Diese DNA wird auch von qualifizierten Mitarbeitenden gelebt und geprägt. Eine Besonderheit bei Velo de Ville ist, dass Sie in Ihrem Unternehmen vergleichsweise viele Menschen mit Behinderungen beschäftigen. Wie kam es dazu?
Es ist eine unserer Hauptprioritäten, ein diverses und inklusives Team zu schaffen. In diesem Zusammenhang sind wir besonders stolz darauf, dass wir durch unsere Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsverband Westfalen-Lippe derzeit etwa 10 Prozent Menschen mit Behinderung beschäftigen. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind essenzieller Bestandteil von Velo de Ville und werden anfänglich, beispielsweise über vom LWL geförderte Praktika, behutsam an das Arbeiten bei uns herangeführt. Wir sind davon überzeugt, dass ein vielfältiges Team die Innovationskraft und den Horizont erweitern. Die Integration von Menschen mit Behinderung stellt für unser Unternehmen eine Bereicherung dar, da ihre unterschiedlichen Fähigkeiten und Perspektiven frischen Wind in unser Team bringen.
Können Sie dafür Beispiele nennen?
Es sind die kleinen, aber bedeutsamen Momente des täglichen Miteinanders, die zeigen, wie erfolgreich unsere Bemühungen hinsichtlich dieser Inklusion sind. Zum Beispiel, wenn Kolleginnen und Kollegen die Gebärdensprache erlernen, um effektiver mit anderen Kollegen kommunizieren zu können. Durch gemeinsames Engagement kann eine harmonische und inklusive Arbeitsatmosphäre geschaffen werden, in der alle ihr volles Potenzial entfalten können.
Wie beurteilen Sie als Radprofi und Münsterländer eigentlich die Radinfrastruktur hier in der Region?
Das Radwegesystem funktioniert bei uns wirklich gut, das muss man sagen. Ich war erst kürzlich mit dem Rad in einer anderen Region unterwegs, da lief das bei weitem nicht so reibungslos. Die touristischen Highlights sind gut erschlossen. Man gelangt ohne Probleme, oftmals auf breiten Radwegen, von einem Ort zum anderen – vor zehn Jahren war das noch ganz anders. Die vielen Pättkes und die kleinen Wege durch Bauerschaften – das macht schon Spaß. Wenn man allerdings an einem Sonntag bei schönem Wetter fährt, ist auch einiges los auf den Straßen. Und dann denke ich mir: Jetzt müsste vielleicht der nächste Schritt erfolgen. Möglicherweise wäre es auch sinnvoll, mal wieder ein echtes Leuchtturmprojekt für die Fahrradregion Münsterland in die Tat umzusetzen.
Was sind denn Ihre Lieblingsstrecken, wenn Sie im Münsterland mit dem Rad unterwegs sind?
Die 100-Schlösser-Route ist natürlich ein Klassiker, aber auch bei uns in der direkten Umgebung gibt es tolle Strecken. Die Rieselfelder nördlich von Münster zum Beispiel. Aber ich fahre auch sehr gerne in den Baumbergen oder in der Gegend rund um die Pleistermühle.
Vielen Dank für das Gespräch und allzeit gute Fahrt!