Stoffliches Recycling von Kunststoffen
Beim stofflichen Recycling von Kunststoffen wird die Polymerstruktur nahezu unverändert durch erneutes Aufschmelzen in die Sekundärprodukte überführt. Die hierbei bislang vergleichsweise geringen Einsatzmengen hängen vor allem mit den hohen Reinheitsanforderungen zusammen, die an die Kunststoffabfälle gestellt werden, damit die daraus erstellten Produkte mit Primärprodukten konkurrieren können. Schon geringe Verunreinigungen können den Aufbereitungsprozeß erheblich stören oder die physikalischen Eigenschaften eines Polymerwerkstoffs deutlich verändern.
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Rein technisch gesehen ist es möglich, auch aus einem vergleichsweise heterogenen Kunststoffabfallstrom hochreine Kunststoffprodukte abzutrennen. Jedoch bedarf es dabei einer Kombination mehrerer Prozessschritte (z. B. Klaubung, sensorgestützte Sortierung, Dichtetrennung). Je höher die Steigerung des Wertstoffinhalts zwischen Einsatzstoff und Produkt sein soll, umso mehr immer feiner arbeitende Prozessschritte sind daher erforderlich, wodurch es zu einem exponentiellen Wachstum der Aufbereitungskosten kommt. Der Verkaufspreis des Sekundärkunststoffs muss diese und andere Kosten tragen und gleichzeitig mit jenem von primären Kunststoffprodukten konkurrieren können. Dies ist aufgrund der aktuell eher geringen Primärproduktionskosten der meisten Massenkunststoffe nur für ausgewählte Kunststoffsorten und Abfallfraktionen wirtschaftlich darstellbar.