Münsterlandmühle: Feinkost aus Handarbeit

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© Münsterlandmühle

Wenn aus Neugier ein eigenes Projekt wird: Markus Lindken und Saskia Rauner hätten vor einigen Jahren nicht gedacht, dass sie einmal eine eigene Ölmühle betreiben würden. Heute stellt das Paar in der Münsterlandmühle mit Unterstützung der Familie hochwertige Bio-Öle, Senf und Ketchup her und betreibt ein eigenes Geschäft in der Grevener Innenstadt. Erfahre mehr über die Gründungsgeschichte im Video.

  • Nachhaltige Ernährung
  • 2 Beschäftigte
  • Greven
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DURCH ZUFALL ZUR MÜHLE

Der Schritt in die Selbstständigkeit entstand aus dem Wunsch, gemeinsam ein eigenes Projekt aufzubauen und beruflich neue Wege zu gehen. „Wir wollten etwas Eigenes aufbauen – etwas, das wir gemeinsam gestalten können und hinter dem wir wirklich stehen.“, erklärt Wahlmünsterländer Markus.

Fündig wurden sie über die Nachfolgebörse der Industrie- und Handelskammer. Dort stießen sie auf die Ruhrmühle, für die eine Nachfolge gesucht wurde. Der Kontakt zum Inhaber Christoph Gläßer entstand direkt und entwickelte sich schnell weiter. Mehrere Besuche vor Ort gaben Einblicke in die Herstellung und die Produkte. Ausschlaggebend war neben der Qualität der kaltgepressten Öle vor allem die Begeisterung, mit der Christoph den Betrieb führte.

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NEU VERWURZELT IM MÜNSTERLAND

Die Entscheidung zur Übernahme fiel daraufhin zügig. Da es sich im Kern um eine handwerkliche Ölproduktion mit entsprechender Presstechnik handelt, konnten Ausstattung und Betrieb unkompliziert ins Münsterland verlagert werden. Dort werden die Produkte heute unter zwei Marken weitergeführt: der Münsterlandmühle für die Region Münsterland sowie der Ruhrmühle, die die Tradition der ursprünglichen Bio-Öl-Manufaktur fortführt. Beide Marken stehen für hochwertige, kaltgepresste Bio-Öle sowie weitere handwerklich hergestellte Bio-Feinkostprodukte aus eigener Produktion. 

Mit dem Umzug wurde auch die regionale Ausrichtung im Münsterland geschärft. Die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Münsterland spielt eine zentrale Rolle, insbesondere bei der Beschaffung von Saaten, die nach Möglichkeit aus der Region stammen. Wo dies nicht umsetzbar ist, wird auf transparente und nachvollziehbare Lieferketten geachtet. Passend zum regionalen Anspruch ist die Münsterlandmühle seit ihrer Gründung zudem Mitglied beim Münsterland-Siegel.

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VON DER SAAT ZUM BIO-PRODUKT

Die Herstellung folgt einem klaren Bio-Anspruch: „Für uns bedeutet Bio, die Rohstoffe so zu verarbeiten, wie sie sind – ohne Zusätze, ohne Schnickschnack. Am Ende soll ein ehrliches Produkt entstehen.“, erzählt Saskia. Die Öle werden kalt gepresst, damit Geschmack und Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Dafür braucht es Zeit. Selbst kleine Mengen Öl entstehen über mehrere Stunden hinweg.

Zum Sortiment gehören verschiedene kaltgepresste Bio-Öle sowie Senfe und Soßen, die ebenfalls in Handarbeit hergestellt werden. Ergänzt wird das Angebot durch Produkte wie Essige, Nussbrösel und Nuss-Mus.

Übrigens: Bei der Münsterlandmühle entsteht nahezu kein Abfall. Die eingesetzten Rohstoffe werden weitgehend vollständig genutzt. Der beim Pressen entstehende Presskuchen wird nicht entsorgt, sondern weiterverarbeitet – zum Beispiel für den eigenen Senf und Brösel oder als nährstoffreiches Heimtierfutter.

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PERSÖNLICH UND VIELSEITIG IM VERTRIEB

Ein zentraler Vertriebsweg sind ausgewählte B2B-Partner. Dazu zählen vor allem Hofläden und Feinkostgeschäfte im gesamten Münsterland sowie einige Concept Stores in Münster. Über diese Kanäle werden die Produkte direkt in ein Umfeld gebracht, in dem Qualität und Herkunft eine wichtige Rolle spielen.

Gleichzeitig bleibt die Nähe zu den Endkunden ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie: Im eigenen Laden in Greven können Besucher die Produkte vor Ort probieren und sich persönlich beraten lassen. Darüber hinaus bieten Markus und Saskia regelmäßig Verkostungen für Gruppen von etwa acht bis zwölf Personen an – entweder im Geschäft oder in der Produktion. Dabei erhalten die Gäste nicht nur Einblicke in Geschmack und Verwendung der hochwertigen Bio-Öle und Feinkostprodukte, sondern können auch einen Blick hinter die Kulissen der handwerklichen Herstellung werfen.

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OFFEN FÜR DAS, WAS KOMMT

Feste Wachstumspläne haben sie bewusst nicht: „Wir wollen Schritt für Schritt wachsen. Wichtig ist uns, dass das Wachstum zu uns passt und wir die Qualität halten können.“, macht Saskia deutlich. Dabei gibt es schon jetzt viele Ideen für neue Produkte, weitere Rezeptformate und den Ausbau des Online-Handels.

Unterstützung für das Gemeinschaftsprojekt bekommen die beiden auch aus der Familie: Saskias mittlerweile erwachsenen Kinder helfen mit, etwa im Verkauf oder bei einzelnen Arbeitsschritten in der Produktion. So bleibt das Projekt eng im persönlichen Umfeld verankert und bietet raum für die gesunde Weiterentwicklung.

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Fotoshooting bei Urbanhive
© Münsterland e.V. / Philipp Fölting

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