Sensorgestützte Prozesssteuerung
Mithilfe einer sensorgestützten Prozesssteuerung kann eine vollautomatische Überwachung und Steuerung von Aufbereitungsprozessen erfolgen. Die Überwachung erfolgt durch eine kontinuierliche Analyse von Stoffströmen mittels Sensortechnik (Echtzeitanalyse). Hierbei haben in den letzten Jahren vor allem Fortschritte im Bereich Multi-Sensorik und der Einsatz von Machine-Learning-Verfahren zu einem erweiterten Anwendungsspektrum und einem größeren Charakterisierungsumfang beigetragen. Je nach eingesetzter Technologie kann so zum Teil jedes Objekt eines Stoffstroms einzeln sensorisch erfasst und charakterisiert werden.
Sensorgestützte Prozesssteuerung© Photo by zorazhuang on istock
Durch das kontinuierliche Monitoring lassen sich zum Beispiel Qualitätsveränderungen im Output einer Anlage in Echtzeit erkennen (z. B. ein erhöhter Chlorgehalt bei der Produktion von Sekundärbrennstoffen); über eine KI-gestützte Steuerung der Aufbereitungstechnik kann hierauf durch Anpassungen bei den Einstellungen der einzelnen Aggregate reagiert werden. Die sensorgestützte Prozesssteuerung stellt damit eine Schlüsseltechnologie bei der Transformation der Abfallwirtschaft in Richtung einer digitalisierten Kreislauflaufwirtschaft dar und schafft damit die Basis für deutliche Qualitäts- und Effizienzsteigerungen im Rahmen der Abfallaufbereitung.