Innovation Story Smartstick Der Smartstick ist eine vernetzte Gehhilfe.
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Innovation Story
Smartstick

Sicher mobil im Alter dank des vernetzten Gehstocks Smartstick

Kooperationspartner: cibX GmbH, Ossenberg GmbH und Deutsche Telekom

Ein treuer Begleiter im Alltag älterer Menschen und ein Rettungsanker im Notfall: Das ist der Smartstick, eine intelligente Gehhilfe mit integrierter Ortungsfunktion. Stürzt der Nutzer, kann er sofort Hilfe organisieren.

Erfahre auf dieser Seite mehr über die Innovation aus dem Münsterland.

cibX GmbH, Greven

Die cibX GmbH ist ein Software-und IT-Dienstleister für die Medizinbranche. Ihr Fokus liegt auf dem Internet der Dinge: Darauf basierend entwickelt die GmbH Lösungsansätze für den Health-, Home-und Servicebereich, besonders mit Blick auf Ortungstechnologie. Gegründet wurde cibX 2015.

Ossenberg GmbH, Rheine

Die Ossenberg GmbH ist einer der führenden deutschen Hersteller von Unterarmgehhilfen, Handstöcken und orthopädischen Hilfsmitteln. Ossenberg beliefert mit einem Team von mehr als 80 qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausschließlich den Fachhandel.

Deutsche Telekom AG, Bonn

Die Deutsche Telekom AG ist Europas größtes Telekommunikationsunternehmen mit Hauptsitz in Bonn.

Herausforderung: Sicher mobil im Alter

Die Menschen in Deutschland werden immer älter – und auch mobiler. Doch gerade bei gesundheitlichen Beschwerden steigt das Risiko, dass ältere Menschen stürzen, oft genau dann, wenn sie alleine zuhause oder unterwegs sind. Fast ein Drittel der 65-Jährigen stürzen einmal im Jahr, bei den über 80-Jährigen sind es bereits rund 40 Prozent. Nicht immer sind Angehörige vor Ort und können schnell helfen.

Zudem kommt es immer wieder vor, dass sich zum Beispiel Menschen mit einer Demenzerkrankung mit einem Ziel auf den Weg machen - dann aber wegen zeitlicher oder räumlicher Orientierungsschwierigkeiten das Ziel nicht erreichen oder nicht mehr nach Hause zurückfinden. Um im Alter trotzdem sicher unterwegs zu sein und erkrankte Menschen davor zu schützen, bis zur Erschöpfung umherzuirren, können Gehhilfen mit Zusatzfunktionen unterstützen.

Lösungsansatz: Ein vernetzter Gehstock

Der Smartstick ist eine vernetzte Gehhilfe.<br>© cibX GmbH Der Smartstick ist eine vernetzte Gehhilfe.
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Die Firmen Ossenberg GmbH, cibX GmbH und die Deutsche Telekom AG haben sich dieser Herausforderung angenommen und eine Innovation im Bereich Gehhilfen produziert: den vernetzten Gehstock Smartstick. Die leichte und höhenverstellbare Alltagshilfe punktet durch ihre integrierte Elektronik. Dank dem verbauten GSM-Modem, der GPS-Antenne und einer SIM-Karte der Deutschen Telekom kann der Gehstock und damit sein Nutzer oder seine Nutzerin überall in Deutschland und Europa lokalisiert werden.

Drückt der Nutzer rund fünf Sekunden den Taster, löst er so einen Alarm aus und seine Kontaktpersonen werden benachrichtigt. Der Smartstick dient damit als treuer Begleiter im Alltag und als Rettungsanker im Notfall.

Erfolg: Verkauf und Weiterentwicklung

Der Smartstick wird seit 2019 erfolgreich verkauft. Die Idee wurde zudem weiterentwickelt und auf ein nächstes Produkt übertragen: In Zusammenarbeit mit der Firma Topro entstand MOBI, eine mobile Ortungseinheit für alle Rollatoren, E-Scooter und Rollstühle. Der Wiederfinder mit Alarmfunktion ist nur 100 Gramm schwer und lässt sich leicht und flexibel zum Beispiel an einem Rollator befestigen. So kann der Standort via GPS auf wenige Meter genau bestimmt werden.

Enabling Networks Innovation Stories

Als regionale Verbundinitiative unterstützt Enabling Networks Münsterland Unternehmen und Hochschulen im Münsterland dabei, Innovationen zu entwickeln, sie umzusetzen und die richtigen Partner für das Vorhaben zu finden. Um zu zeigen, wie innovativ und gleichzeitig kooperativ das Münsterland auch jetzt schon ist, ist das Projekt zudem auf die Suche nach innovativen Kooperationsprojekten aus der Region gegangen. Die Ergebnisse sind auf dieser Seite dargestellt. Das Projekt Enabling Networks Münsterland wird im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium NRW gefördert.

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