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Innovation Story BeGrüKlim In dem Projekt BeGrüKlim werden unterirdische Regenwasserspeicher entwickelt.
© Humberg GmbH
Innovation Story
BeGrüKlim

Nachhaltiges Bewässerungssystem für durstige Bäume

So sieht der Wasserspeicher aus.<br>© Humberg GmbH So sieht der Wasserspeicher aus.
© Humberg GmbH

Kooperationspartner: Humberg GmbH und FH Münster

Der Klimawandel hinterlässt Spuren: Stadtbäume lechzen besonders im Sommer nach Wasser, gleichzeitig kommt es immer häufiger zu Starkregen, der die Kanalisation belastet. Das Projekt BeGrüKlim löst beide Probleme auf einmal.

Erfahre auf dieser Seite mehr über die Innovation aus dem Münsterland.

Humberg GmbH, Nottuln

Die Humberg GmbH ist mit ihren 30 Jahren Praxiserfahrung Experte für Lösungen rund um das Thema Stadtbaumpflanzung und hat bereits in zahlreichen Referenzprojekten mit führenden Städteplanern und Landschaftsarchitekten im In- und Ausland gearbeitet.

FH Münster

An der Fachhochschule Münster studieren rund 15.000 Studierende an den Standorten Münster und Steinfurt. Der Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt forscht dabei zu zahlreichen Zukunftsthemen: erneuerbare Energien, saubere Luft, einwandfreies Trinkwasser und effiziente Heizsysteme.

Herausforderung: Schlaue Bewässerung für Stadtbäume

Die Folgen des Klimawandels machen sich an vielen Stellen bemerkbar: Es gibt nicht nur immer  ausgeprägtere Hitzeperioden, sondern auch immer mehr Extremwettereignisse. Städte werden zu Wärmeinseln und heizen sich teilweise so stark auf, dass es dort dann schon mal zehn Grad heißer als im Umland sein kann. Einerseits müssen Stadtbäume deshalb im Sommer oft mit großem Aufwand zusätzlich bewässert werden. Andererseits belasten Starkregenereignisse das Stadtgebiet: Durch die vielen Gebäude und dem hohen Anteil versiegelter Flächen kommt es schnell zu Überflutungen. Wie können Stadtbäume in Hitzephasen schlauer bewässert werden und wie lässt sich Niederschlags-Wasser gleichzeitig speichern, um Überflutungen zu vermeiden?

Lösungsansatz: Unterirdische Regenwasserspeicher

Die Humberg GmbH entwickelt zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Helmut Grüning von der FH Münster im Projekt BeGrüKlim unterirdische Regenwasserspeicher im Wurzelbereich von Bäumen. Diese werden über das bestehende Entwässerungssystem befüllt, zum Beispiel mit abfließendem Regenwasser von Parkplätzen oder den Dächern angrenzender Häuser. Wird es dann sehr heiß und trocken, werden die Bäume über die Systeme effizient bewässert.

Dazu überwachen Sensoren den Füllstand der Retentionsbehälter und den Feuchtigkeitsgrad des Substrates. Die Daten können drahtlos über das Mobilfunknetz an die zuständige Abteilung der Stadtverwaltung geschickt werden, sodass Mitarbeiter gezielt leere „Tanks“ unter Bäumen nachfüllen können, wenn es mal längere Zeit nicht geregnet hat. Andererseits kann bei Starkregen das Wasser – bevor es in die Kanalisation fließt – zunächst den unterirdischen Tank auffüllen. So wird die Kanalisation entlastet. Zudem mindern die Bäume durch ihre Transpiration den Wärmeinseleffekt in den Städten.

Erfolg

Anfang 2020 ist das vom BMU geförderte Projekt BeGrüKlim gestartet, das drei Jahre läuft. In dieser Zeit werden an drei Standorten in der Gemeinde Nottuln Bäume mit den innovativen Pflanzgrubensystemen gepflanzt. Dieses wässert die Bäume bei Bedarf und meldet Trockenstände per Sensor. Zudem wurden Bäume ohne Regenwasserspeicher gepflanzt, damit verglichen werden kann, ob jene mit Speicher besser durch trockene Zeiten kommen.

Außerdem untersucht das Projekt, wie die Systemabmessungen optimiert werden können, in welchem Umfang es an die Entwässerungssysteme angeschlossen werden kann und wie sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis entwickeln wird. Die Firma Humberg hat bereits Bäume mit Reservoir auf dem eigenen Betriebsgelände gepflanzt, um das System weiter zu testen.

Enabling Networks Innovation Stories

Als regionale Verbundinitiative unterstützt Enabling Networks Münsterland Unternehmen und Hochschulen im Münsterland dabei, Innovationen zu entwickeln, sie umzusetzen und die richtigen Partner für das Vorhaben zu finden. Um zu zeigen, wie innovativ und gleichzeitig kooperativ das Münsterland auch jetzt schon ist, ist das Projekt zudem auf die Suche nach innovativen Kooperationsprojekten aus der Region gegangen. Die Ergebnisse sind auf dieser Seite dargestellt. Das Projekt Enabling Networks Münsterland wird im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium NRW gefördert.

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