Die Schmitz Cargobull AG hat einen LKW-Trailer mit aerodynamischem Heck entwickelt, der Sprit spart und damit den CO2-Ausstoß reduziert.
© Schmitz Cargoball AG

CO2-Ausstoß reduzieren dank aerodynamischem LKW-Trailer

Schmitz Cargobull AG

Sprit sparen und damit den CO2-Ausstoß reduzieren ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Eine Münsterländer Firma hat einen LKW-Trailer mit aerodynamischem Heck entwickelt, der genau das möglich macht.

Erfahre auf dieser Seite mehr über die Innovation aus dem Münsterland.

Schmitz Cargobull AG, Altenberge

Die Schmitz Cargobull AG ist mit einer Jahresproduktion von rund 46.100 Trailern und etwa 5.700 Beschäftigten Europas führender Hersteller von Sattelaufliegern, Trailern und Motorwagenaufbauten für temperierte Fracht, General Cargo sowie Schüttgüter. Aus dem Münsterland heraus entwickelte das Unternehmen frühzeitig eine umfassende Markenstrategie und setzte konsequent Qualitätsstandards auf allen Ebenen: von der Forschung und Entwicklung über die Produktion und Service-Verträge bis hin zu Trailer-Telematik, Finanzierung, Ersatzteilversorgung und Gebrauchtfahrzeughandel.

Herausforderung: Immer mehr LKWs unterwegs

Der Logistiksektor boomt, von Jahr zu Jahr sind mehr LKWs auf Deutschlands Straßen unterwegs. Allein 2018 fanden in Deutschland mehr als 250 Millionen Lastfahrten mit großen LKWs und Sattelzugmaschinen statt. Mit mehreren Milliarden zurückgelegten Kilometern pro Jahr haben LKWs so einen großen Anteil am CO2-Ausstoß im Verkehrssektor. Umso wichtiger ist es, dass große LKWs Diesel und damit CO2 einsparen. Das Münsterländer Unternehmen Schmitz Cargobull, Hersteller von Sattelaufliegern und Trailern, hat deshalb nach Wegen gesucht, die das möglich machen. Schmitz Cargobulls Ziel: Den Kunden eine flexible Fahrzeuglösung zu bieten, die sich einfach an das erforderliche Ladevolumen anpassen lässt.

Lösungsansatz: ein aerodynamischer Aufbau für den Trailer

Das Besondere an der EcoGeneration: Der Fahrer kann das Heck innerhalb von zehn Minuten mit einem Liftsystem hochstellen bzw. absenken.
© Schmitz Cargobull AG

Das Besondere an der neu entwickelten EcoGeneration ist ihr aerodynamischer Aufbau. Das Dach des Trailers fällt nach hinten ab. Dadurch gibt es weniger Luftverwirbelungen und der Luftwiderstand reduziert sich. Der Clou ist ein höhenverstellbares Heck. Der Fahrer oder die Fahrerin kann das Heck innerhalb von zehn Minuten mit einem Liftsystem hochstellen bzw. absenken, ganz ohne zusätzliches Werkzeug.

Erfolg: Weniger Sprit, weniger CO2

Mit den Trailern der EcoGeneration können Logistiker Kraftstoff einsparen und dementsprechend CO2 reduzieren, und das bei gleichbleibendem Nutzen des Trailers. Das System lässt sich mit anderen kraftstoffsparenden, aerodynamischen Maßnahmen wie Spoilern kombinieren.

Das Feedback der Pilotkunden ist positiv. Eine Spedition testete den Trailer drei Monate lang und stellte sogar eine Spritersparnis von rund elf Prozent für Fahrten mit abgesenktem Heck fest. Dazu berichten die Berufskraftfahrer und Berufskraftfahrerinnen, dass der aerodynamische Anhänger sicherer und angenehmer zu fahren sei. Die Speditionen können so in einem umkämpften Markt wirtschaftlicher arbeiten. Sprit und damit CO2 einsparen lohnt sich sowohl für die Spediteure als auch deren Kunden – und für die Umwelt.

Auszeichnungen

Die EcoGeneration ist nominiert für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design 2022.

Enabling Networks Innovation Stories

Als regionale Verbundinitiative unterstützt Enabling Networks Münsterland Unternehmen und Hochschulen im Münsterland dabei, Innovationen zu entwickeln, sie umzusetzen und die richtigen Partner für das Vorhaben zu finden. Um zu zeigen, wie innovativ und gleichzeitig kooperativ das Münsterland auch jetzt schon ist, ist das Projekt zudem auf die Suche nach innovativen Kooperationsprojekten aus der Region gegangen. Die Ergebnisse sind auf dieser Seite dargestellt. Das Projekt Enabling Networks Münsterland wird im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium NRW gefördert.

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