Mein FSJ im Kulturbüro: Samuel Chodura
Samuel arbeitete von September 2023 bis August 2024 im Rahmen seines FSJ-Kultur für das Kulturbüro Münsterland. Von seinen Erfahrungen sowie seinem eigenen Projekt berichtet er im Interview.
Samuel arbeitete von September 2023 bis August 2024 im Rahmen seines FSJ-Kultur für das Kulturbüro Münsterland. Von seinen Erfahrungen sowie seinem eigenen Projekt berichtet er im Interview.
Bevor ich mein FSJ angefangen habe, wusste ich ehrlich gesagt nicht, was ich erwarten konnte. Der Begriff „Kultur“ klingt für viele Menschen wahrscheinlich uninteressant und langweilig, aber das FSJ Kultur beweist genau das Gegenteil. Besonders überrascht hat mich die Vielfältigkeit im gesamten Bereich, denn Kultur ist viel mehr als nur ein Bürojob – denn besonders das Unterwegs-sein ist in der Region Münsterland hier bedeutend.
Das Kulturbüro hat mir in dem FSJ viel über die Arbeitswelt und den Alltag im Büro beigebracht. Ich habe einen optimalen ersten Einblick über Aufgaben und die Zusammenarbeit in einem Team bekommen und hab vieles über die Planung und Umsetzung von Veranstaltungen wie dem Münsterland Festival gelernt, was man als außenstehende Person nicht mitbekommt. Außerhalb des Büros habe ich mich generell viel selbständiger gemacht und viele neue Leute kennengelernt, vor allem durch die vielen Seminare und Bildungstage des Trägers LAG.
Mein FSJ-Projekt war eine Social-Media-Reihe zum Thema „Kunst im öffentlichen Raum“. Dabei bin ich durch das Münsterland gereist und habe Skulpturen oder Kunstwerke in jedem der Kreise besucht. Das Ziel war es, sie zu fotografieren, einen kurzen Text drüber zu schreiben und anschließend einzelne Posts auf den Social-Media-Kanälen des Kulturbüros zu den Skulpturen zu veröffentlichen.
Etwas Besonderes für mich war das Eröffnungskonzert des Münsterland Festivals im LWL-Museum in Münster. Nach der ganzen Planung des Festivals mit dem Festival-Team und den vielen Aufgaben, die dabei hinter den Kulissen abgelaufen sind, hat man sich besonders gefreut, alles, worauf man sich vorbereitet hat, in der Umsetzung selbst mitzuerleben. Das Schöne daran war vor allem, ein richtiger Teil des Teams zu sein und bei den Veranstaltungen richtig mitzuhelfen.
Wer so viel mit verschiedenen Projekten zu tun hat, weiß, dass nicht immer alles so läuft, wie man es sich wünscht – doch für die meisten Probleme gibt es auch Lösungen. Das einzige Mal, als irgendetwas wirklich schiefgelaufen ist, war bei meinem Besuch der Burg Hülshoff in Havixbeck für mein FSJ-Projekt. Der Termin allein musste schon etwas drei- oder vier Mal wegen mehreren Gründen verschoben werden und als tatsächlich alles mit dem Termin funktioniert hat und ich die Burg erreicht habe, merkte ich, dass diese geschlossen hatte – dumm gelaufen, aber trotzdem habe ich schnell eine Alternative für den Kreis Coesfeld gefunden und meine FSJ-Reihe konnte ich fertigstellen.
Das FSJ im Kulturbüro Münsterland oder generell das FSJ-Kultur kann ich jedem empfehlen, der Interesse an der Planung und Umsetzung Veranstaltungen wie Konzerten, Weiterbildungsformaten und Sitzungen hat. Das FSJ ist vielfältig und nicht langweilig gestaltet und bietet viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden neue Erfahrungen zu machen, und viele Leute kennenzulernen. Außerdem ist es eine perfekte Lösung für alle, die zum Beispiel gerade aus der Schule kommen und sich noch nicht sicher sind, wie es weitergehen soll. Mir persönlich hat es geholfen, meinen Horizont zu erweitern und eine Pause vom ständigen Lernen in der Schule zu machen, obwohl das für mich danach auch weitergeht.
Heute studiere ich Raumplanung in Dortmund. Das FSJ hat mir die Möglichkeit gegeben mich inspirieren zu lassen und mit verschiedenen Menschen in Kontakt zu treten.
Ich möchte mich beim Team des Kulturbüros und beim ganzen Münsterland e.V. herzlich bedanken. Das FSJ hat mit allen hier viel Spaß gemacht und man hat sich durch die Offenheit aller Kollegen immer wie ein richtiger Teil des Teams gefühlt.