Geofencing

Geofencing

Geofencing ist eine Art digitaler Elektrozaun und schafft Grenzen um Grundstücke und definiert Räume. Dieser Zaun ist die Grundlage der Präzisionslandwirtschaft. Durch Geofencing können Geräte und Maschinen sowie Tiere aus der Ferne überwacht werden. Zudem kann der Viehbestand verfolgt und die Abholung und Lieferung von Produkten verwaltet werden.

Sollte ein Tier den digital eingerichteten Bereich verlassen, so kann beispielsweise ein für das Tier unangenehmer Ton am Halsband des Tieres abgespielt werden, sodass die Tiere darauf konditioniert werden, die digital umzäunten Bereiche nicht zu verlassen. Für die Konditionierung der Tiere werden etwa drei bis fünf Tage benötigt. Durch Kartierung von Wasserverbräuchen, Nutzpflanzen und deren Anbaugebieten kann mit der Zeit die Produktivität und die Kompetenz gesteigert werden. Das besondere Potential des Geofencings wird jedoch erst abgeschöpft, wenn Big-Data-Technologien und GPS-Tracker zum Einsatz kommen.

Weidetiere laufen auf einer Bergigen Weide herum.
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Voraussetzung zur Nutzung

  • Ein digitaler Zaun hat ohne die Bestimmung der Position von Maschinen oder Tieren innerhalb des Zauns keine Funktion. Somit ist der Einsatz von Sendern erforderlich. Diese sind schon ab ca. 100 Euro erhältlich.
  • Da die GPS-Daten über das Mobilfunknetz gesendet werden, ist eine gute Netzabdeckung wünschenswert.
  • Soll nicht nur die aktuelle Position der Objekte im Bereich angezeigt werden, sondern auch weiterführende Analysen der Daten ausgeführt werden, um beispielsweise Produktionsprozesse zu optimieren, so ist der Einsatz von weiteren Technologien aus den Bereichen Big Data oder Internet of Things erforderlich.

Experten

Burkhard Wrenger

  • TH Ostwestfalen-Lippe
  • Leiter des Studiengangs: Precision Farming
  • Professor für das Fachgebiet Autonome Sensorsysteme
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