Flynns junges Unternehmen INCONSU setzt auf ein Zusammenspiel aus Hard- und Software, um Gebäude bedarfsgerecht zu heizen. Etwa Schulen oder Verwaltungsgebäude. Die Software verknüpft drei zentrale Funktionen, die bisher meist nur einzeln verfügbar waren: eine raumindividuelle Steuerung, bei der nur dann geheizt wird, wenn ein Raum tatsächlich genutzt wird; ein hydraulischer Abgleich, der sicherstellt, dass alle Räume gleichmäßig und effizient beheizt werden; sowie die automatische Anpassung der Vorlauftemperatur – also der Temperatur des Heizwassers, das vom Kessel in die Heizkörper strömt. Damit werden Heizsysteme deutlich effizienter – und das ganz ohne Nutzungsverzicht.
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie das funktioniert: In einer Grundschule in Nordkirchen greift die Software über eine Schnittstelle auf den digitalen Raumbelegungsplan zu. Dieser zeigt an, welche Räume zu welchen Zeiten genutzt werden, zum Beispiel „Besprechungszimmer 1“ vormittags und/oder „Besprechungsraum 2“ am Abend. Entsprechend regelt das System die Heizleistung gezielt zu den tatsächlichen Nutzungszeiten. Vor und nach der Belegung wird die Temperatur automatisch abgesenkt. Das vermeidet unnötigen Energieverbrauch. Dieses Prinzip lässt sich flexibel auf viele Szenarien übertragen.