Treffen aller Denkfabrik-Teilnehmer
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Pressemitteilung

Von Smart Care bis zur Kreislaufwirtschaft: Denkfabrik-Mitglieder vernetzen sich und stoßen Ideen an

Treffen der Mitglieder aller Münsterland-Denkfabriken von Enabling Networks Münsterland

Themen wie Gesundheit, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft spielen nicht nur in einem Wirtschaftszweig eine Rolle – im Gegenteil. Sie gehen verschiedenste Branchen etwas an, sind oft miteinander verknüpft und bedingen sich gegenseitig. Um sich darüber auszutauschen, sich zu vernetzen und Potenziale für das Münsterland auszuloten, trafen sich am Dienstag rund 35 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Netzwerken im Münsterland. Sie alle sind Mitglieder in einer der fünf Denkfabriken des Verbundprojektes Enabling Networks Münsterland und kamen nun erstmals für ein gemeinsames Treffen im M44 Meeting Center in Münster zusammen.

„Innerhalb der Denkfabriken kam immer wieder der Wunsch auf, sich auch mal untereinander kennenzulernen. Denn zwischen den Themen, die in den einzelnen Denkfabriken besprochen werden, bestehen spannende Querverbindungen. Gleichzeitig profitieren die Mitglieder vom Wissensaustausch und dem Netzwerk und können mögliche Kooperationen anstoßen“, betonte Bernd Büdding, Leiter des Projekts Enabling Networks Münsterland beim Münsterland e.V.

In Workshops tauschten sich die Anwesenden zu drei zentralen Kooperations-Ansätzen in der Region aus:    „Smart Care Plattform Münsterland“, „Digitale Arbeitswelten in der Produktion“ und „Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland“. Sie diskutierten Sinn und Nutzen dieser Ideen und sprachen über mögliche Verbesserungen und Zukunftsvorhaben.

Unter dem Schlagwort „Smart Care“ mit den Referenten Dr. Kathleen Spring und Dr. Klaus-Michael Weltring von der Gesellschaft für Bioanalytik Münster e.V. ging es unter anderem um die Idee einer besonderen Plattform für die Region: Diese könnte auf der einen Seite den Bedarf bei Medizinern zu technologischen Anwendungen abfragen, auf der anderen Seite mögliche Lösungsanbieter aus technologischen Bereichen vorstellen. Denn gerade in der Gesundheitsvorsorge könnte der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Sensorik und digitaler Hilfsmittel ein wichtiger Baustein zur Entlastung des Personals und zur besseren Diagnostik bei Patienten sein.

Ebenfalls spannende Diskussionen entwickelten sich im Workshop „Kreislauswirtschaftsregion Münsterland“ mit den Referenten Bernd Büdding (Münsterland e.V.) und Gotthard Walter (IWARU, FH Münster). Die Teilnehmenden entwarfen und bewerteten Ideen, mit denen sich Angebote für Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern aus dem Bereich der Kreislaufwirtschaft bündeln lassen, und überlegten, wie sich das Thema in den Köpfen der Unternehmen und Menschen verankern lässt. „Uns schwebt eine Netzwerkzentrale vor, die das Thema in der Region Münsterland vorantreibt, Akteure vernetzt, Kapazitäten aufbaut und Mehrwerte schafft“, unterstrich Bernd Büdding. „Insbesondere auch vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit. Denn je geringer der Ressourceneinsatz, desto geringer auch der CO2-Ausstoß.“

Mit den Referenten Lukas Rengbers (TAFH Münster GmbH) und Christopher Langner (Westfälische Hochschule) diskutierten die Teilnehmer das Thema „Digitale Arbeitswelten der Zukunft in der Produktion“. Dabei ging es insbesondere auch um die Sensibilisierung von Beschäftigen und zukünftigen Fachkräften. Wie gelingt es, diese etwa für den Einsatz von Augmented und Virtual Reality am Arbeitsplatz zu begeistern? Denn nur mit deren Akzeptanz ist es möglich, dass Mitarbeiter zukünftig mit der Datenbrille Maschinen aus der Ferne warten oder mit Robotern Seite an Seite arbeiten.

Welche Möglichkeiten es jetzt schon gibt, in Firmen AR und VR einzusetzen, zeigten nur wenig später auch Bernd und Berenice Terwey von AVK TERWEY aus Emsdetten. Sie haben bereits entsprechende Anwendungen für zahlreiche Firmen im Münsterland entwickelt und präsentierten diese via I-Pad und Bildschirm. So lassen sich zum Beispiel digitale Schuhe zu Hause bequem anziehen und auswählen.

Auch die nächsten Monate werden für die Mitglieder der Münsterland-Denkfabriken spannend. Gemeinsam fahren sie zu innovativen Orten in Deutschland sowie den Nachbarländern und entdecken zum Beispiel das Holst Centre in Eindhoven in den Niederlanden, ein unabhängiges Forschungs- und Innovationszentrum. Mit diesen Inspirationen und Eindrücken im Hinterkopf entwickeln sie dann gemeinsam Handlungsempfehlungen für die Region.

Mehr über die Münsterland-Denkfabriken und das Verbundprojekt Enabling Networks Münsterland

Die fünf Münsterland-Denkfabriken sind innerhalb des Verbundprojektes Enabling Networks Münsterland zu folgenden Themenschwerpunkten entstanden:

  • Digitales Münsterland – Anwendung und Entwicklung von KI Technologien
  • Der Weg zur vernetzten Produktion
  • Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft
  • Umweltneutrale Werkstoffe der Zukunft
  • Gesund bleiben – ein Leben lang

Die Basis dafür bilden die fünf Innovationskompetenzfelder des Münsterlandes: Digital Solutions (digitale Lösungen), Life Sciences (Lebenswissenschaften), Engineering Pro (Ingenieursleistungen), Materials and Surfaces (Werkstoffe und Oberflächen) und Sustainable Eco (Nachhaltigkeit). Da das Münsterland in diesen Bereichen besonders fit ist, ist hier das Potenzial für Innovationen besonders hoch. Einen Überblick über alle Denkfabriken und ihre Mitglieder gibt es auf www.muensterland.com/enabling.

Als regionale Verbundinitiative und Nachfolgeprojekt von Enabling Innovation Münsterland unterstützt Enabling Networks Münsterland seit dem Projektstart im September 2019 Unternehmen und Hochschulen im Münsterland dabei, Innovationen zu entwickeln, sie umzusetzen und die richtigen Partner für das Vorhaben zu finden. Das Projekt besteht aus zwei Maßnahmenpaketen: Der zweite Baustein neben den Denkfabriken ist das Technologiescouting. Dabei entstehen fünf Technologiescouts, die Unternehmen bei der Entwicklung neuer Innovationen unterstützen.

Der Projektverbund mit dem Münsterland e.V. als Leadpartner besteht aus den Wirtschaftsförderungen der Münsterlandkreise und der Technologieförderung Münster sowie den Transferstellen der regionalen Hochschulen und fünf Facheinrichtungen, die Innovationen in ihren Branchen vorantreiben. Das Projekt wird im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium NRW gefördert.

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