Furniertechnologie
Furnier wird überwiegend aus Bäumen der Gattung Buche, Esche, Eiche, Nussbaum oder Ahorn produziert. Es eignen sich nur bestimmte Bäume mit der gewünschten Furnieroptik mit der passenden Farbe und Holzstruktur.
Geeignete Holzblätter werden durch Sägen, Messerschnitt oder Schälen vom Stamm abgetrennt. Nach einer entsprechenden Trocknungsphase werden sie auf die gewünschte Größe zugeschnitten, meist zu Furnierdecken gefügt (auf Stoß geleimt oder mit einem zickzack-förmig verlaufenden Leimfaden vernäht) und zur Oberflächenveredelung auf Holzwerkstoffe geklebt.
Mit Furnier wird weniger wertvolles Holz optisch aufgewertet (Edel- bzw. Deckfurnier). Unterfurniere hingegen verhindern, dass Schäden des Trägermaterials durch das Deckfurnier durchscheinen oder sich Leimfugen abzeichnen. Blindfurniere verhindern das Verziehen der Unterlage (z. B. auf der Innenseite eines Sockels). Absperrfurniere verhindern weitere Bewegung und Veränderung der Trägerplatten, z. B. bei Multiplexplatten, die untergründig aus langen, schmalen Holzstäben besteht.
Voraussetzungen zur Nutzung:
Stammholzlager
- Zur Lagerung der Holzstämme
Dämpfgrube
- Holzstämme werden vor der weiteren Verarbeitung gekocht oder gedämpft, damit das Holz geschmeidig wird
Schälmaschine
- Nach der Entrindung wird der Holzstamm wie eine Walze eingespannt und mit einem Messerbalken wird ein Furnierband abgetrennt. Das Furnierband wird in Furnierblätter geschnitten.
Fügetechnik
- Furnierblätter werden zu Furnierdecken gefügt, um das Aufbringen in einem Schritt zu ermöglichen.
Furniertechnologie© Bild von John Cameron on Unsplash