Haus Cappeln wurde im 12. Jahrhundert unter Graf Hermann von Ravensberg errichtet. Ende des 13. Jahrhunderts ging die Burg von den Grafen von Ravensberg in den Besitz des Ritters Hermann von Kappeln über und gehörte in den Folgejahren zweitweise mehreren Besitzern. 1382 wurde die Burg infolge der Tecklenburger Fehde von Truppen des Bischofs von Osnabrück erobert und zerstört. Ein Wiederaufbau erfolgte frühestens um 1400 als Rittergut auf zwei Inseln, die durch drei Gräften gesichert waren. Als Grundlage dienten wahrscheinlich Fundamente der alten Burg.
Ab 1777 war das Haus im Besitz der Brüder von Loen. Ein Wappen über einer Kartusche weist mit der Datierung in römischen Ziffern noch heute auf die Standesherren hin. Aus dieser Zeit stammt der barocke dreiflügelige Wohnbau mit der doppelläufigen Freitreppe und dem prachtvollen Portal. 1812 verlor der Sohn und Nachfolger des älteren Bruders von Leon das Rittergut beim Glücksspiel an den wohlhabenden Baron von Lange. Dessen Erbtochter heiratete den Freiherrn Heinrich von Kalckstein, der 1862 Umbauten im Sinne der Renaissance vornahm.
Haus Cappeln heute
Nachdem die Eigentümer im 19. und 20. Jahrhundert noch mehrmals gewechselt hatten, erwarb 1965 der Osnabrücker Industrielle Walter Titgemeyer den inzwischen vernachlässigten Herrensitz und ließ ihn umfassend restaurieren und ausbauen. Bis heute ist das Anwesen in Privatbesitz.
Sag es weiter! #münsterland #dasguteleben