comuneo: Wie zwei Gründerinnen die Verwaltung neu denken

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© comuneo UG

Wer sagt eigentlich, dass Verwaltungen träge und verstaubt sein müssen? comuneo beweist das Gegenteil: Das Startup aus Münster will Verwaltungen nicht nur digitaler, sondern auch wirkungsorientierter machen und damit echten gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Wie die beiden Gründerinnen Katharina und Silke ihre Vision in die Tat umsetzen, erfährst du in ihrer Story.

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  • Münster
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VON DER BERATUNG ZUR VISION

Katharina hat als Strategieberaterin für DAX-Konzerne, Mittelständler und Startups gearbeitet, bevor sie sich in ihrer Promotion dem Thema Staatstransformation gewidmet hat. Während dieser Zeit stieß sie auf das neuseeländische Wellbeing Modell, dass das Wohlbefinden der Bevölkerung anhand von über 100 Indikatoren misst und den Staatshaushalt daran ausrichtet. Dieses Modell diente als Inspiration für comuneo.

Silke bringt jahrelange Erfahrung aus der Finanz- und Softwarebranche mit. Sie hat Digitalisierung in Banken vorangetrieben, bis sie merkte: „Ich will mehr bewirken.“ Beim Reach Euregio Startup Center in Münster kreuzten sich die Wege der beiden – ein Perfect Match: eine Idee auf der Suche nach Co-Foundern, trifft auf eine Gründerin auf der Suche nach einer sinnvollen Idee.

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DIE LÖSUNG: DATENBASIERT, WIRKUNGSORIENTIERT UND SPEZIELL FÜR VERWALTUNGSBEDÜRFNISSE

comuneo ist eine Planungs-, Steuerungs- und Monitoring-Plattform, die drei Dinge ermöglicht:

  1. Wirkung messen – soziale, ökologische und ökonomische Wirkungsdaten werden aus diversen Quellen zusammengeführt, als Indikatoren dargestellt und zeigen, wo Handlungsbedarf besteht oder Fortschritte erzielt wurden.
  2. Projekte steuern – Maßnahmen werden geplant, ihre Umsetzung gesteuert und ihre Wirkung und Zielerreichung anhand operativer Zielwerte sowie Wirkungsindikatoren messbar gemacht
  3. Ergebnisse kommunizieren – Fortschritte werden für Politik und Öffentlichkeit transparent aufbereitet.

So werden Ressourcen gezielter eingesetzt, Fortschritte sichtbar gemacht und Entscheidungen besser begründet. Ob Nachhaltigkeitsstrategie, Stadtentwicklung oder Organisationsmodernisierung – comuneo hilft Kommunen, ihre eigenen Konzepte wirklich umzusetzen. Und zwar evidenzbasiert, verständlich und mit möglichst hoher Wirkung.

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VERWALTUNGSINNOVATION MADE IN MÜNSTER

13 Kommunen nutzen comuneo bereits – von Gemeinden bis zu Landkreisen. Der Vertrieb läuft vor allem persönlich, durch direkte Gespräche mit progressiven Verwaltungsabteilungen und über Mundpropaganda.

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GRÜNDUNGSWEG UND HÜRDEN

Der Weg war nicht einfach. Der Förderstopp im Bundeshaushalt brachte die Finanzierung durch eine öffentliche Förderung zunächst ins Wanken, ein Mitgründer stieg aus. Doch Katharina und Silke gaben nicht auf und holten mit Guy, einen Fullstack-Entwickler, das technische Rückgrat ins Team. Was Katharina und Silke aus ihrer bisherigen Gründungsreise vor allem gelernt haben: Ein starkes, vertrauensvolles Team ist das A und O. „Man muss sich blind aufeinander verlassen können“, sagt Silke.

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TIPPS FÜR GRÜNDUNGSINTERESSIERTE

Flexibilität und echtes Zuhören sind weitere Erfolgsfaktoren. Die beiden Gründerinnen betonen, wie wichtig es ist, offen für Feedback zu bleiben, das Produkt an reale Bedürfnisse anzupassen und kontinuierlich mit der Zielgruppe im Austausch zu sein. Für angehende Gründerinnen und Gründer haben sie einen klaren Rat: „Hört den Menschen zu, für die ihr Lösungen entwickeln wollt.“ Und: Gründung ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf – aber einer, der sich lohnt. „Es braucht echte Überzeugung und Ausdauer – dann kann man vor allem im öffentlichen Sektor richtig was bewegen“, sagt Katharina.

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ZUKUNFTSAUSSICHTEN

Die Vision ist klar: Langfristig soll comuneo als digitales Steuerungssystem in europäischen Verwaltungen etabliert werden – vergleichbar mit einem Betriebssystem, das alle relevanten Steuerungsprozesse integriert.

Aktuell sucht das comuneo-Team Impact-Investorinnen und Investoren, die an den gesellschaftlichen Wandel glauben – und an die Kraft eines engagierten Gründerteams, das mit seiner Software die öffentliche Verwaltung fit für die Zukunft machen will.

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Fotoshooting bei Urbanhive
© Münsterland e.V. / Philipp Fölting

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