Bestimmt gibt es auch in deiner Stadt oder Gemeinde Möglichkeiten, das Münsterland gemeinsam zum Klimaland zu machen. Vielleicht als Mitglied in einem Umweltverband, einem Klimabündnis, Umweltbeirat, bei Fridays for future, Parents for future oder anderen Initiativen? Oder du bist einfach nur ein guter Nachbar und teilst gerne:
Teilen und ausleihen
Eine Bohrmaschine wird in ihrem ganzen Leben durchschnittlich nur 13 Minuten genutzt. Ein Auto steht 23 von 24 Stunden am Tag herum. Auto, Bohrmaschine, Rasenmäher, Häcksler – man kann wirklich alles ausleihen oder teilen. Und im Keller ist so auch mehr Platz. Neben dieser Entlastung steht garantiert noch ein dickes Plus auf dem Konto, weil man nur einen Anteil oder nur für die Benutzung zahlt.
Teilen und miteinander
Wenn wir Dinge gemeinsam tun, geht’s meistens schneller, macht mehr Spaß und klappt auch besser. Ein Auto teilen oder eine Fahrgemeinschaft gründen, gemeinsam einen Garten bewirtschaften oder gemeinschaftlich wohnen, eine Fahrradtour machen, eine Wandertour planen ...
Preiswert statt Billigware
In Secondhandläden, Recyclingbörsen und Oxfam-Läden gibt es ein hochwertiges und attraktives Angebot an gebrauchten Möbeln, Kleidung, Büchern und Haushaltswaren. Solche Läden erhalten Werte und bieten Unikate, die es nicht im herkömmlichen Laden zu kaufen gibt. Sie entwickeln Ideen. Sie kooperieren mit Kunst und Kultur und initiieren Bildungsprojekte, zum Beispiel Workshops für Schulklassen. Auch Gebrauchtwarenplattformen sind ein guter Weg, Geld und Emissionen zu sparen und vielleicht etwas ganz Besonderes zu finden.
Mieten statt kaufen
Produkte, die nur saisonal benötigt werden, wie der Vertikutierer für den Rasen im Frühjahr oder Kleidung für einen bestimmten Anlass, können gut ausgeliehen werden. Das gibt es heute schon und könnte in Zukunft noch umfassender genutzt werden.
Reparieren statt neu kaufen
In einem Repaircafé kann man die HiFi-Anlage, das Fahrrad oder Spielzeug reparieren lassen. So ein Reparatur-Treff ist gemeinschaftlich organisierte Selbsthilfe. Ehrenamtliche stellen ihr Wissen unentgeltlich zur Verfügung, weil sie Interesse an Technik, Selbermachen und Werken haben. An so einem Ort sind Kaffee und Kuchen genauso wichtig wie Schraubenzieher und Lötkolben. Das stärkt die Nachbarschaft und die gegenseitige Unterstützung. Bestimmt gibt es auch eins in deiner Nähe! Einige Repair-Cafés findest du hier aufgelistet. Deine Kommune ist nicht dabei? Frag doch mal deine örtlichen Klimaschutzbeauftragten, vielleicht haben sie einen Tipp für dich.
Vorbild sein
Ob als Mutter, Vater, Oma, Opa, als Lehrer oder Lehrerin, in der Kita oder als Pastor ... Wir alle können Fahrrad fahren, Recyclingpapier nehmen, zu Ökostrom wechseln, weniger Fleisch essen, Flugreisen vermeiden, Geld kohlefrei anlegen – und darin Vorbild für unsere Kinder sein.