„Das ist mir einfach eine Herzensangelegenheit“, sagt Johanna Austermann, mit 29 Jahren die Chefin im Hofladen. Das frische Obst und Gemüse wandert bei ihren Kundinnen und Kunden deshalb unverpackt in die Tasche. Daneben hat sie in dem Laden eine Ecke eingerichtet, in der Nudeln, Reis, Müsli und viele weitere Produkte in mitgebrachten Gefäßen abgefüllt werden können. Das gleiche gilt für Essig, Öl, Tee und Bonbons. Und wer an der Frischetheke Fleisch oder Käse kaufen möchte, kann seinen eigenen Behälter direkt mitbringen. „Denn wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, ist der Umwelt schon viel geholfen“, findet die 29-Jährige. Auch die Eigenprodukte werden deshalb alle in Glaskonserven angeboten. Dazu zählen längst nicht mehr nur eingelegte Gurken – dort gibt es auch Pesto, Saucen, Dips, Senf, Suppen oder Eintöpfe zu kaufen.
Einkauf als Erlebnis
Das kommt gut an. „Wir haben viele regelmäßige Kunden, die sich bei uns mit frischem Obst und Gemüse eindecken.“ Dabei ist für die meisten Gäste der Besuch im Hofladen mehr als nur ein Einkauf. Er ist ein kleines Erlebnis, erzählt Johanna Austermann: „Viele steuern uns als Ausflugsziel an, wir liegen ja direkt am EmsRadweg.“ Die Kinder können sich dann auf dem Spielplatz austoben, Verpflegung gibt es im kleinen Café-Bereich mit Selbstbedienung. „Und dank unserer offenen Produktionsküche können die Gäste live dabei zuschauen, wie wir backen oder Marmelade einkochen.“