Burg Botzlar zum Schlösser- und Burgentag
Die Burg Botzlar ist ein historisches Bauwerk in der Stadt Selm im Kreis Unna und gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden der Region. Ursprünglich handelte es sich um eine mittelalterliche Wasserburg, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen; erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1282.
Im Mittelalter diente die Anlage als Grenzfestung des Bistums Münster gegenüber den Grafen von der Mark und war mehrfach Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen, bei denen sie wiederholt zerstört und neu aufgebaut wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte sie mehrfach den Besitzer und entwickelte sich zu einem adeligen Herrensitz mit eigener Gerichtsbarkeit.
Das heutige Erscheinungsbild der Burg stammt überwiegend aus dem frühen 19. Jahrhundert. Erhalten ist ein zweigeschossiger Bruchsteinbau, in dem vermutlich noch Reste der mittelalterlichen Anlage – etwa eines Bergfrieds – integriert sind. Die ursprüngliche Wasserburg war von Gräften (Wassergräben) umgeben, die jedoch heute größtenteils nicht mehr erhalten sind.
Nach unterschiedlichen Nutzungen, unter anderem im 20. Jahrhundert, wurde die Burg in den letzten Jahren umfassend saniert. Heute dient sie als kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der Stadt Selm und wird für Veranstaltungen, Ausstellungen und private Feiern genutzt.
Insgesamt vereint die Burg Botzlar historische Substanz mit moderner Nutzung und gilt als bedeutendes Zeugnis regionaler Geschichte sowie als lebendiger Treffpunkt im heutigen Stadtleben.
Nach aufwendigen Umbaumaßnahmen steht die Burg den Bürgerinnen und Bürgern in Gänze zur Verfügung. An diesem Tag findet nicht nur der Schlösser- und Burgentag Münsterland, sondern auch das Stadtfest in Selm statt. Daher ist der 21. Juni eine hervorragende Gelegenheit, die Burg zu besuchen.
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