Wohnen in der lebenswerten Stadt Münster
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Wohnen in Münster

Mitte-Südost: Hansaviertel, Herz-Jesu, Hafen, Hawerkamp und Wolbecker Straße

Die urbane Atmosphäre des Erphoviertels setzt sich auch im beliebten Hansaviertel fort, das fast direkt hinter dem Hauptbahnhof beginnt. Der Hansaring ist der Puls dieses Viertels und seit Jahren eine der angesagtesten alternativen Ausgeh-Straßen der Stadt. Abgerockte Kneipen reihen sich hier an hippe Gin-Bars, Bistros und Cafés, dazwischen liegen alteingesessene Bäcker und Metzger oder kleine Co-Working-Spaces in den Erdgeschossen von Wohnhäusern. Der alte Güterbahnhof gehört ebenfalls zum Hansaviertel, der neben Gewerbe- und vereinzelten Gastronomieflächen vor allem Proberäume für die vergleichsweise große alternative Band-Szene Münsters beheimatet.

Parallel zum Hansaring erstreckt sich die Hafenpromenade mit dem Kreativkai. Früher war diese Gegend ein Industriegebiet der ehemaligen Hansestadt Münster und beherbergt heute neben mehreren Architektenbüros, Co-Working-Spaces und Münsters Kunsthalle großflächige Restaurants, Cafés oder Gastronomie-Ketten wie das Vapiano.

Gegenüber des Kreativkais, auf der „B-Side“, kannst du den verfallenen Industriecharme des ehemaligen Hafens bewundern, in den 2012 das letzte Güterschiff einlief und seine Ladung löschte. Nur ein kleines Stück weiter, am Albersloher Weg, liegt Münsters größtes Kino, das Cineplex. Die Straße führt weiter an einem weiteren ehemaligen Industriegebiet vorbei, in der sich die vielfältige kreative und alternative Szene Münsters ebenfalls angesiedelt hat: am Hawerkamp. Hier gibt es mehrere Nachtclubs, einige Büros und im Sommer ein Open Air Kino.

Dahinter führt der Albersloher Weg weiter in Richtung Südosten durch das Gewerbegebiet Loddenheide in den ländlicher gelegenen Stadtbezirk Südost mit Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck.

Der Dortmund-Ems-Kanal, der das Hafenbecken mit Wasser füllt, wird heute übrigens nach wie vor stark von Schiffen befahren, sie legen in Münster aber nicht mehr an. Bei den Stadtbewohnerinnen und -bewohnern ist der Kanal ohnehin vor allem eines: eine beliebte Spaziergegend. Außerdem verwandelt er sich im Sommer in eine Art Natur-Freibad, weil er so nah an der Stadt entlangfließt und unter mehreren zentralen Ausfallstraßen herläuft. So gelangst du nicht nur schnell aus der Innenstadt ans Kanalufer, sondern auch in wenigen Minuten in verschiedene Stadtviertel – zum Beispiel in das kleine, aber beliebte Herz-Jesu-Viertel, auch liebevoll „Klein-Muffi“ genannt, das zwischen der Sternstraße und der Wolbecker Straße liegt und inzwischen mit dem Hansaviertel zusammengewachsen ist.

In den letzten Jahren ist auch die Wolbecker Straße, die am Beginn mitsamt ihrer Stichstraßen eigentlich noch zum Mauritzviertel gehört, immer mehr mit dem Hansaviertel verschmolzen und hat sich dabei stark weiterentwickelt. Hier reihen sich mittlerweile sehr viele alternative Läden, Cafés, einzelne Bars und kleine Restaurants aneinander und verwandeln die Straße in ein weiteres, belebtes Mini-Zentrum, das direkt hinter dem Hauptbahnhof beginnt. Die Straße führt über den Kanal weiter zum Freibad Stapelskotten und in gehobenere Wohngegenden im Grünen. Mit dem Fahrrad liegen diese Viertel nur wenige Minuten vom Hansaviertel und der Innenstadt entfernt.

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