRW beraten gerne
© Münsterland e.V./Philipp Fölting
Mehr Infos

Rund um das Thema Solarenenergie beraten die EnergieAgentur.NRW und die Verbraucherzentrale NRW. Auf diesen Internetseiten findest du weitere nützliche Informationen:

Erneuerbare Energien im Münsterland

Das Münsterland ist Vorreiter beim Thema erneuerbare Energien: Laut Energieatlas NRW gibt es in keiner anderen Region eine so hohe Anzahl an PV- und Windenergie-Anlagen wie im Münsterland. Im Jahr 2019 wurden 44 Prozent der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Energien erzeugt.

Das ermöglichten

  • 249 Windanlagen,
  • 45.201 PV-Anlagen auf Dachflächen,
  • 36 PV-Anlagen auf Freiflächen
  • 147 Biomasseanlagen und
  • 40 Wasserkraftanlagen.

Nach Vorgaben der Bundesregierung sollen erneuerbare Energien im Jahr 2030 einen Anteil von 65 Prozent am Stromverbrauch haben.

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© Münsterland e.V./Philipp Fölting
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