Die neuen Recycling-Betonelemente können mit traditionell hergestellten Elementen mithalten – das bestätigen die Universitäten Kaiserslautern und Duisburg-Essen. Sie verfügen über gleichwertige technische, statische und klimatische Eigenschaften. Der Recycling-Beton ist geeignet für tragende und nicht-tragende Innenwände und ermöglicht neue architektonische Spielräume. Da die Betonfertigteile bereits industriell vorgefertigt sind, können Bauprojekte zudem schneller realisiert werden. Außerdem können alle Recycling-Betonfertigteile erneut wiederverwertet werden und sind damit ein stetiger Bestandteil des Kreislaufs. Aus Alt kann also immer wieder Neu werden.
Der Recycling-Beton in Form der Büscher-Wand erhielt Mitte 2021 nach acht Jahren Forschung und Entwicklung die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik. Dazu wurde der Produktionsprozess zur Herstellung des Recycling-Materials zertifiziert, für diese Art der Recycling-Gesteinskörnung bisher einzigartig.
Um zu beweisen, dass der Recycling-Beton funktioniert, bauen Hans-Jürgen Büscher und Wolfgang Büscher zwei Musterhäuser in Heek und Nienborg aus ihren neuen Recycling-Betonfertigteilen. Der Spatenstich für das erste Musterhaus mit drei Wohneinheiten erfolgte in 2022. Das Haus erfüllt den Standard KFW 40+ und ist damit besonders energieeffizient. Die Büscher-Brüder möchten die Fachwelt vom Recycling-Beton überzeugen, damit die neue Technologie den Durchbruch schafft und auch von anderen Herstellerwerken in der Baubranche genutzt wird.
Ganz nach dem Motto "Zurück für die Zukunft" begleitet Büscher den Bau der Recyclinghäuser auch online. Auf der Website kannst du den Stand und Verlauf der Projekte verfolgen.