Fremdkörper digital erkennen | Innovation aus dem Münsterland
MultiCheck
© CLK GmbH
Innovation Story
CLK GmbH

Fremdkörper in Lebensmitteln digital erkennen

Kooperationspartner: CLK GmbH und FH Münster

Wenn Fremdkörper bei der Produktion in Lebensmitteln landen, entstehen für die Hersteller hohe Kosten und Reputationsschäden. Um das zu verhindern, entwickelte die CLK GmbH in Zusammenarbeit mit der FH Münster den MultiCheck. Damit können Fremdkörper aus Kunststoff oder anderen Materialien frühzeitig erkannt werden. 

Erfahre auf dieser Seite mehr über die Innovation aus dem Münsterland.

CLK GmbH, Altenberge

Die CLK GmbH ist seit 1996 Anbieter für hochwertige Lösungen in der industriellen Bildverarbeitung und der flexiblen Robotik. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt berührungslos arbeitende Qualitätskontroll- und Positioniersysteme für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete, vorrangig im Bereich der Lebensmittelindustrie. 

FH Münster, Steinfurt

An der Fachhochschule Münster studieren rund 15.000 Studierende an den Standorten Münster und Steinfurt. Der Fachbereich Elektrotechnik und Informatik am Campus Steinfurt bietet verschiedene Bachelor- und Masterstudiengänge an und arbeitet eng mit Unternehmen aus der Region zusammen.

Herausforderung: Fremdkörper frühzeitig erkennen

Fremdkörper wie Kunststoffsplitter dürfen nicht in Lebensmittel gelangen. Falls sie bei der Produktion doch in Lebensmitteln landen, müssen die Hersteller ihre verunreinigten Produkte zurücknehmen oder zurückrufen. Die CLK GmbH, als Spezialist für industrielle Bildverarbeitung, hat mit Unterstützung von Prof. Dr. Jürgen te Vrugt vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der FH Münster, ein optisches System zur Fremdkörpererkennung entwickelt, den „MultiCheck“. Im Gegensatz zu Röntgen- und Metalldetektionsverfahren erkennt MultiCheck Verunreinigungen anhand derer Farbe. Prinzipiell denkbar sind auch Kontrollparameter wie Form und Größe. Damit ist das System eine zwingende Ergänzung zu den beiden anderen Konzepten zur Fremdkörperdetektion, denn kein System allein, schon gar nicht eine visuelle Kontrolle durch Mitarbeiter, kann 100%ige Sicherheit bieten. 

Lösungsansatz: Der MultiCheck

Der MultiCheck erkennt kleinste Fremdkörper während der Portionierung.
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Die Technologie funktioniert folgendermaßen: Sobald die Waage eine Produktmenge abwirft, erhält der MultiCheck ein Signal, das die Aufnahme einer Bildfolge auslöst. Mehrere Kameras machen gleichzeitig Bilder aus unterschiedlichen Positionen. Findet das System einen Fremdkörper aus Kunststoff und anderen Materialien anhand seiner Farbe im Produktstrom, erzeugt es ein Signal für den Stopp der Anlage oder optional den Auswurf der betroffenen Portionen. Inzwischen gibt es ein Patent auf dieses System.

Erfolg: 100-prozentige Erkennungsrate

Der MultiCheck wurde mit dem Seifriz-Preis ausgezeichnet.
© CLK GmbH

Der „MultiCheck“ identifiziert Fremdkörper aus Kunststoff und anderen Materialien zuverlässig bei einer Erkennungsrate von nahezu 100 Prozent. Bestehende Mehrkopfwaagen in der Produktion können einfach mit dem „MultiCheck“ nachgerüstet werden. Er funktioniert auch bei Produktänderungen zuverlässig. Mithilfe der Informationen über die Anzahl und Art der erkannten Fremdkörper sind die Lebensmittelhersteller in der Lage, fehlerhafte Prozesse in der Produktion zu identifizieren. Damit trägt der MultiCheck zusätzlich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bei. Inzwischen wurde ein Patent auf den „MulitCheck“ erteilt.

Auszeichnungen

Enabling Networks Innovation Stories

Als regionale Verbundinitiative unterstützt Enabling Networks Münsterland Unternehmen und Hochschulen im Münsterland dabei, Innovationen zu entwickeln, sie umzusetzen und die richtigen Partner für das Vorhaben zu finden. Um zu zeigen, wie innovativ und gleichzeitig kooperativ das Münsterland auch jetzt schon ist, ist das Projekt zudem auf die Suche nach innovativen Kooperationsprojekten aus der Region gegangen. Die Ergebnisse sind auf dieser Seite dargestellt. Das Projekt Enabling Networks Münsterland wird im Rahmen des EFRE-Aufrufs „Regio.NRW“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium NRW gefördert.

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