Funktionalisierung von Materialien
Die Oberflächen aller Implantate stellen die Grenzfläche zwischen Material und biologischem Umfeld dar. Die Funktionalisierung von Oberflächen wie etwa das gezielte „Drucken“ chemisch unterschiedlicher Areale auf Silizium-, Metall- oder Polymeroberflächen im Nanometermaßstab ermöglicht eine weitere Miniaturisierung von Sensoren, die im oder am Körper dessen Funktionen überwachen und ggf. die Abgabe von Medikamenten aus einem verbundenen System steuern können.
Durch die Funktionalisierung von Oberflächen wird eine verbesserte Biokompatibilität der Oberflächen von z. B. intrakorporalen Sensoren erreicht und damit die Fremd-Erkennung/Gewebs-Verkapselung vermindert, die oft als Reaktion des Körpers auf externe (nicht-biokompatible) Komponenten auftritt. Somit optimiert das Verfahren die Biokompatibilität, den Korrosionsschutz, die antimikrobielle Wirkung sowie insgesamt die Verweildauer von Implantaten.
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Regionale Experten:
Organisch-chemisches Institut, WWU Münster
- Funktionalisierung von Molekülen
Physikingenieurwesen, FH Münster
- Technologien zur Funktionalisierung von Oberflächen
Institut für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen, WWU Münster
- Nachwachsende Rohstoffe, biologische Aktivitäten von Biopolymeren
Westfälische Hochschule
- Biophysik, Biofunktionalisierung