Gesundheit + Versicherungen + Finanzen

Wie funktioniert das deutsche Gesundheitssystem und wo findest du die passenden Ärzte oder eine geeignete Klinik? Welche Versicherungen sind verpflichtend - und welche lohnen sich zusätzlich? Wie richtest du dein Konto ein und verstehst du dein Gehalt? 

Wir stellen Informationen zu folgenden Themen bereit:

Medizinische Versorgung

Im Münsterland profitierst du von einer umfassenden medizinischen Versorgung mit modernen Kliniken, kurzen Wegen und einem gut ausgebauten Netzwerk aus Haus- und Fachärzten, darunter viele spezialisierte Fachärzte. WICHTIG: Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern findet die medizinische Erstversorgung in Deutschland zunächst ambulant und nicht im Krankenhaus statt. Das heißt, für alle gesundheitlichen Probleme des alltäglichen Lebens gehst du als erste Anlaufstelle zu deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt (für Kinder: Kinderärztin oder Kinderarzt).

Hausärzte
Die Hausarztpraxis kannst du frei wählen; sie ist deine erste Anlaufstelle bei deinen Beschwerden. Deine Hausärztin oder dein Hausarzt kennt deine Krankengeschichte, koordiniert deine medizinische Versorgung und überweist dich bei Bedarf an Fachärzte oder ins Krankenhaus. Wenn du krank bist und nicht arbeiten kannst, erhältst du dort auch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. In nahezu jedem Ort im Münsterland sind Hausarztpraxen ansässig.

Fachärzte
Fachärztinnen und Fachärzte haben sich auf bestimmte medizinische Bereiche spezialisiert – zum Beispiel auf Herzkrankheiten (Kardiologie), Hauterkrankungen (Dermatologie) oder Knochen und Gelenke (Orthopädie). Du wirst von deiner Hausarztpraxis zu einer Facharztpraxis überwiesen, wenn eine spezielle Untersuchung oder Behandlung notwendig ist. Ein Termin bei Facharztpraxen kann mit Wartezeiten verbunden sein.

Kliniken und Krankenhäuser
Im gesamten Münsterland stehen dir moderne Krankenhäuser mit verschiedenen Fachabteilungen und für die Notfallversorgung zur Verfügung. Sie bieten eine umfassende und qualitativ hochwertige stationäre Versorgung. Im Münsterland zählt das Universitätsklinikum Münster (UKM) zu den größten Krankenhäusern Deutschlands mit hoher medizinischer und wissenschaftlicher Kompetenz.

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Mehrsprachige Ärztinnen und Ärzte im Münsterland finden

Wenn du im Münsterland nach Ärztinnen und Ärzten suchst, die auch Englisch oder andere Fremdsprachen sprechen, stehen dir mehrere hilfreiche Ressourcen zur Verfügung. Hier eine kleine Auswahl:

  • Nationales Gesundheitsportal: Eine offizielle Plattform, auf der du Ärztinnen und Ärzte nach Fachrichtung und Sprache filtern kannst.
  • Medvergleich.de : Ein Portal, das gezielt Ärztinnen und Ärzte auflistet, die Englisch oder weitere Fremdsprachen sprechen.
  • Universitätsklinikum Münster (UKM): Der Service UKM International bietet Unterstützung für internationale Patienten an und du kannst erfragen, ob Ärztinnen und Ärzte Englisch sprechen. 

Notfallversorgung

Wenn du im Münsterland lebst und plötzlich krank wirst oder einen Unfall hast, solltest du diese wichtigen Telefonnummern kennen! Diese Nummern sind kostenlos und Tag und Nacht erreichbar

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Notfallnummern

112 – Notruf für medizinische Notfälle
Wähle diese Nummer, wenn es sehr ernst ist – zum Beispiel bei einem Unfall, einem Herzinfarkt oder wenn jemand nicht mehr atmet. Die Leitstelle schickt sofort einen Krankenwagen und entscheidet, ob ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist.

116 117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Diese Nummer kannst du anrufen, wenn du krank bist, aber es kein Notfall ist – zum Beispiel bei Fieber, starken Schmerzen oder einer Grippe – und dein Hausarzt oder deine Hausärztin nicht erreichbar ist (zum Beispiel am Abend oder am Wochenende).

0228 19240 – Giftnotrufzentrale Bonn
Diese Nummer ist wichtig, wenn du oder jemand anderes versehentlich eine giftige Substanz eingenommen hat – zum Beispiel Medikamente, Reinigungsmittel oder Pflanzenteile. Die Expertinnen und Experten am Giftnotruf helfen dir sofort weiter, auch am Telefon.

Krankenversicherung

In Deutschland besteht eine Krankenversicherungspflicht. Das bedeutet: Jede Person muss krankenversichert sein – entweder in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder in der privaten Krankenversicherung (PKV).

Wenn du als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer im Münsterland arbeitest, bist du in der Regel automatisch gesetzlich versichert. Nur unter bestimmten Voraussetzungen kannst du dich privat versichern. Innerhalb der GKV kannst du dir deine Krankenkasse frei aussuchen. Die Leistungen sind größtenteils gleich – einige Kassen bieten zusätzliche Services wie Bonusprogramme oder Gesundheitskurse. Die Auflistung des GKV-Spitzenverbands zu den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland kann dich dabei unterstützen, eine für dich passende Krankenkasse auszuwählen.

  • Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): Die häufigste Form. Die Beiträge richten sich nach deinem Einkommen und werden automatisch direkt von deinem Gehalt oder Lohn abgezogen. Dein Arbeitgeber übernimmt etwa die Hälfte der Kosten.

  • Private Krankenversicherung (PKV): Möglich ab einem bestimmten Einkommen oder für bestimmte Berufsgruppen. Die Beiträge hängen vom Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang ab. Die Zahlung erfolgt in der Regel per Überweisung oder Lastschrift.

Wie funktioniert die Abrechnung?

  • GKV: Du erhältst eine elektronische Gesundheitskarte, die du beim Arzt oder im Krankenhaus vorzeigst. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen der Praxis und deiner Krankenkasse. Du musst nichts vorstrecken, zahlst aber ggf. einen Eigenanteil (z. B. für Medikamente oder Hilfsmittel).
  • PKV: Du bekommst eine Rechnung vom Arzt, bezahlst sie selbst und reichst sie dann zur Erstattung bei deiner Versicherung ein. Je nach Vertrag bekommst du die Kosten ganz oder teilweise zurück.

Familienversicherung

  • In der GKV können Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen kostenlos mitversichert werden. In der PKV ist für jede Person ein eigener Versicherungsvertrag notwendig – das kann zusätzliche Kosten verursachen. 

Pflicht- und freiwillige Versicherungen

Versicherungen bieten dir in Deutschland Sicherheit und schützen dich vor finanziellen Risiken – etwa bei Krankheit, Unfällen oder Schäden. Einige Versicherungen sind gesetzlich vorgeschrieben, andere sind freiwillig, aber empfehlenswert – besonders, wenn du dauerhaft in Deutschland lebst und arbeitest.

Pflichtversicherungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Wenn du in Deutschland angestellt bist, bist du automatisch in mehreren wichtigen Versicherungen abgesichert. Die Beiträge dafür werden direkt von deinem Gehalt oder Lohn abgezogen.

  • Krankenversicherung: Wie oben erwähnt, deckt die Krankenversicherung die Kosten bei Krankheit, Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten und Vorsorgeuntersuchungen ab.
  • Pflegeversicherung: Unterstützt dich finanziell, wenn du im Alter oder nach einer Krankheit pflegebedürftig wirst.
  • Rentenversicherung: Baut deine staatliche Altersvorsorge auf. Wenn du in Rente gehst, bekommst du monatliche Zahlungen.
  • Arbeitslosenversicherung Gibt dir finanzielle Unterstützung, wenn du deine Arbeit verlierst und eine neue Stelle suchst.
  • Gesetzliche Unfallversicherung: Diese Versicherung wird vom Arbeitgebenden bezahlt. Sie schützt dich bei Arbeitsunfällen (z. B. in der Firma, auf der Baustelle, im Büro), Wegeunfällen (z. B. auf dem direkten Weg zur Arbeit und zurück) und Berufskrankheiten.

Freiwillige Versicherungen

Hier stellen wir dir eine Auswahl an Versicherungen vor, die aus unserer Sicht hilfreich sein können:

  • Privathaftpflichtversicherung: Sehr wichtig! Sie zahlt, wenn du aus Versehen jemandem einen Schaden zufügst – zum Beispiel, wenn du ein Handy fallen lässt oder einen Wasserschaden verursachst.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Diese Versicherung sichert dein Einkommen ab, falls du wegen Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht mehr arbeiten kannst.
  • Hausratversicherung Schützt dein Zuhause – zum Beispiel Möbel, Kleidung, Elektrogeräte – vor Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Einbruch oder Sturm.
  • Rechtsschutzversicherung: Hilft, wenn du juristische Unterstützung benötigst, z. B. bei Streit mit der Vermieterin oder dem Vermieter oder im Straßenverkehr. Sie übernimmt in der Regel Anwalts- und Gerichtskosten.
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TIPPS BEIM ABSCHLUSS VON VERSICHERUNGEN
  • Vergleiche Preise und Leistungen – achte nicht nur auf den günstigsten Tarif, sondern auf den Schutz, den du wirklich brauchst.
  • Spezielle Tarife für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger oder Neuankömmlinge können sinnvoll sein –  sie sind oft günstiger und einfacher.
  • Lies den Vertrag genau durch, vor allem die Informationen zu Ausschlüssen (was nicht versichert ist) und zur Selbstbeteiligung (welchen Teil du selbst zahlen musst).

Weitere hilfreiche Informationen zum Thema Versicherungen findest du auf der Seite von Make it in Germany oder Stiftung Warentest.

Wie findest du die richtige Versicherung?

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Beratungsstellen
  • Verbraucherzentrale: Die Verbraucherzentrale NRW bietet unabhängige Beratung zu Versicherungen und vielen weiteren Themen des Alltags– persönlich, telefonisch oder online.
  • Informationen und Beratungsmöglichkeiten hinsichtlich der Pflichtversicherung:
  • Migrationsberatungen / Welcome Center: Viele Städte und Regionen – auch im Münsterland – bieten Welcome Center, Migrationsdienste oder Integrationsberatungen, wo du Unterstützung zu Versicherungsfragen bekommst (z. B. AWO, Caritas, Diakonie).

Finanzen

In Deutschland stehen dir verschiedene Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein deutsches Bankkonto ist dabei die Grundlage für vieles: Dein Gehalt oder Lohn wird darauf überwiesen, Miete bezahlt und Rechnungen beglichen. Direktbanken bieten oft kostenlose Konten, eine einfache Online-Verwaltung und teilweise auch englischsprachigen Kundenservice – das ist besonders praktisch, wenn du neu im Land bist.

  • Bargeld: Es ist trotzdem sinnvoll, immer etwas Bargeld dabei zu haben, vor allem in kleineren Geschäften oder auf Wochenmärkten, da Kartenzahlung nicht überall akzeptiert wird. Geld kannst du ganz einfach mit deiner Bank- oder Kreditkarte am Automaten abheben.
  • Kartenzahlung: Mit einer Debitkarte (EC-Karte) oder Kreditkarte (z. B. Visa oder Mastercard) kannst du in den meisten Supermärkten, Apotheken und größeren Geschäften bezahlen.
  • Mobiles Bezahlen: Auch das Bezahlen mit dem Smartphone, etwa über Apple Pay oder Google Pay, wird immer beliebter – besonders bei jüngeren Menschen. Voraussetzung dafür ist ein NFC-fähiges Smartphone sowie eine Bank, die diesen Service unterstützt.

Eröffnung eines Bankkontos

Im deutschen Bankensystem stehen verschiedene Kontoarten zur Verfügung, die je nach Verwendungszweck unterschiedliche Anforderungen an Verfügbarkeit, Verzinsung und Laufzeit erfüllen.

Girokonto (Gehaltskonto):

  • Alltagskonto für den täglichen Zahlungsverkehr (Gehalt, Miete, Überweisungen, Lastschriften etc.)
  • Meist keine oder sehr geringe Zinsen
  • Jederzeit verfügbar

Tagesgeldkonto

  • Flexibles Sparkonto mit täglichem Zugriff nutzbar, keine feste Laufzeit
  • variabler Zinssatz
  • täglich verfügbar (Überweisung aufs Girokonto)

Festgeldkonto

  • Geld für einen festen Zeitraum sicher anlegen
  • Höhere Zinsen als beim Tagesgeld
  • Feste Laufzeit (z. B. 1 Jahr oder 3 Jahre) – vor Ablauf kein Zugriff auf das Geld

Weitere Informationen und unabhängige Beratung erhältst du bei der Verbraucherzentrale.

Unterlagen für die Eröffnung eines Bankkontos

Für die Eröffnung eines Bankkontos in Deutschland werden bestimmte Unterlagen benötigt. Die genauen Anforderungen können je nach Bank und Kontotyp variieren, daher ist es sinnvoll, sich vorab direkt bei der jeweiligen Bank zu informieren. Viele Banken bieten inzwischen auch eine Online-Kontoeröffnung an, bei der die Identifikation beispielsweise per Video-Ident- oder PostIdent-Verfahren erfolgt.

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  • Personalausweis oder Reisepass: Ein gültiger Nachweis deiner Identität ist erforderlich. Bei einem Reisepass wird oft zusätzlich eine Meldebescheinigung verlangt, falls du nicht aus Deutschland stammst.
  • Meldebescheinigung: Wenn du neu in Deutschland bist und keinen deutschen Personalausweis hast, kann eine Meldebescheinigung (Nachweis über deinen Wohnsitz) erforderlich sein. Diese erhältst du beim Bürgerbüro oder Einwohnermeldeamt.
  • Nachweis des Aufenthaltsstatus: Falls du kein EU-Bürger bist, wirst du möglicherweise einen Nachweis über deinen Aufenthaltsstatus oder ein Visum benötigen.
  • Steueridentifikationsnummer (optional): Manche Banken erfragen deine Steuer-ID. Diese Nummer erhältst du nach deiner Anmeldung bei der Stadt oder Gemeinde. Sie ist erforderlich, um steuerliche Zwecke zu erfüllen.
  • Einkommensnachweis oder Arbeitsvertrag (optional): Manche Banken fragen nach einem Einkommensnachweis oder deinem Arbeitsvertrag, insbesondere bei der Eröffnung eines Girokontos mit Dispokredit oder anderen besonderen Kontotypen.
  • Schufa-Auskunft (bei Bedarf): In seltenen Fällen, vor allem wenn du ein Konto mit einem Dispokredit eröffnen möchtest, kann eine Schufa-Auskunft erforderlich sein, um deine Bonität zu überprüfen.

Gehalt und Steuern

Wenn du in Deutschland arbeitest, unterscheidet man auf deiner Lohnabrechnung zwischen brutto und netto Gehalt. Dein Gehalt erhälst du immer in "netto" – also nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Vom Gehalt abgezogen werden:

  • Lohnsteuer
  • Solidaritätszuschlag (in vielen Fällen entfällt dieser)
  • Beiträge zur Sozialversicherung (Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung)

Mithilfe eines Brutto Netto Rechners (Stand:2026) kannst du kostenlos deine voraussichtliche Steuerlast berechnen und ermitteln, wie viel Netto du von deinem Gehalt erwarten kannst. Steuerklassen beeinflussen dein Netto-Einkommen – je nach Familienstand, Kinderzahl etc. Am Ende des Jahres kannst Du eine Einkommensteuererklärung abgeben. Viele Arbeitnehmer bekommen dabei eine Rückerstattung – oft mehrere hundert Euro.

  • FAQs zum Thema Steuererklärung findest du hier.
  • Weiteres zum Thema Steuererklärung und Sozialversicherung findest du hier.

Finanzielle Unterstützung für Familien: Kindergeld

Kindergeld ist eine staatliche Zahlung, die du jeden Monat für dein Kind bekommst – unabhängig vom Einkommen.

Wer bekommt Kindergeld?
Wenn du mit deinem Kind dauerhaft in Deutschland lebst und arbeitest, hast du in der Regel Anspruch auf Kindergeld.

Wie viel Kindergeld gibt es? 
Derzeit erhältst du 259 € pro Monat – für jedes Kind (Stand: Januar 2026).

Wie beantragst du Kindergeld?
Zuständig ist die Familienkasse der Agentur für Arbeit. Alle wichtigen Informationen zur Beatragung, Merkblätter, Formulare und Anträge der Familienkasse zum Download findest du hier.

Tipp:
Du solltest den Antrag so früh wie möglich nach der Geburt stellen, da Leistungen auch rückwirkend nur für wenige Monate gezahlt werden.

Finanzielle Unterstützung für Familien: Elterngeld

Das Elterngeld ersetzt einen Teil deines Einkommens, wenn du nach der Geburt deines Kindes deine Berufstätigkeit ganz oder teilweise unterbrichst.

Wer hat Anspruch auf Elterngeld?
Alle Eltern, die ihr Kind selbst betreuen und deshalb ihr Einkommen reduzieren – auch internationale Fachkräfte mit Aufenthaltstitel und Wohnsitz in Deutschland. Wenn du nicht in Deutschland lebst, kannst du Elterngeld über einen Online-Dienst nur dann beantragen, wenn du oder das andere Elternteil in Deutschland arbeitest und der Arbeitgeber seinen Sitz in Nordrhein-Westfalen hat.

Wie viel Elterngeld bekommst du?
Die Höhe richtet sich nach deinem Nettoeinkommen vor der Geburt. Du bekommst etwa 65–67 % deines vorherigen Gehalts, mindestens aber 300 €, höchstens 1.800 € pro Monat. Du kannst die Höhe deines Elterngeldes auch unverbindlich mit dem Elterngeldrechner planen und berechnen. Für Geburten ab dem 01. April 2025 wurde die Einkommensgrenze gesenkt. Sie liegt jetzt für Paare und Alleinerziehende bei 175.000 Euro. Weitere Informationen sowie ein Erklärvideo findest du auf der Seite des Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Wie lange erhälst du Elterngeld?
Elterngeld gibt es in der Regel für bis zu 12 Monate, wenn ein Elternteil zu Hause bleibt – oder 14 Monate, wenn beide Eltern sich die Betreuung teilen.

Wie beantragst du Elterngeld?
Zuständig ist die Elterngeldstelle im Kreis oder in der Stadt (Borken, Coesfeld, Münster, Steinfurt, Warendorf). Der Antrag muss schriftlich gestellt werden und du musst Nachweise beilegen (z. B. Gehaltsabrechnungen, Geburtsurkunde). Vorbereiten kannst du den Elterngeld-Antrag bereits vor der Geburt. Manche Stellen bieten auch Online-Anträge und Beratung auf Englisch an. Auf der Seite des Familenportals NRW erhälst du ausführlichere Informationen zur Online-Antragsstellung, Beratungs- und Antragsstellen vor Ort (über eine Postleitzahl-Suchfunktion) sowie relevante Dokumente zum Download. Weiteres hilfreiches Wissen erhälst du auf der Seite von Make It In Germany.

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Tipps zu Elterngeld und Kindergeld
  • Kindergeld und Elterngeld sind keine Gegensätze – du kannst beides gleichzeitig erhalten.
  • Auch nicht verheiratete Eltern oder Alleinerziehende haben Anspruch.
  • Bei Unsicherheiten hilft dir die Elterngeldstelle, die Familienkasse oder eine Migrationsberatung gerne weiter – oft auch mehrsprachig.
  • In vielen Städten im Münsterland gibt es Familienbüros oder Willkommenslotsen, die dich bei Anträgen unterstützen. Sie kennen sich mit Formularen, Fristen und Anlaufstellen aus – und helfen dir dabei, alles richtig zu machen.

Deine Ansprechpartnerinnen

Birgit Stübing-Beunink
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Birgit Stübing-Beunink
Service Onboarding@Münsterland
Beratung Fachkräfte
Beratung Unternehmen

0049 2571 94 93 79

Stefanie Prange
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Stefanie Prange
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0049 2571 94 93 52

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