Metaversum
Was ist das Metaversum und wie können wir uns eine Welt vorstellen, in der die Technologie so weit fortgeschritten ist, dass alle Menschen am Metaversum teilhaben können?
Folgt man Wikipedia, ist das Metaversum „ein kollektiver virtueller Raum, der durch die Konvergenz von virtuell erweiterter physischer Realität und physisch persistentem virtuellen Raum entsteht – einschließlich der Summe aller virtuellen Welten, der erweiterten Realität und des Internets“. Somit ist das Metaversum eine Iteration des derzeitigen Internets, welches um die dreidimensionale Ebene erweitert wird.
Dies scheint zumeist noch sehr weit entfernt zu sein. Jedoch ist die Technologie mitlerweile weit fortgeschritten. Bereits heute existieren Datenbrillen, welche die Intergration von virtuellen Objekten in die reale Welt zulassen. Zudem sind auch bereits kollaborative Funktionen entwickelt worden, wodurch Nutzer gemeinsam und in Echtzeit an virtuellen Objekten arbeiten können (beispielsweise durch die Nutzung von Azure Spatial Anchors). Die Übertragung der Daten erfolgt über das Internet. Der derzeitige Ausbau der 5G-Netze wird somit die Übertragungsgeschwindigkeit von relevanten Informationen erhöhen, wodurch auch die die Qualität der darstellbaren 3D-Modelle, Animationen und Simulationen signifikant verbessert werden kann.
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Wie kann ein vollständig etabliertes Metaversum nun aussehen?
Dazu hat sich der Künstler Kaiichi Matsuda im Jahr 2016 den Film Hyper-Reality veröffentlicht. Dieser zeigt in einer etwas überzogenen Art und Weise, welche Flut an Informationen in das Sichtfeld eingeblendet werden kann und welche Interaktionen möglich sein könnten. Deutlich wird in dem Film, wie der Bereich des Marketings vollständig in das Metaversum integriert ist. Bereits heute setzen Unternehmen wie Aldi Süd die AR-Technologie ein, um Werbeprospekte durch zusätzliche Informationen zu erweitern.
Bisher liegt die Hürde der breiten Nutzung der AR-Technologie auf der Hardwareseite. Datenbrillen, wie die Hololense 2 des Herstellers Microsoft, werden im industriellen Kontext bereits eingesetzt. Diese sind jedoch noch sehr kostspielig und wenig ästhetisch. Große IT-Unternehmen wie Apple, Facebook und Google arbeiten jedoch mit Hochdruck an massentauglichen und erschwinglichen Datenbrillen.