In der Fertigung ist die Qualität eines der wichtigsten Merkmale. Jeder Produktionsschritt muss passen, jedes Bauteil muss geprüft werden. Oft entdecken Produzenten Fehler aber erst am Ende, wenn also das Produkt bereits fertig hergestellt ist. Dementsprechend hoch ist der Aufwand, den Fehler zu beheben. Denn je früher Fehler erkannt werden, desto weniger Produktionsschritte müssen rückgängig gemacht werden.
Hengst SE produziert Ölfiltergehäuse, in die mehrere unterschiedlich geformte Dichtungen eingesetzt werden. Durch automatische gewonnene Bilder, die auch automatisch ausgewertet werden (automatische Sichtprüfung), soll sichergestellt werden, dass die Dichtungen korrekt in die Aussparungen eingelegt wurden. Stehen die Dichtungen hervor, kann es im Produktionsprozess vorkommen, dass sie in weiteren Montageschritten verrutschen, zwischen den Gehäuseelementen eingeklemmt werden und die Baugruppe undicht wird.
Weil es verschiedene Dichtungen und Oberflächen gibt, treffen klassische Ansätze der Sichtprüfung hier auf ihre Grenzen. Deshalb bietet sich der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) an. Doch beim Einsatz von KI-Lösungen ist es schwierig, die Entscheidungen der KI nachzuvollziehen. Die KI ist also oft eine Black Box mit undurchsichtigen Prozessen. Gemeinsam entwickelten die Kooperationspartner Hengst SE und NFT automates GmbH deshalb für dieses Problem eine Lösung.