Elektronenstrahlschmelzen (EBM)
Das Elektronenstrahlschmelzen (englisch Electro Beam Melting, kurz EBM) zählt zu den additiven Fertigungsverfahren. Dabei verschmelzt ein erzeugter Elektronenstrahl unter Vakuum (zur Oxidationsverhinderung) eine Schicht Metallpulver. Nach Verschmelzung wird eine neue Schicht Pulver aufgetragen, welche ebenfalls verschmolzen wird. Dieser Prozess wiederholt sich so oft, bis das gewünschte Werkstück vollständig entstanden ist.
Nachdem das Werkstück erstellt wurde, muss es von Pulverresten und eventuellen Stützelementen befreit werden. Zur weiteren Nachbehandlung kann ebenfalls die Oberflächenbearbeitung oder die Erwärmung zum Eigenspannungsabbau notwendig sein. Abgeschiedenes Pulver kann dem Prozess erneut zugeführt werden, um weitere Werkstücke zu erstellen.
Elektronenstrahlschmelzen© Christopher Langner
Voraussetzungen zur Nutzung
Know-how in der Anwendung
Für die Nutzung der additiven Fertigungsverfahren ist ein gewisses Know-how notwendig. Dieses umfasst die Bereiche Konstruktion, Werkstoffauswahl und die Fertigung.
Make-or-buy-Entscheidung
Am Markt bieten zahlreiche Anbieter ihre Dienstleistungen im Bereich des EBM an. Dieses verfügen über die entsprechende Expertise und die benötigten Maschinen. Daher ist der Zukauf von EDM-Dienstleistungen oder die eigene Herstellung von Werkstücken abzuwägen.